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Burgdorf Betonelement soll Autofahrer in Hülptingsen ausbremsen
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Betonelement soll Autofahrer in Hülptingsen ausbremsen
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00:18 06.03.2019
Die SPD-Fraktion wünscht sich Betonelemente als Hindernis für Autofahrer, wie hier in Langenhagen an der Niedersachsenstraße. Quelle: Antje Bismark
Hülptingsen

Mit einem Poller aus Beton möchte die SPD-Fraktion die Autofahrer in Hülptingsen ausbremsen und zugleich verhindern, dass sie an den Haltestellen stoppende Busse in der Ortsmitte überholen – allerdings meldet Cord-Heinrich Schweer seine Bedenken an. Der ortsansässige Landwirt fürchtet, dass die Hindernisse die Zufahrt auf seinen Hof zu stark beeinträchtigen.

Seit Jahren diskutieren Anwohner aus dem Neubaugebiet Hülptingsen darüber, wie sie den Weg für die Schulkinder zu den Bushaltestellen sicherer gestalten. Auf Druck der Politik hat die Verwaltung nun ein drittes Mal bei der Region Hannover nachgefragt, ob diese als zuständige Straßenverkehrsbehörde entweder einen Zebrastreifen oder eine Fußgängerampel genehmigt. In dem Schreiben vom 26. Februar teilt die Region nun erneut mit, dass die Zahl der Autos, die den Ort passieren, nicht ausreicht – gleiches gilt für die Fußgänger. Zudem seien die Anforderungen für eine Ausnahmeregelung zur Schulwegsicherung nicht erfüllt.

Behörden sehen kein Problem mit Betonelement

Die Verwaltung und Regiobus plädieren ausschließlich für ein Betonelement - an der Bushaltestelle in Richtung Burgdorf. Quelle: Antje Bismark

Keine Einwände indes erhebt die Region nach Auskunft von Bürgermeister Alfred Baxmann gegen Betonelemente, die Fahrbahnen punktuell einseitig verengen und damit zielorientiert eingesetzt werden. Damit reagiert der Verwaltungschef auf eine Anfrage der SPD-Fraktion, die breite Betonpoller an der Haltestelle in Richtung Burgdorf aufstellen lassen möchte. Diese Hindernisse hat René Arand, beratendes Mitglied der SPD-Fraktion im Verkehrsausschuss, auf der Niedersachsenstraße in Langenhagen entdeckt. Aber: „Das von Ihnen beschriebene Betonelement ist in der dargestellten Form nicht mehr lieferbar und darf laut Stellungnahme der Polizei auch nicht in dieser Art im öffentlichen Straßenraum aufgestellt werden“, schreibt Baxmann. Gleichwohl gebe es andere Elemente, die zulässig seien und die den gleichen Effekt erzielen würden. Die Kosten lägen bei etwa 2500 Euro.

Auf Anfrage der Stadt teilte Regiobus mit, dass zwei Elemente den Verkehrsablauf so behindern könnten, dass ein kompletter Stillstand drohe – beispielsweise wenn zwei Busse gleichzeitig hielten. „Aus diesem Grund muss von der Aufstellung von zwei verkehrsberuhigenden Elementen abgesehen werden“, heißt es in der Stellungnahme.

Landwirt fordert Testfahrt vor dem Aufstellen der Hindernisse

Dafür plädiert auch Landwirt Schweer – er unterstützt zudem den Vorschlag der Verwaltung, vor dem Aufstellen eines Betonelementes eine Testfahrt mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen durchzuführen. „Die geforderte Maßnahme mit zwei Elementen hätte einen von drei aktiven Landwirten das normale Verlassen seines Hofes nicht mehr ermöglicht“, sagte er in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit, Liegenschaften und Verkehr. „Wir nehmen ihre Kritik zur Kenntnis“, sagte Volkhard Kaever (WGS) und fügte hinzu, nun beginne die politische Diskussion. „Erst danach entscheiden wir, ob wir einen entsprechenden Antrag stellen werden.“

Von Antje Bismark

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