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Barsinghausen Klärwerk setzt auf Prozess der Faulung
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Klärwerk setzt auf Prozess der Faulung
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00:15 21.05.2017
Die AG 60plus der SPD Barsinghausen besichtigt das Klärwerk Nordgoltern. Quelle: Johanna Kruse
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Nordgoltern

Das Klärwerk hat sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt verändert. Bei einer Besichtigung mit der AG 60plus der SPD führte Klaus Oberdörfer, langjähriger Mitarbeiter des Klärwerks, die Gruppe über das Gelände. Dabei wurde auch über Zukunftsvisionen gesprochen. Seit dem Klärwerk im Jahr 2014 eine schlechte Energiebilanz attestiert worden war, hat sich einiges geändert.

Der Bereich der Belebung ist mit knapp 80 Prozent des Energieverbrauchs der größte Stromfresser der Anlage. „Hier haben wir diverse Studien und Maßnahmen durchgeführt, um den Energieverbrauch zu senken“, sagte Torsten Holzhausen, Betriebsleiter Stadtentwässerung, bei der Besichtigung. Auch das neue Dach für die Lagerung des Klärschlamms gehört zu den Modernisierungsmaßnahmen. „Die Anlage ist in den letzten Jahren sehr modern geworden und momentan wirklich in einem Topzustand“, betonte Holzhausen. Die jüngste Neuerung ist ein Notstromaggregat, das vom TÜV Hannover übernommen wurde.

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Für den Klärschlamm, der noch von Landwirten abgenommen und als Dünger für die Felder genutzt wird, ist auch schon eine neue Form der Nutzung geplant. „Wir werden den Prozess der Faulung nutzen, um den anfallenden Schlamm zu reduzieren“, erläuterte Holzhausen. Da die Kosten für die Abfuhr der Rückstände in den nächsten Jahren drastisch ansteigen werden, sei die Faulung für das Werk günstiger. Durch dieses Verfahren können neben der Reduktion der Masse zusätzlich Energie und Wärme gewonnen werden, die wiederum verwendet werden können. „Wir können die Faulung ohne großen Aufwand betreiben, da alles Nötige dafür bereits vorgerüstet ist“, sagte Holzhausen. Die Inbetriebnahme könne schon in diesem oder im nächsten Jahr erfolgen – je nachdem wie schnell die Kosten für die Abfuhr ansteigen werden.

Von Johanna Kruse

Jörg Rocktäschel 20.05.2017
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