Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Barsinghausen Standorte für feste Tempomessung sind schwer zu finden
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Standorte für feste Tempomessung sind schwer zu finden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 18.05.2017
Die Stadt Barsinghausen will zwei ortsfeste Verkehrsüberwachungsanlagen (Blitzer) so ähnlich wie diese im Stadtgebiet installieren. Quelle: Archiv (dpa)
Anzeige
Barsinghausen

Nach dem entsprechenden Ratsbeschluss im Dezember vergangenen Jahres hat die Verwaltung etliche potentielle Standorte auf ihre Eignung überprüft. Das Ergebnis: Die Auswahl ist stark eingeschränkt, weil die Stadt die möglichen Standorte nur mit Einverständnis der Polizeiinspektion Garbsen und der zuständigen Straßenbaubehörden festlegen kann. Dabei werden durchaus hohe Hürden gesetzt: So dürfen feste Tempomessstellen nur in Bereichen installiert werden, die zuvor als Unfallschwerpunkte aufgefallen waren. Ist das nicht der Fall, müssen zumindest besondere Gefährdungsfaktoren vorliegen – wie etwa bei einem ungesicherten Grundschulweg.

Nach der Überprüfung von rund einem Dutzend verschiedener potentieller Standorte im Stadtgebiet hat die Verwaltung festgestellt, dass die Aussicht auf die Genehmigung fester Tempomessstellen in vielen Fällen nicht gegeben ist. Die Stadt favorisiert deshalb weiterhin die beiden schon zu Beginn der Suche vorgeschlagenen Standorte: an der Bundesstraße 65 in der Ortsdurchfahrt Wichtringhausen und in Groß Munzel neben der Straße Auf dem Damm. Dort ist nach Einschätzung der Stadtverwaltung die Eigenschaft als Unfallschwerpunkt eindeutig gegeben. In beiden Fällen handele es sich zudem um Grundschulwege, schreibt die Verwaltung in ihrer Vorlage für die Ratsgremien.

Anzeige

Viele der Stellen, an denen derzeit häufiger mit mobilen Tempomessgeräten der Verkehr überwacht wird, scheiden dagegen als Standort für eine ortsfeste Anlage aus. Die Ortsdurchfahrt Landringhausen im Zuge der Landesstraße 392 etwa ist nicht als Unfallschwerpunkt aufgefallen, zudem gibt es dort einen breit ausgebauten Gehweg. „Damit liegen die Voraussetzungen für die Genehmigung nicht vor“, schreibt die Verwaltung. Der Bereich Esseler Hof an der L392, wo in der Vergangenheit viele Unfälle passiert sind, scheidet nach Einschätzung der Experten aus technischen Gründen aus. Die Ortsdurchfahrt Nordgoltern an der Bundesstraße 65 ist ebenfalls kein Unfallschwerpunkt, es gibt Gehwege, und der Schulweg ist gesichert. Ähnlich verhält es sich laut Stadtverwaltung mit dem Bantorfer Brink in Bantorf und der Wilhelm-Heß-Straße in der Kernstadt. Für grundsätzlich geeignet halten die städtischen Experten noch die Landesstraße 401 zwischen Egestorf und Langreder. Allerdings liege die Anzahl der Unfälle dort deutlich unter der Anzahl auf der Bundesstraße 65 und auf der Landesstraße 392, heißt es in der Vorlage.

Von Andreas Kannegießer