Burgdorf: JohnnyB. bekommt neues Dach für 330.000 Euro
Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Burgdorf Stadt investiert gut 330.000 Euro in neues JohnnyB.-Dach
Aus der Region Region Hannover Burgdorf

Burgdorf: JohnnyB. bekommt neues Dach für 330.000 Euro

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:39 30.07.2020
Projektleiter Reiner Warnecke zeigt die Holzverkleidung, auf die Arbeiter jetzt noch Zinkbleche als Wetterschutz bauen. Quelle: Antje Bismark
Anzeige
Burgdorf

Noch bestimmen Handwerker das Geschehen im Obergeschoss des JohnnyB. – doch schon bald nach den Sommerferien sollen die Mitarbeiter und Besucher des Jugendzentrums die Räume wieder nutzen können. Gut 330.000 Euro investiert die Stadt Burgdorf in die Sanierung und beendet damit ein Provisorium, das vor knapp zwei Jahren begonnen hat.

Beim Bau des Gebäudes vor mehr als 50 Jahren verwendeten die Firmen sogenannte Wellstegträger. Sie haben die Form eines Doppel-T-Trägers mit einem dünnen Sperrholzsteg. Dieser verleimte Sperrholzsteg kann im Lauf der Jahrzehnte Schaden nehmen, wenn ungünstige Bedingungen zusammenkommen. Insbesondere Feuchtigkeit und mangelnde Durchlüftung machen dem Sperrholz massiv zu schaffen, vor allem wenn – wie in diesem Fall – das Dach kaum ein Gefälle hat, sodass sich das Wasser staut. Im Laufe der Jahre schwindet der Kleber, Regenwasser kann in die darunter liegenden Räume eindringen und die Statik gefährden.

Anzeige
Auf dem Flachdach zwischen JohnnyB. und dem StadtHaus sammelt sich das Wasser - nach Einschätzung der Baufachleute drohen dort die nächsten Arbeiten. Quelle: Antje Bismark

Stadt ließ Räume sperren

Im JohnnyB. betraf dies unter anderem den Computerraum, den Bewegungsraum, den Musikraum und Büros sowie Toiletten und eine Teeküche, die die Stadt deshalb vorsichtshalber sperren und mit Stützbalken versehen ließ. „Uns war von Anfang an klar, dass wir das Dach grundlegend sanieren müssen“, sagt Gebäudemanager Reiner Warnecke mit Blick auf die seinerzeit verordnete Sperrung. In diesem Sommer nun räumten städtische Mitarbeiter zunächst die Möbel aus dem JohnnyB. ins Rathaus I, anschließend entfernten Bauarbeiter die Leuchten und die Deckenelemente – parallel dazu nahmen Beschäftigte der Dachdeckerei Laue die Planen auf und entsorgten sie. Am Ende standen die Mauern der Räume unter freiem Himmel und wurden notdürftig zum Schutz abgedeckt.

„Dazu haben sie das Dach in drei Bauabschnitte aufgeteilt, weil es mit der Manpower gar nicht anders zu leisten war“, sagt Warnecke auch mit Blick auf das durchaus verregnete Wetter der vergangenen Wochen. Seinen Angaben zufolge bekommt das Dach jetzt ein Gefälle, damit das Wasser besser als bislang ablaufen kann. „Das Gefälle legt die Herstellerfirma des Dämmmaterials schon bei der Produktion nach den Vorgaben der Planer an und fertig die Matten entsprechend“, sagt der Gebäudemanager. Jede Matte erhalte eine Kennziffer, sodass die Arbeiter auf der Baustelle sie entsprechend einsetzen können.

Bauarbeiter der Firma Laue haben das Dach auf dem JohnnyB. in den vergangenen Wochen saniert. Quelle: Antje Bismark

Arbeiten dauern mindestens bis zum Ferienende an

Inzwischen liegt das neue Dach auf dem Gebäude, bei dem die einstige Betonverkleidung an der oberen Fassade ebenfalls entfernt wurde. Sie wird ersetzt durch Holz, das die Wärme besser halten soll, und einen Mantel aus Zinkblechen, die als Schutz vor dem Wetter dienen. Noch mindestens bis zum Ende der Sommerferien aber werden die Arbeiten andauern, wie Warnecke bei einem Ortstermin sagt. So hat zwar der Trockenbauer bereits die neuen Decken eingesetzt und verspachtelt, aber der Maler muss noch für den neuen Anstrich sorgen, ehe dann die Möbel wieder zurückgeholt werden können.

Ausgeschrieben habe die Verwaltung nach den Plänen des Burgdorfer Büros Höhlich & Schmotz die Aufträge für Dachdecker und Gerüst, sagt Warnecke und fügt hinzu, die Baukosten von gut 330.000 Euro seien im Etat der Stadt für dieses Jahr eingeplant – und sie würden nach jetzigem Stand auch eingehalten.

Derzeit können die Mitarbeiter und die Besucher des JohnnyB. das Obergeschoss nicht nutzen. Quelle: Antje Bismark

Von Antje Bismark