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Burgdorf IGS stellt auf einen Schlag 16 neue Lehrer ein
Aus der Region Region Hannover Burgdorf IGS stellt auf einen Schlag 16 neue Lehrer ein
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06:00 16.08.2019
Zwei der 16 neuen Lehrkräfte an der IGS Burgdorf: Ina Mania (links) und Cara-Caline Bock freuen sich auf ihre neuen Aufgaben. Quelle: Thomas Böger
Burgdorf

Für die noch im Aufbau befindliche Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule mit jetzt insgesamt 72 Lehrkräften bedeutet die Einarbeitung so vieler neuer Kollegen eine zusätzliche Aufgabe. „Aber wir haben dafür ein ganz gutes Verfahren entwickelt“, sagt Schulleiterin Saskia Matschke. Die Neuen werden in die Jahrgangsteams aufgenommen und stets zusammen mit erfahrenen Kollegen eingesetzt. „Wir besprechen mit ihnen unser Leitbild, erklären unseren Namen und erläutern ihnen die Strukturen“, nennt Matschke weitere Bausteine der Willkommenskultur an der IGS.

Bei Ina Mania ist das gut angekommen. „Das Team ist freundlich, herzlich und hilfsbereit“, sagt sie. Die 55-Jährige arbeitet zwar seit mehr als 25 Jahren als Lehrerin, aber zum ersten Mal an einer IGS. Sie ist von Salzgitter nach Ehlershausen gezogen, und hatte sich zunächst an zwei Oberschulen im Kreis Celle beworben. „Aber ich bin glücklich hier“, sagt sie.

Berufsanfängerin bekommt Hilfe von „alten Hasen“

Cara-Caline Bock unterrichtet wie Mania Deutsch und Naturwissenschaften – aber jetzt zum ersten Mal als vollwertige Lehrerin. Sie hat gerade ihr Referendariat an einem Gymnasium in Aachen absolviert. Doch als gebürtige Hildesheimerin wollte die 29-Jährige möglichst nach Niedersachsen zurück. Deshalb bewarb sie sich an mehreren Schulen, wurde von Matschke zu einen Vorstellungsgespräch eingeladen und erhielt prompt die Stelle. „Mir gefiel das Profil der Schule“, sagt Bock, „und ich finde es spannend, den weiteren Aufbau mitgestalten zu können.“

Für sie ist es neu, als Klassenlehrerin für alle Belange der Schüler Ansprechpartnerin zu sein. „Der Verantwortungsbereich ist größer geworden“, nennt sie einen wesentlichen Unterschied zur Tätigkeit als Referendarin, bei der sie eine reine Fachkraft war. „Da prasselt viel auf uns ein“, beschreibt Bock ihre Situation als Berufsanfängerin. „Aber man muss es nicht alleine durchstehen.“ Denn zum einen seien da noch 15 weitere Neulinge, und zum anderen bekomme sie Hilfe von den „alten Hasen“.

Zu denen zählt Mania eigentlich auch, aber Strukturen und die Organisation des Unterrichts seien an der Gesamtschule ganz anders als an der Realschule, an der sie vorher arbeitete. „Allein die vielen Abkürzungen“, sagt sie. Fachlich ergäben sich für sie dagegen keine Veränderungen, methodisch und didaktisch schon eher.

Schon am ersten Schultag protestieren Eltern

Mania hat allerdings ein Spezialproblem: Wegen neu hinzugekommener Schüler musste eine zusätzliche siebente Klasse gebildet werden, die sie mit einer zweiten Kollegin als Klassenlehrerin übernommen hat. Zusammengesetzt wurde sie aus jeweils fünf Jungen oder Mädchen aus den bisherigen sechsten Klassen. „Das hat schon Tränen gegeben“, berichtet Mania. Schon am ersten Schultag seien Eltern gekommen und hätten gegen die Versetzung ihrer Kinder protestiert. „Gleich das volle Programm“, sagt sie. Ihre eigene Position sei eine Argumentationshilfe gewesen. „Ich bin doch auch neu“, habe sie gesagt, „und die beiden Mädchen wollen mir nun eine Chance geben.“

Beide Neulinge an der Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule gehen ihren Job mit Enthusiasmus an. „Für mich war schon lange klar, dass ich irgendwann noch einmal etwas Neues machen muss“ sagt Mania. „Jetzt bin ich motiviert bis in die Haarspitzen.“

Von Thomas Böger

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