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Barsinghausen Sturm Friederike: Feuerwehr zählt bisher 37 Einsätze
Aus der Region Region Hannover Barsinghausen Sturm Friederike: Feuerwehr zählt bisher 37 Einsätze
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00:16 21.01.2018
An der Straße Die Heide in Egestorf hat der Sturm die Dächer zweier Mehrfamilienhäuser abgedeckt. Die Dachteile hängen teilweise von der Fassade oder sind in der Umgebung verteilt.  Quelle: Malecha
Barsinghausen

  Große Teile des Dachs hingen bei den beiden Mehrfamilienhäusern an der Heide nur noch lose an der Fassade runter, einige Dachteile verteilten sich an der Straße und auf dem benachbarten Feld: Sturmtief Friederike hat am Nachmittag für einen Großeinsatz in Barsinghausen gesorgt. Insgesamt zählten die Feuerwehrleute bis zum frühen Abend  37 Einsätze im Stadtgebiet. 

Rund 40 Einsatzkräfte mussten gegen 14.45 an die Straße „Die Heide“ in Egestorf ausrücken. Dort hatte der Wind große Teile zweier Dächer gelöst. „Dachpappe, Isolation und die Unterkonstruktion aus Holz hängen teilweise von der Fassade runter, andere Teile haben sich hier überall verteilt“, sagte Einsatzleiter Sven Sörenhagen. Problematisch: Die Bewohner der beiden großen Mehrfamilienhäuser durften die Wohnungen nicht verlassen, oder aber – falls sie grade unterwegs waren –ihre vier Wände nicht wieder betreten. „Wir müssen in jedem Flur und vor jedem Hauseingang stehen, damit die Bewohner nicht raus oder rein gehen und nachher noch von einem herabstürzenden Stück Dach verletzt werden“, sagt Sörenhagen. Noch drei Stunden nach der Alarmierung versuchen die Einsatzkräfte die bereits etwas gelösten Teile des Dachs komplett zu lösen, damit der Sturm sie nicht unkontrolliert runter weht. Vor Ort sind die Feuerwehren Egestorf, Barsinghausen mit ihrer Drehleiter und Fachgruppe Absturzsicherung, Kirchdorf, Langreder, Hohenbostel und Großgoltern sowie die Polizei und ein Rettungswagen.

Doch auch im restlichen Stadtgebiet kehrt nur langsam Ruhe ein: Zig Einsätze wegen umgestürzter Bäume, loser Dachziegel und herumfliegenden Ästen wurden gefahren. Bis zum späten Nachmittag rückten die Feuerwehren 37 Mal aus. Auch die Mitarbeiter des Baubetriebshofs wurden von Friederike in Schach gehalten. „Bis zum Mittag war es ruhig, aber seit 14 Uhr geht es richtig rund“, sagte Baubetriebshofleiter Siegfried Dreblow. Seine Mitarbeiter mussten die Zufahrten in den Deister vom Vogelbrink  und Siedlung Höhenluft in Hohenbostel sperren, weil dort große Äste auf die Straße flogen.  Zudem stürzte ein Baum auf die Wilhelm-Hess-Straße und an der Straße Unter den Eichen am Tierheim waren zahlreiche Fichten umgestürzt. Auch die Ortsdurchfahrt von Barrigsen war zeitweise durch einen umgestürzten Baum gesperrt. 

Bereits am Mittag hatten das Hannah-Arendt-Gymnasium und die Lisa-Tetzner-Schule in einer Durchsage informiert, dass nach der 6. Stunde alle Schüler entlassen sind. Zahlreiche Eltern holten ihre Kinder vor den Schulen am Spalterhals ab. "Ich finde es gut, dass diese Entscheidung getroffen wurde", sagte eine Mutter. 

LTS und HAG entlassen die Schüler nach der sechste Stunde. Quelle: Malecha

HAG-Schulleiterin Silvia Bethe hat sich in Absprache mit LTS-Schulleiter Markus Vehrenkamp dafür entschieden, da sie nicht glauben, dass die Kinder am Nachmittag heile nach Hause kommen können. „Jetzt ist der Sichere Heimweg noch gewährleistet“, sagte Bethe

"Wir stimmen uns bei solchen Entscheidungen untereinander ab", sagte LTS-Schulleiter Markus Vehrenkamp. Basis der Entscheidung ist ein Runderlass der Landesschulbehörde, der den Schulleitungen bei akuten Gefahrenlagen die Verantwortung für das Ende des Schulbetriebs überträgt. "Wir haben viele Schüler, die mit Bussen nach Hause fahren müssen", sagte der LTS-Schulleiter. Der Busverkehr könne bei Sturm aber zum Erliegen kommen. 

Von Lisa Malecha

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