Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Burgdorf Pferdeland-Chef hats Reiten nicht verlernt
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Pferdeland-Chef hats Reiten nicht verlernt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 31.05.2017
Barthold Plaß auf Go for it van de Rostal erlaubt sich bei der Qualifikation für den  Oldie-Cup beim Turnier des Reitverein St. Georg keinen Abwurf. Quelle: Sandra Köhler
Anzeige
Burgdorf

Das dreitägige St.-Georg-Reitturnier geht heute Nachmittag mit dem S-Springen, das um 16.45 Uhr beginnt, zu Ende. Für diesen Wettbewerb haben so bekannte regionale Reiter wie Joachim Winter, Philipp Muhle und Henning Ernst gemeldet. Wer sich das anspruchsvolle Springen anschauen will, ist auf der Reitanlage an der Aue willkommen. Der Eintritt ist frei.

Das Turnier mit Spring- und Dressurprüfungen hat einen festen Platz in den Terminkalendern der Reitsportler: Rund 460 Reiter und Reiterinnen, die 930 Pferde mitbringen, hat es diesmal nach Burgdorf gelockt.

Anzeige

Bei Oldie-Cup blieb Plaß als einer von neun Reitern im Feld der 25 Starter an allen neun Hindernissen der Springprüfung Klasse A* fehlerfrei, wies am Ende mit 70,56 Sekunden aber die langsamste Zeit auf. Das war langsamer als erlaubt, sodass Plaß einen Fehlerpunkt kassierte. Trotzdem gelang es ihm, damit als Neunter in die Platzierung zu kommen. Weniger Glück hatte die St.-Georg-Vorsitzende Claudia Meyer. Für sie reichte es wegen eines Abwurfs (vier Strafpunkte) und 56,78 Sekunden lediglich zur Rang 18.

"Barthold Plaß hat einige Jahre ausgesetzt; schön, dass er wieder dabei ist", sagte der Vorsitzende des Bezirkspferdesportverband Hannover und Organisator der Burgdorfer Ausscheidung, Bernward Engelke. Wer als Reiter beim Oldie-Cup an den Start gehen will, muss mindestens 40 Jahre alt sein. "Für die Jugend wird viel getan. Reiter um die 40 freuen sich, wenn sie nicht vergessen werden und eine Möglichkeit haben, gegen ihresgleichen anzutreten", sagte Engelke.

Ein reines Spaßreiten ist der Cup aber mitnichten. Auf 37 Turnieren in ganz Niedersachsen können sich Teilnehmer für das Finale im September in Niederstöcken qualifizieren. "Manche reiten einfach nur so, manche steigen darüber aber auch wieder tiefer in den Turniersport ein", erläuterte Engelke. Ganz wichtig sei auch das Miteinander inklusive des Beisammenseins nach dem Wettbewerb hinterher.  "Eine Minute lang wollen wir gewinnen, aber dann sind wir ganz entspannt."

Engelke selbst ist seit den Sechzigerjahren auf Turniere gefahren: "Zuerst mit dem Trecker, weil ich noch keinen anderen Führerschein hatte." Auch St. Georg kennt er bestens. "Das ist ein schönes Turnier. Auch wenn viele Reiter sich mehr auf Sandplätze orientieren - ich reite gerne auf Rasen." Das tat er auch beim Oldie-Cup - ebenso wie seine Tochter Marion Gerhardy. Die schaffte es am Ende auf Platz drei, ein Platz vor ihrem Vater. Beide traten für den Reit- und Fahrverein Harsum und Umgebung an."Das ist schon eine nette Truppe", sagte die Reiterin über die Teilnehmer des Oldie-Cups.

Dass das älteste Pferd auf dem Parcours noch längst nicht zum alten Eisen gehört, bewies der 26-jährige Sharos. Von seiner Reiterin Maike Rückert vom RFV Hubertus Kolshorn souverän geritten, schaffte er es in 46,92 Sekunden auf Platz 2. Nur Frederic Legros auf Elegance Noire war mit 46,10 Sekunden noch flotter unterwegs.

Von Sandra Köhler

Anzeige