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Burgdorf Ist Straße zwischen IGS-Standorten sicher?
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16:36 14.02.2019
Dort wo das rote Auto steht – in Höhe des Haupteingangs der Zweigstelle der Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule (rechts) – soll nach dem Willen der Schule der Zebrastreifen über die Straße Im Langen Mühlenfeld angelegt werden. Im Hintergrund links liegt der Hauptstandort der Gesamtschule mit dem Turm auf dem Dach. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
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Burgdorf

Die integrierte Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule (RBG) hat bereits am 1. August 2018 die Stadtverwaltung aufgefordert, auf der Straße Im Langen Mühlenfeld in Höhe der Grenzstraße ein Tempo-30-Schild „ergänzend“ aufzustellen und einen Zebrastreifen vor dem Ausgang der RGB-Nebenstelle, der ehemaligen Prinzhornschule, anzulegen. Die Stadt hatte diese Forderungen mit Schreiben vom 31. August abgelehnt.

Ende Januar hatten der scheidende Schulleiter Rudolf Alker und der Vorsitzende des Schulelternrats Jörg Fröhlich ein weiters Schreiben an Bürgermeister Alfred Baxmann geschickt, in dem sie die Forderung erneuern. Jetzt soll es am Freitag, 15. Februar, einen verwaltungsinternen Ortstermin mit den zuständigen Vertretern der Stadt und der Schulleitung geben. Das ist am Donnerstag bekannt geworden.

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Hintergrund der Forderung: Seit Schuljahrsbeginn hat die Gesamtschule zwei Standorte: Zusätzlich zum Gebäudekomplex an der Ecke Vor dem Celler Tor/Im Langen Mühlenfeld nutzt sie die ehemalige Prinzhornschule, den sogenannten P-Trakt, ein paar Hundert Meter entfernt an derselben Straße gelegen. Das hat zur Folge, dass 250 bis 325 Schüler täglich die Straße überqueren, um die Fachräume, die Sporthallen und den Verwaltungstrakt am Hauptstandort der RGB zu erreichen. Belegt hat die Schulleitung diese Zahlen mit einer detaillierten Aufstellung, wann die Schüler des achten Jahrgang – er ist im P-Trakt untergebracht – zum Unterricht ins Hauptgebäude müssen.

„Dieses Fußgängeraufkommen macht es unserer Meinung nach dringend nötig, hier Maßnahmen zu treffen, welche die Sicherheit unserer Kinder gewährleisten“, heißt es in dem gemeinsamen Brief von Schulleitung und Schulelternrat. Ab Sommer 2019 werde sich dieses fast verdoppeln, wenn in den P-Trakt ein weiterer Jahrgang einzieht und der aktuelle achte Jahrgang achtzügig sein wird. „Hier weiterhin seitens des Schulträgers untätig zu bleiben, halten wir für unverantwortlich“, heißt es in dem Brief. Nicht zuletzt stehe die Stadt als Straßenverkehrsbehörde in der Verantwortung. „Ein Kostenfaktor – wie Sie schreiben – darf hier keine Rolle spielen!“

Alker und Fröhlich verweisen in dem Schreiben auch auf die Unfälle mit Schülern in den vergangenen Wochen und Tagen auf den Straßen in Burgdorf. Erst am Mittwoch ist ein neunjähriger Grundschüler beim Überqueren der Straße Vor dem Celler Tor auf dem Überweg angefahren worden. Vor zehn Tagen hat ein Auto eine Elfjährige auf einem Zebrastreifen auf dem Ostlandring erfasst. Sie erinnern zudem an die tödlichen Unfälle von Schülerinnen in Burgdorf und Lehrte. In Burgdorf hat sich nach dem tödlichen Unfall im November in Burgdorf die Elterninitiative „Sicherer Schulweg“ gegründet. „Die Initiative steht immer im Kontakt mit uns“, sagt RGB-Schulleiterin Saskia van Waveren-Matschke.

Von Anette Wulf-Dettmer

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