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Burgdorf Gedenkweg 9. November erinnert an Reichspogromnacht
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Gedenkweg 9. November erinnert an Reichspogromnacht
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15:14 06.11.2019
Zum jüdischen Friedhof an der Uetzer Straße führt am Sonnabend der Gedenkweg 9. November. Quelle: privat
Burgdorf

An die Reichspogromnacht vor 81 Jahren erinnert am Sonnabend, 9. November, der ArbeitskreisGedenkweg 9. November“ mit einer Ansprache, einem gemeinsamen Gang zum jüdischen Friedhof und einer Andacht. Am 9. November 1938 starben mehr als 1300 Menschen, weit mehr als 1400 Synagogen in Deutschland und Österreich wurden stark beschädigt oder ganz zerstört. Angesichts des jüngsten Ereignisses sei das öffentliche Erinnern immer wieder notwendig, sagt Judith Rohde , Sprecherin des Arbeitskreises, und verweist damit auf den Anschlag auf die Synagoge in Halle am 9. Oktober.

Rohde und ihre Mitstreiter laden deshalb alle Burgdorfer zum Gedenken an die jüdischen Opfer der Verfolgung im Nationalsozialismus ein. Der Weg beginnt um 18.30 Uhr am Rathaus I, Marktstraße 55, wo Bürgermeister Armin Pollehn über die bleibende Bedeutung der Erinnerungskultur für Politik und Gesellschaft in Burgdorf sprechen wird. Über die Stolpersteine an der Louisenstraße, Poststraße und Uetzer Straße führt der Gedenkweg zum jüdischen Friedhof, an den Stolpersteinen werden Brigitte Janssen, Tobias Teuber und Heidelore Pedde mit einem kurzen Beitrag an die jüdischen Mitbewohner erinnern. Zum Abschluss auf dem jüdischen Friedhof hält Pastorin Friederike Grote eine Andacht, Männer sollten eine Kopfbedeckung auf dem Friedhof tragen.

Lesen Sie auch: Nach Anschlag in Halle gedenken 60 Burgdorfer der Opfer.

Gottesdienst gegen Antisemitismus

Außerdem organisieren Pastorin Grote und Rohde für Sonntag, 10. November, einen besonderen Gottesdienst mit der Überschrift „Antisemitismus erinnern – Antisemitismus bekämpfen“. Dieser beginnt um 11 Uhr im Gemeindehaus der St.-Pankratius-Kirche an der Lippoldstraße. Zu diesem Gottesdienst hat der Verein Begegnung Christen und Juden niedersachsenweit Gemeinden aufgerufen, um ein gemeinsames Zeichen nach dem Anschlag in Halle zu setzen.

Von Antje Bismark

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