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Burgdorf Die digitale Notfallkarte startet am Mittwoch
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Die digitale Notfallkarte startet am Mittwoch
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00:17 25.03.2019
Jürgen Lange stellt die digitale Notfallkarte vor. Quelle: Antje Bismark
Burgdorf

Die digitale Notfallkarte kann starten: Seit diesem Freitag liegen die Speichermedien in der Größe einer EC- oder Kreditkarte vor, wie Jürgen Lange von der Arbeitsgemeinschaft (AG) sagt: „Die ersten 100 Exemplare sind geliefert worden.“ Geht es nach Lange und seinen Mitstreitern, dann soll die Zahl sich schnell erhöhen: „Künftig dauert es eine Woche, bis eine Nachbestellung bearbeitet ist“, sagt der Burgdorfer.

Die Idee für die digitale Notfallkarte stammt aus dem Seniorenrat – und sie soll helfen, schnell Leben zu retten. Deshalb haben die Initiatoren von Anfang an intensiv mit Notärzten und Rettungsdiensten zusammengearbeitet, um Schnittstellen zu finden und mögliche Lücken zu schließen. Interessierte können, so sieht es das Konzept vor, eine digitale Notfallkarte samt integriertem USB-Stick kaufen und diese mit ihren persönlichen Daten rund um Allergien, Vorerkrankungen, Medikamente oder auch Kontaktpersonen bestücken. Diese Karte können sie im Portemonnaie bei sich tragen, so dass Notfallmediziner oder -sanitäter auch bei einer akuten Erkrankung sehr schnell die wichtigen Informationen für die weitere Behandlung finden können.

Digitale Notfallkarte soll lebensnotwendige Zeit sparen

Eine solche Mappe haben sich inzwischen viele Patienten für das häusliche Umfeld zusammengestellt – gleichwohl hilft diese nach den Erfahrungen der Einsatzkräfte nichts oder erst zu spät, wenn jemand auf der Straße erkrankt. „Dann beginnt fast eine Detektivarbeit, und die kostet wertvolle Zeit zu Lasten einer Behandlung“, sagt Lange. Deshalb können Notärzte in Rettungswagen oder Diensthabende in Krankenhäusern künftig die Daten auf der Notfallkarte auslesen und unverzüglich mit der Behandlung beginnen, ohne Gefahr, dass sie möglicherweise ein Medikament verabreichen, gegen das der Patient allergisch ist.

„Die Rettungswagen werden mit einen Sieben-Zoll-Tablet ausgestattet, die Notfallstationen im Krankenhaus mit einem Rechner, der nicht ans Netzwerk angeschlossen ist“, sagt Lange. Er weist darauf hin, die Inhaber der Notfallkarte selbst entscheiden, welche Daten sie speichern. Die Vertreter der helfenden Organisationen müssen Vertraulichkeitserklärungen unterschreiben, sie speichern keine Daten oder archivieren diese. Über den Datenschutz informiert die Arbeitsgemeinschaft die Interessierten – ebenso wie über die Handhabung der Karte.

Arbeitsgemeinschaft hilft bei der Digitalisierung

„Wir haben auf der Notfallkarte eine Bedienungsanleitung hinterlegt, die weiterhelfen soll“, sagt Lange. Zudem erhalten die Inhaber beim Kauf ein Informationsblatt mit den Kontaktdaten der drei AG-Gruppen, inklusive Telefon und E-Mail-Adresse. Denn, das unterstreicht der Burgdorfer, die AG-Teilnehmer bieten auch eine Unterstützung beim Scannen und Speicher der Daten, also der Digitalisierung, an. Mit diesem Konzept stoßen die Burgdorfer inzwischen auch in der Region auf großes Interesse: Seit der ersten öffentlichen Vorstellung gibt es Anfragen aus Burgwedel, Hämelerwald und Helstorf, wo Freiwillige das nichtkommerzielle Angebot einführen wollen.

Zu einer Informationsveranstaltung über die digitale Notfallkarte laden die Aktiven der Arbeitsgemeinschaft – Seniorenrat, Bürger für Bürger und DRK-Ortsverein – alle Interessierten für Mittwoch, 27. März, von 16 bis 18 Uhr in den DRK Aktiv-Treff, Wilhelmstraße 1b, ein. An diesem Tag stellen sie die Karte vor, erklären die Handhabung und vergeben Termine für diejenigen, die Unterstützung bei der Digitalisierung ihrer Daten benötigen. Interessierte können für 10 Euro die Karte kaufen.

Mappe, Karte und Dose soll den Rettern die Arbeit erleichtern

Für eine optimale medizinische Behandlung in einem Krankheits- oder Notfall empfiehlt die Arbeitsgemeinschaft Digitale Notfallkarte – der Seniorenrat, Bürger für Bürger und DRK – drei Säulen, damit Notfallmediziner schnell die wichtigsten Informationen erhalten können.

Notfallordner gehört in jeden Haushalt

In einem klar gekennzeichneten Ordner, möglichst in roter Farbe, sollen Patienten für ihren Haushalt alle Unterlagen zusammenstellen.Dazu gehören ein Medikamentenplan, ein Anamnesebogen, eine Übersicht über Impfungen und Auszüge aus der Patientenverfügung. Ergänzend dazu schlägt die AG vor, auch Arztbriefe, Befunde und Krankenhausberichte, aber auch Ausweise, zum Beispiel für Diabetes oder Herzschrittmacher, Informationen der Berufsgenossenschaft, bei Bedarf die Daten des ambulanten Pflegedienstes sowie, wenn vorhanden, den Versicherungsnachweis der Krankenhaustagegeldversicherung abzuheften.

Digitale Notfallkarte hilft unterwegs

Ab Mittwoch, 27. März, erhalten Interessierte für 10 Euro die digitale Notfallkarte, die sie – wie eine EC- oder Kreditkarte – im Portemonnaie bei sich tragen können. Bei einer akuten Erkrankung unterwegs kann der Notarzt oder Diensthabende eine Notfallpraxis die Daten von einem USB-Stick auslesen. Für eine gute Übersichtlichkeit sollen die Nutzer ihre Unterlagen aus dem Notfallordner digitalisieren und nach der gleichen Systematik abspeichern.

Eine Notfalldose für den Kühlschrank

Bundesweit werben Seniorenvertretungen für die Notfalldose, die jeder in seinem Kühlschrank aufbewahren sollte. Sie hilft Rettern für einen schnellen Überblick, wenn sie zu einem akuten Notfall in eine Wohnung gerufen werden. Dort weist ein Aufkleber an der Innenseite der Wohnungstür darauf hin, dass die Dose sich im Kühlschrank befindet. Auf einem Infoblatt vermerken die Patienten wichtige Daten wie Medikation, Diagnosen, Allergien, bevollmächtigte Personen und Patientenverfügung. Ergänzend können sie einen Stick mit den Daten aus dem Notfallordner in die Dose legen. bis

Von Antje Bismark

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