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Burgdorf Der Rat der Stadt berät öffentlich im Schloss
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Der Rat der Stadt berät öffentlich im Schloss
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00:20 18.05.2019
Wer Hunde aus dem Tierheim aufnimmt, dem gewährt die Stadt Rabatt auf die Hundesteuer. Quelle: Sandra Köhler
Burgdorf

Wenn der Rat der Stadt am Donnerstagabend unter dem Vorsitz von Christa Weilert-Penk (SPD) im Saal des Schlosses zusammenkommt und öffentlich berät, geht es in einem Punkt tierisch ernst zu. Die Kommunalpolitiker erwägen, eine Änderung der Hundesteuersatzung vorzunehmen, und zwar zugunsten des Hundesteuerzahlers: Wer in Zukunft einen Hund aus dem Tierheim aufnimmt und der von der Stadt finanziell geförderten Einrichtung somit Unterbringungs- und Tierarztkosten sparen hilft, soll einen Rabatt auf die Hundesteuer erhalten. Das schlägt die Stadtverwaltung dem Rat vor.

Die Idee dazu stammt von der Fraktion Freie Burgdorfer. Deren Fraktionschef Rüdiger Nijenhof hatte sich in den Ratsaussschüssen dafür stark gemacht, die Vermittlung von Hunden aus dem Tierheim anzukurbeln. Das könne die Stadt erreichen, indem sie den neuen Besitzern mit einer einjährigen Befreiung von der Hundesteuer einen monetären Anreiz bietet. Die Stadt finanziere das Tierheim mit und müsse ein gesteigertes Interesse an der zügigen Vermittlung der Hunde haben, argumentierte der Kommunalpolitiker, der ehrenamtlich Kassenprüfer des Tierheim-Trägervereins ist.

Im Durchschnitt vermittelt das Tierheim sechs Hunde im Jahr an Burgdorfer Halter. Die müssen, sofern es ihr erster Hund ist, dann per anno 75,60 Euro Hundesteuer an den Stadtsäckel überweisen. Erließe die Stadt diesen Haltern wie vorgesehen ein Jahr lang die Hundesteuer, käme das den Kämmerer 450 Euro zu stehen. Das schien sowohl der Stadtverwaltung als auch einer Mehrheit im Finanzausschuss des Rates, wo nur die CDU dagegen war, verkraftbar zu sein. Das letzte Wort hat nun der Rat. Gibt er grünes Licht, soll die Änderung der Hundesteuer zum 1. Juli wirksam werden.

Ums Geld geht es auch bei der Sportförderung, die der Rat auf Vorschlag der FDP zu modifizieren beabsichtigt: Danach sollen Vereine, die in die Erhaltung ihrer Vereinsanlagen Summen von 5000 Euro und mehr investieren, auf Antrag fortan einen Zuschuss von 15 Prozent erhalten. Bislang ist die förderfähige Investitionssumme mit höchstens 30.000 Euro gedeckelt, und es gibt maximal zehn Prozent Zuschuss. Die neue Regelung soll am 1. Juni in Kraft treten, sofern der Rat zustimmt.

Weitere Tagesordnungspunkte sind eine Neufassung der Feuerwehrsatzung, die Vergabe von Standplätzen für Alttextil- und Altschuhsammelbehälter und Qualitätsverbesserungen in den Kitas.

Die Ratssitzung mit 20 Tagesordnungspunkten ist öffentlich. Sie beginnt um 18 Uhr im Saal des Schlosses am Spittaplatz 5.

Von Joachim Dege

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