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Burgdorf Investor plant 33 Wohnungen an der Gartenstraße
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16:58 06.11.2019
So soll das Wohnungsbauprojekt auf dem Kerpen-Areal an der Gartenstraße einmal aussehen. Quelle: Fink + Team (Fotomontage)
Burgdorf

Der Wohnungsmarkt in Burgdorf ist leer gefegt. Die Stadt braucht daher dringend neuen Wohnraum. Jetzt will ein Investor auf dem ehemals gewerblich genutzten Kerpen-Areal an der Gartenstraße 7 ein Wohnungsbauprojekt verwirklichen und verhandelt mit der Stadt. Die zögert allerdings noch. Denn das Bauamt ist gegenwärtig mit annähernd 20 Hochbauprojekten mehr als ausgelastet.

Mehrfamilienhaus mit 33 Wohnungen geplant

Komfortabler könnte die Situation für die Stadt kaum sein. Nicht nur für den Dorfkern von Otze steht ein bauwilliger Investor bereit, um sofort Wohnraum zu schaffen. Inzwischen hat mit der KAI-E GmbH des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Ahmet Kuyucu und des Gartenbauunternehmers Ozan Ibrik ein weiterer Investor an die Rathaustür geklopft. Kuyucu und Ibrik wollen gemeinsam an der Gartenstraße ein mehrgliedriges Mehrfamilienhaus mit 33 Wohnungen errichten.

An der Gartenstraße 7 will der Investor KAI-E GmbH 33 Wohnungen bauen.

Die S&S Projektentwicklung UG von Jens Saatmann und Dominik Semrau ist erst Anfang September mit dem Anliegen bei der Stadt abgeblitzt, für den Raupers Hof in Otze zeitnah ein Bebauungsplanverfahren auf den Weg zu bringen. Sie hatten der Stadt sogar avisiert, die Planung auf eigene Kosten in die eigenen Hände zu nehmen.

KAI-E GmbH verhandelt seit Monaten mit Bauamt

Droht nun der KAI-E GmbH in der Innenstadt womöglich das gleiche Schicksal? Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Kuyucu verhandelt seit Monaten mit der am Rande ihrer Kapazitäten arbeitenden Bauverwaltung und musste sein Vorhaben bereits deutlich abspecken. Ursprünglich hatte er dreieinhalb Geschosse hoch und ergo noch mehr Wohnungen bauen wollen, was das ganze Projekt für ihn einträglicher gemacht hätte. Das war jedoch nach Auffassung der Bauverwaltung baurechtlich nicht zulässig, wie Bauamtsleiter Andreas Fischer sowohl dem Investor als auch den Baupolitikern des Rates bedeutete.

An der Gartenstraße 7 hat die Fenster- und Türen-Firma Kerpen längst den Betrieb eingestellt. Das Gelände liegt nun brach. Ein Investor will dort Wohnungen errichten. Quelle: Joachim Dege

Kuyucu, der bereits in verschiedenen Ratsfraktionen und Anfang dieser Woche auch noch einmal im nicht öffentlichen Teil der Bauausschusssitzung des Rates eindringlich für sein Vorhaben warb, will sich zurzeit nicht öffentlich äußern, sondern erst einmal abwarten. Die Ratsfraktionen, so bestätigte der Bauausschussvorsitzende Volkhard Kaever (WGS), signalisierten Kuyucu, dass sie sich bis Anfang Dezember eine Meinung gebildet haben und sagen wollen, wie es aus ihrer Sicht weitergehen kann.

Gegliederter Klinkerbau steht auf Tiefgarage

Die KAI-E GmbH hat nach Informationen dieser Zeitung schon vor geraumer Zeit von der ehemaligen Kerpen Bauelemente GmbH deren Areal an der Gartenstraße 7 erworben und dann das Architekturbüro Fink + Team aus Hannover mit der Planung des Mehrfamilienhausprojekts in vier miteinander verbundenen, zweieinhalbgeschossigen Baukörpern beauftragt. Am Montag verteilte Kuyucu im Bauausschuss Pläne und Fotomontagen. Sie zeigen einen auf eine Tiefgarage mit 25 bis 28 Stellplätzen zu errichtende Wohnanlage mit 15 Zweizimmer-, 14 Dreizimmer- und vier Vierzimmerwohnungen. Ein zur Gartenstraße hin ausgerichtetes Zwerchhaus zitiert die Nachbarbebauung. Die Dächer verfügen über etliche Gauben. Auch Balkone und große Dachterrassen sind vorgesehen.

Wie die Bauherren des Bauvorhabens Raupers Hof in Otze hofft auch Kuyucu auf ein zeitnahes Bebauungsplanverfahren. Ob das möglich sein wird, ließ Bürgermeister Armin Pollehn (CDU) auf Nachfrage offen. Er verwies darauf, dass die Kapazitäten der Bauverwaltung ausgereizt seien. Der neue Rathauschef will nach eigenem Bekunden aber unbedingt vermeiden, dass einzelne Bauprojekte gegeneinander ausgespielt werden. Das ließe sich nur mit einem städtebaulichen Gesamtkonzept für die Kernstadt und sämtliche Ortsteile erreichen: „Wir haben die Aufgabe, die Stadt als Ganzes zu sehen.“

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Von Joachim Dege

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