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Burgdorf Burgdorfer lassen Brandopfer nicht im Stich
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15:09 27.01.2019
Flohmarktbesucher stöbern im B-Punkt auf den Tischen, die ehrenamtliche Helfer aufgestellt haben, nach interessanten Dingen. Quelle: Foto: Friedrich-Wilhelm Schiller
Burgdorf

„Die Hilfsbereitschaft dieser Stadt bricht sich hier Bahn“, stellte Rüdiger Nijenhof Sonntagmittag beim Benefizflohmarkt für die Brandopfer des Feuers an der Retschystraße in der Silvesternacht fest. Er und die anderen Organisatoren waren zufrieden mit der Resonanz auf ihren Spendenaufruf und den Besuch des Basars. Laut Nijenhof haben fünf Familien bei dem Brand ihren Hausrat verloren. „Wir haben schon mit ihnen gesprochen, um zu erfahren, was notwendig ist und sie gebrauchen können“, sagte er.

„Für den Flohmarkt wurde in den vergangenen 14 Tagen alles gespendet – von Gläsern über Spielzeug bis hin zu einem Fernseher“, berichtete Helferin Kerstin Idler. „Gerade Selbstständige und Kaufleute haben uns unterstützt“, fügte Nijenhof hinzu. Geschäftsleute hätten zum Beispiel die Preise für eine Tombola gestiftet. Gymnasiasten und andere Burgdorfer hatten Kuchen gebacken, welche die Schüler für eine Spende an Flohmarktbesucher abgaben. Auch schon vor dem Trödelmarkt hatte die Initiativgruppe Geldspenden erhalten. „Wir haben bereits eine vierstellige Summe auf dem Konto“, verriet Nijenhof.

Als Idler den Flohmarkt in der Begegnungsstätte B-Punkt der Siebenten-Tags-Adventisten am Duderstädter Weg eröffnet hatte, gaben sich dort Besucher die Türklinke in die Hand. Nach Kinderbüchern stöberte Stephanie Holland. „Wir wohnen am Ostlandring und haben Silvester das Feuer mitbekommen. Es ist gut, wenn man so die Familien unterstützen kann“, sagte Holland.

Mit einem Fußball, auf den Spieler des FC Bayern München Autogramme geschrieben hatten, fuhr Georg Ernest aus Hämelerwald nach Hause. „Ich gehe gern auf Flohmärkte“, sagte er. Bei dem Basar im B-Punkt komme hinzu, dass die Einnahmen den Brandopfern zugutekommen sollen. So habe er das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. „Ein Flohmarktbesuch lohnt sich immer“, sagte Ursula Müller. Sie habe nach Kopfkissen gesucht und zwei gute gefunden. Außerdem habe sie zwei Töpfe, eine Pfanne und ein Buch erworben. „Mein Enkel hat 50 Euro für einen Fonduetopf gegeben, weil es für einen guten Zweck ist“, berichtete Müller.

Für Unterhaltung sorgte ein Rahmenprogramm. Carina Schünemann hatte sich als Fee verkleidet. „Ich will die Kinder bespaßen.“ Eine Abschleppfirma hatte ihre Fahrzeuge vor dem B-Punkt ausgestellt. Der Verein Fahrerlounge Elite hatte mit Flatterbändern an einer Zugmaschine eines Lastzugs die toten Winkel markiert, die Lastwagenfahrer von ihrem Sitz nicht einsehen können. Im November war in Burgdorf eine 16-jährige Radfahrerin von einem Lastwagen überrollt worden.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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