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Burgdorf Hier kämpfen sich Feuerwehrleute durch einen 400 Grad heißen Container
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Hier kämpfen sich Feuerwehrleute durch einen 400 Grad heißen Container
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00:17 03.05.2019
Als Team müssen sich die Einsatzkräfte ihren Weg durch die rauchigen Container bahnen. Quelle: Laura Beigel
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Burgdorf/Uetze

Nacheinander wagten sich die Feuerwehrtrupps, zusammen mit jeweils einem Trainer, in das Innere der zwei Überseecontainer, die auf dem Vorplatz der Burgdorfer Feuerwehrwache an der Straße Vor dem Celler Tor aufgestellt waren. Aus den Türen quoll Rauch, der Fußboden war mit Asche bedeckt. In den Containern war es dunkel und heiß: „In Türklinken-Höhe ist es so um die 200 Grad warm, an der Decke circa 400 Grad“, erklärte Ausbildungsleiter Uwe Siemons. Einmal drin konnten sich die Einsatzkräfte nur auf ihre Sinne verlassen, während sie auf allen Vieren das Innere erkunden mussten. Ihr Einsatzbefehl: Drei Personen – hier nur Dummys – aus der simulierten 60 Quadratmeter großen Wohnung retten. Und gleichzeitig noch Ausschau halten nach Gasflaschen und einem Ölfass.

Bei diesem Training unter realen Bedingungen gehen die Feuerwehrleute bis an ihre physischen Grenzen. Quelle: Laura Beigel

Solche lebensbedrohlichen Einsätze sind keineswegs unrealistisch für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute. 80 Brandbekämpfer der Feuerwehren Burgdorf und Uetze haben bei dieser ersten Realbrandausbildung auf dem Gelände der Burgdorfer Feuerwehr für den Ernstfall geprobt. Dafür waren drei Trainer um Ausbildungsleiter Uwe Siemons von der Firma Feuercon aus Erkrath nach Burgdorf gereist. Seit 2006 habe die Feuerwehr Burgdorf schon mit einer Realbrandausbildung geliebäugelt, sagte Ortsbrandmeister Florian Bethmann. Denn die Simulation ermögliche es, dass auch Feuerwehrleute, die noch nie an einer wirklichen Brandbekämpfung beteiligt waren, Erfahrungen sammeln können.

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Simulation verlangt Feuerwehrleuten einiges ab

„Ich sage immer, sie sollen die Container als Spielplatz sehen“, sagte Uwe Siemons. Ein Spielplatz, der sich innerhalb kürzester Zeit so umbauen lasse, dass auch das Verhalten bei einer Rauchgasentzündung geübt werden könne. Doch schon allein die Wärmeerfahrung und das einsatztaktische Training verlangten den Feuerwehrleuten alles ab. Nach 20 bis 25 Minuten war der Sauerstoff in den Atemgeräten verbraucht und die Einsatzkräfte sichtlich erschöpft.

Trotzdem fiel das Fazit der Brandbekämpfer durchweg positiv aus. „Ich konnte jetzt erfahren, was im Ernstfall zu tun ist“, sagte Chantal Pahl. Die Kinderfeuerwehrwartin der Ortsfeuerwehr Ramlingen-Ehlershausen war kurzerhand für einen erkrankten Kollegen eingesprungen. „Ich fand es super und würde es immer wieder machen.“

Von Laura Beigel