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Barsinghausen TSV Goltern startet mit Bauarbeiten für neuen Kunstrasenplatz
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen TSV Goltern startet mit Bauarbeiten für neuen Kunstrasenplatz
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15:33 29.07.2019
Der alte Tennenplatz auf der Golterner Sportanlage wird in den nächsten Monaten verschwinden. Der TSV Goltern baut statt dessen ein modernes Kunstrasenspielfeld. Quelle: Andreas Kannegießer
Großgoltern

Der Weg ist frei für den Neubau des lange geplanten Kunstrasenplatzes auf der Sportanlage am Ohweg. Die Stadt Barsinghausen hat dem TSV Goltern in der vergangenen Woche die Genehmigung für den Baustart erteilt. In diesen Tagen beginnen die Vereinsmitglieder nun zunächst mit jenen Arbeiten, die in Eigenleistung erledigt werden können.

Weil der TSV aber hohe öffentliche Fördermittel erhält, muss der Verein bei der Vergabe der Aufträge an Unternehmen strenge Regeln beachten. Die Arbeiten müssten ausgeschrieben werden, berichtet TSV-Vorsitzender Christoph Sauer. Dabei müssten Formalien und hohe Anforderungen beachtet werden. Für die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder ist das ein ungewohntes Terrain: „Wir haben Probleme mit dieser Bürokratie“, sagt Sauer. Immerhin hat die Stadt Barsinghausen Hilfe zugesagt. „Wir versuchen, den Verein bei der Ausschreibung zu unterstützen“, sagt Bürgermeister Marc Lahmann.

Auch die Flutlichtmasten sind marode und werden ausgetauscht. Quelle: Andreas Kannegießer

Einer der letzten Vereine mit Ascheplatz

Der TSV Goltern war bisher einer der letzten Sportvereine im Deistervorland, dessen Fußballer einen sogenannten Tennenplatz für den Trainings- und Spielbetrieb nutzen mussten. In Goltern gibt es zwar auch ein Rasenspielfeld, nur der Tennenplatz verfügt aber über eine für das abendliche Training notwendige Flutlichtanlage. Wegen des schlechten Zustandes des Platzes und der Verletzungsgefahr für die Spieler auf der roten Asche hatte der TSV-Vorstand im vergangenen Jahr angekündigt, den Platz demnächst sperren zu müssen.

Den Bau eines Kunstrasenplatzes kann sich der TSV Goltern nur angesichts der hohen Zuschüsse aus öffentlichen Kassen leisten. Der Vorstand kalkuliert mit Gesamtkosten von rund 360.000 Euro. Der Regionssportbund hat dem Verein bisher einen Zuschuss in Höhe von 96.000 Euro zugesagt. Die Stadt Barsinghausen gewährt dem TSV eine Zuwendung in Höhe von 40 Prozent der Baukosten, das sind immerhin 144.000 Euro. Über die Höhe des städtischen Zuschusses hatte es längere Diskussionen zwischen den Ratsfraktionen gegeben, weil die Stadt laut Sportförderrichtlinie bisher eigentlich maximal 20 Prozent für Sportstättenbauten beigesteuert hat. Letztlich gab es aber eine Einigung im Sinne der Vereine: Laut Ratsbeschluss vom Februar sollen fortan neue, von Vereinen gebaute Sportplätze mit 40 Prozent bezuschusst werden, sofern sie im geplanten Sportstättenentwicklungsplan voraussichtlich als notwendiger Teil der Sportinfrastruktur aufgenommen werden.

Nur Sand und Kork auf dem Platz

Von der aktuellen Diskussion um umweltschädliche Plastikpartikel auf Kunstrasenplätzen ist das Golterner Projekt nicht betroffen: „Wir bauen nur mit Sand und Kork“, betont Vorsitzender Sauer. Schon bei der Vorabfrage bei Firmen seien ausschließlich entsprechende Angebote angefordert worden. Auch andere Hausaufgaben hat der Verein bereits erledigt: Ein Bodengutachten zur möglichen Belastung des Tennenmaterials und ein geologisches Gutachten zur Bodentragfähigkeit liegen bereits vor. „Der Unterbau des Platzes ist laut Gutachten perfekt“, betont Sauer.

Der Verein hofft, dass das Ausschreibungsverfahren und die Auftragsvergabe binnen weniger Wochen abgeschlossen sein werden. Auch die Bauarbeiten sollen dann nicht allzu lange dauern. „Wir hoffen, dass wir den neuen Platz im Herbst nutzen können“, sagt der Vorsitzende. Teil des Bauvorhabens ist auch die Erneuerung des Flutlichtes. Statt der jetzt vorhandenen sechs Masten werden laut Konzept künftig nur noch vier Flutlichtmasten aufgestellt. Die höhere Leuchtstärke moderner Lampen macht es möglich. „An jedem Lichtmasten werden zwei Leuchten montiert“, kündigt Sauer an.

Mitglieder pflastern in eigener Regie

Beim Aufbau des neuen Kunstrasenplatzes sind Fachkenntnisse erforderlich, sodass die TSV-Mitglieder dabei eher nicht zupacken können. Dennoch sind umfangreiche Eigenleistungen vorgesehen. „Unsere Mitglieder nehmen das Pflaster vor dem Tennenplatz auf, demontieren alle Zäune und auch die Flutlichtmasten“, kündigt Sauer an. Später solle dann in eigener Regie rund um das gesamte Kunstrasenspielfeld noch eine neue Pflasterfläche angelegt werden. „Damit der Kunstrasen sauberer bleibt“, erläutert der TSV-Vorsitzende.

Mehr zum Thema lesen Sie hier:

Rat macht Weg frei für Zuwendungen an Vereine. 

Fraktionen streiten um Zuschuss für Kunstrasenplatz.

TSV Goltern favorisiert Kunstrasenplatz.

Von Andreas Kannegießer

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