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Barsinghausen Freibad Goltern: Schon 16.000 Besucher im Badesommer 2019
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Freibad Goltern: Schon 16.000 Besucher im Badesommer 2019
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17:53 30.07.2019
Die Ruhe vor dem nächsten Besucheransturm: Daniel Martin hat den Rettungsschwimmschein in Silber und hilft diese Saison als Aufsicht im Freibad Goltern aus. Quelle: Frank Hermann
Großgoltern

Viele sonnige und heiße Sommertage bescheren dem Freibad Goltern in dieser Saison erneut einen starken Publikumszuspruch: Seit dem Anschwimmen im Mai haben bislang nahezu 16.000 zahlende Gäste das privat betriebene Bad an der Hauptstraße besucht. Schwimmmeisterin Antje Berkenkamp hofft für die gesamte Saison bis zum Abschluss im September auf ein ähnlich gutes Ergebnis wie im Badesommer 2018 mit damals mehr als 32.000 Besuchern.

Sogar eine Rekordzahl hat der private Betreiberverein im Sommer 2019 bereits verzeichnet. „Kurz vor Beginn der Ferien gab es an einem Sonntag genau 2071 Kinder und Erwachsene bei uns im Bad. Mehr als 2000 Leute an einem Tag – das hatten wir in den 16 Jahren des privaten Vereins noch nie“, erklärte Berkenkamp. An Spitzentagen, wie zuletzt während der jüngsten Hitzeperiode in den Sommerferien, kommen zwischen 1000 und 1300 Besucher auf das Gelände.

„Um unsere Betriebskosten zu decken, benötigen wir jedes Jahr mindestens 20.000 Besucher. Das schaffen wir in diesem Sommer auf jeden Fall“, betonte die Schwimmmeisterin, die von den Stadtwerken Barsinghausen als Aufsicht aus dem Deisterbad an das Freibad Goltern abgestellt wurde – gegen eine Erstattung der Kosten.

Hilfe von 450-Euro-Kräften

Viele Badegäste bedeuten für die Aufsicht eine große Herausforderung mit hohem Personaleinsatz. Wie viele andere Freibadbetreiber in der Region steht auch der Verein in Großgoltern vor großen Schwierigkeiten, wenn es um die Anstellung ausgebildeter Schwimmmeister geht. Unterstützung erhält der Verein in dieser Saison von zwei Fachkräften aus Hannover und Gehrden, die auf 450-Euro-Basis aushelfen.

Zudem verstärkt Daniel Martin derzeit das Aufsichtsteam im Freibad Goltern: Martin hat zwar keine Ausbildung zum Schwimmmeister absolviert, verfügt jedoch über den Rettungsschwimmschein in Silber. Diesen Schwimmschein müssen auch die ehrenamtlichen Helfer aus der DLRG-Gruppe vorweisen, die bei Hochbetrieb ebenfalls die Badeaufsicht in Großgoltern verstärken.

Keine Aggressionen im Golterner Freibad

Trotz der hohen Besucherzahlen verzeichnete Antje Berkenkamp bislang keine großen Probleme mit verbalen oder körperlichen Aggressionen. „Es gibt immer wieder Gruppen, die sich aufspielen. Aber das bleibt immer im Rahmen“, sagte die Schwimmmeisterin. Lediglich am vergangenen Wochenende habe die Polizei zwei Besuchergruppen mit Jugendlichen voneinander trennen müssen.

Eltern vernachlässigen Aufsicht

Auffällig sei allerdings die wachsende Zahl von Eltern, die sich beim Freibadbesuch kaum oder nur wenig um die Beaufsichtigung ihrer Kinder kümmerten. „Da stehen dann Dreijährige plötzlich auf dem Sprungturm oder Kinder sind allein im Schwimmerbecken, während die Eltern auf der Liegewiese dösen oder mit dem Handy spielen“, schimpft Berkenkamp. Nach dem Einschreiten komme bei uneinsichtigen Vätern oder Müttern dann oft die Antwort: „Wir haben doch Eintritt bezahlt, da kann die Badeaufsicht auf die Kinder aufpassen“.

Bei gutem Wetter öffnet das Freibad Goltern während der Schulferien täglich von 11 bis 20 Uhr sowie mittwochs bis 21 Uhr. Für Frühschwimmer öffnet das Freibad montags bis freitags von 6 bis 8 Uhr. Der Eintritt kostet 1,50 Euro für Kinder und Jugendliche sowie 3,50 Euro für Erwachsene.

Schwimmmeisterin Antje Berkenkamp zeigt die neue Rutsche für den Kleinkindbereich, spendiert von lokalen Unternehmen. Quelle: Frank Hermann

Firmen spenden Rutsche für Kleinkindbereich

Für den Kleinkindbereich hat das Freibad Goltern eine neue Kunststoffrutsche angeschafft – als Ersatz für eine alte Rutsche, die bereits im Vorjahr ausgemustert wurde. Zwei Familienfirmen sponserten das rund 800 Euro teure Spielgerät: die Dachdeckerei Kreft aus Barsinghausen und der Gartenservive Huschke aus Eckerde. „Das Freibad liegt mir sehr am Herzen. Ich bin selbst als Kind dort groß geworden und habe sogar im meine Jugend zeitweise dort gearbeitet“, erläuterte Janine Isabelle Kreft das Engagement. Auch der eigene, fast einjährige Nachwuchs beider Familien, Lilly Lucia Kreft und Greta Marlene Huschke, werde den neuen Wasserspaß im Babybecken künftig nutzen.

Laut Schwimmmeisterin Antje Berkenkamp spielen an guten Besuchertagen zwischen 50 und 80 Kinder unter vier Jahren im Babybecken. Für diese jüngsten Badegäste und deren Eltern wünscht sich der Betreiberverein ein Sonnensegel, um bei starken Sonneneinstrahlung einen schattigen Bereich schaffen zu können. Erste Kostenschätzungen für ein zwölf Quadratmeter großes Segel gehen von etwa 5000 Euro aus – „wegen der vielen Vorschriften und Richtlinien“, erklärte Berkenkamp. nn

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Von Frank Hermann

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