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Burgdorf Eltern plädieren für mehr Rücksichtnahme
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00:17 30.12.2018
Cinza Conti und Williams Piro verteilen mit anderen Eltern insgesamt 2000 Flyer für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Quelle: Antje Bismark
Burgdorf

Der tödliche Unfall einer 16-Jährigen hat viele Burgdorfer in puncto Verkehrssicherheit aufgeschreckt – eine Gruppe von engagierten Eltern nimmt den 23. November zum Anlass, um auf mehreren Wegen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu werben. „Unsere Aktionen richten sich nicht gegen eine Gruppe wie Auto- oder Radfahrer, sondern wir appellieren an alle Verkehrsteilnehmer, mehr Rücksichtnahme aufeinander zu nehmen“, sagt Mady Fahrenholtz, eine der Initiatorinnen.

Ihr Kind besucht ebenso wie der Nachwuchs von Cinza Conti und Williams Piro eine fünfte Klasse der IGS und erlebte den morgendlichen Unfall unmittelbar mit. Über WhatsApp informierten sich die Eltern darüber, wie die Kinder zur Schule gekommen waren und wie es ihnen nach dem Unfall ging – wie viele andere Klassen auch. Doch das Trio wollte anschließend nicht zur Tagesordnung übergehen. „Wir hatten schon bei der Fahrradprüfung in Klasse 4 gesehen, wie unsicher einige Schüler waren“, sagt Fahrenholtz. Ihr Eindruck: Sobald die Jungen und Mädchen auf dem Rad sitzen könnten, würden die Eltern sie allein fahren lassen. Dabei müssten sie auf dem Weg durch die Stadt solche Situationen wie das Fahren durch einen Kreisel oder richtiges Anhalten an Ampeln eigentlich erst einmal trainieren. „Dazu gehört zum Beispiel auch zu zeigen, wie groß der tote Winkel bei einem Lastwagen tatsächlich ist“, sagt Piro und sieht die Verantwortung für die richtige Verkehrserziehung bei Eltern und Lehrern gleichermaßen.

Postkarten und Plakate sollen aufrütteln

Deshalb organisierten die Eltern im Dezember zwei Treffen, bei denen sie mögliche Aktionen planten. So verteilen sie derzeit im Stadtgebiet insgesamt 2000 Postkarten mit dem Spruch „Ich habe mein Leben noch vor mir. Fahr bitte vorsichtig und achte auf Kinder im Straßenverkehr“. Die Resonanz sei bisher sehr gut gewesen, sagt Conti. So hätten Lehrer und andere Eltern die Karten in größerer Menge abgenommen, um sie weiterzugeben – die Kosten dafür tragen die Aktiven aus eigener Tasche. Sie möchten zudem im Stadtgebiet großflächig plakatieren und auf den Schilder für mehr Rücksichtnahme werben. „Wir erhoffen uns einen ähnlichen Effekt wie bei den mahnenden Fotos an Autobahnen und Landstraßen“, ergänzt Piro.

Und nicht zuletzt tragen sie über die Facebook-Gruppe „Burgdorfer Elterninitiative Sicherer Schulweg“ ihre Idee in möglichst viele Elternhäuser, Schulen und Kitas. In der Gruppe hätten sich inzwischen mehr als 90 Interessierte angemeldet, sagt Piro und verspricht sich eine höhere Sensibilität für das Thema. Um ihre Vorhaben realisieren zu können, führen die Initiatoren derzeit viele Gespräche – auch mit Polizei und Verwaltung. „Und wir hoffen neben weiteren Eltern auch auf Sponsoren, die uns unterstützen“, sagt er. Weitere Informationen über die Aktivitäten erhalten Interessierte per E-Mail initiative.sicherer.schulweg@gmail.com bei Piro.

Von Antje Bismark

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