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Burgdorf Ortsfeuerwehr rettet 38 Menschen aus Lebensgefahr
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Ortsfeuerwehr rettet 38 Menschen aus Lebensgefahr
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16:06 24.02.2019
Sie haben ihre Truppmannausbildung Teil eins beendet und sind zu Feuerwehrmännern ernannt und vereidigt worden: Björn Knoche (von links), Scott Stumpe, Bastian Kroll und Niklas Gottschalk. Quelle: Laura Beigel
Burgdorf

248 Einsätze und mehr als 4850 Dienststunden – das ist die Bilanz der Ortsfeuerwehr Burgdorf für 2018. Für Ortsbrandmeister Florian Bethmann ein eher „ruhiges Einsatzjahr“, wie er in der Jahresversammlung am Sonnabendabend in der Fahrzeughalle der Feuerwache erklärte. 75 Prozent der Einsätze seien dabei im Stadtgebiet geleistet worden: „Von der Katze im Baum bis zum Vollbrand des Forsthauses hatten wir alles dabei“, sagte Bethmann.

Besonders stolz ist der Ortsbrandmeister, dass die Einsatzkräfte 38 Menschenleben retten konnten. Das sei eine sehr beeindruckende Leistung, lobte er seine insgesamt 91 Kameraden. Die Feuerwehrleute haben bei Verkehrsunfällen, Bränden und mit dem Öffnen von Wohnungstüren Menschen geholfen, die sich in akuter Lebensgefahr befanden, erklärte er.

Bethmann ließ auch diesmal wieder Kritik in seinen Jahresrückblick einfließen: Ein „absolut nicht nachvollziehbarer und nicht haltbarer Zustand“ sei die Versorgung mit Lehrgangsplätze für Maschinisten. Dieser Lehrgang wird von den Feuerwehrmännern und -frauen benötigt, damit sie Pumpen und Aggregate der Feuerwehrautos bedienen dürfen, und gehört zur Basisausbildung der Ehrenamtlichen. „Für das aktuelle Jahr haben wir nicht einen dieser Lehrgänge bekommen“, sagte Bethmann, sichtlich unzufrieden. Zuständig für ein ausreichendes Lehrgangsangebot ist die Region Hannover.

Ebenso unzufrieden ist die freiwillige Feuerwehr mit dem digitalen Verwaltungsprogramm FeuerON. „Manchmal verschwinden Einsatzkräfte, manchmal ganze Fahrzeuge“, beschreibt er die auftretenden Programmfehler. Zudem wünscht Bethmann sich geeignete Tablets auf denen unter anderem die neuen 246 Notfallpunkte auf digitalen Karten exakt angezeigt werden.

Feuerwehr erhält Digitalfunk

Dass die Feuerwehren insgesamt gut ausgerüstet und ausgebildet seien, betonte Bürgermeister Alfred Baxmann: „Solange wir eine funktionierende Feuerwehr haben, ist mir um unsere Gesellschaft nicht Bange.“ Zur weiteren Unterstützung der ortsansässigen Feuerwehren kündigte der Leiter der städtischen Ordnungsabteilung, Christian Enderle, an, dass in diesem Jahr unter anderem ein neues Tanklöschfahrzeug, ein Waldbrandbekämpfungsset angeschafft sowie der Digitalfunk eingeführt werden sollen. „Dass der Digitalfunk noch kommt, habe ich bald schon nicht mehr geglaubt“, scherzte Abschnittsleiter Detlef Hilgert in seiner Rede. Er griff auch das Thema der Einsatzbehinderung durch Gaffer auf: Hilgert plädierte für eine „schärfere Verurteilung“ von Schaulustigen, die das Einsatzgeschehen hindern oder beeinträchtigen würden.

Ernennungen und Ehrungen

Zu jeder Jahresversammlung gehören Ehrungen und Ernennungen. Von Stadtbrandmeister Dennis Heuer zum Feuerwehrmann ernannt wurden Jan Fahrenholtz, Niklas Gottschalk, Björn Knoche, Bastian Kroll, Sophia Sommer und Scott Stumpe. Zu Oberfeuerwehrmännern befördert wurden Horst Haupt und Jan Kruse sowie zu Hauptfeuerwehrmännern Patrik Erbguth, Dave Glienke und Stefan Heinze. Zu Ober-, Haupt- und Löschmeistern ernannt wurden Klaus Wickboldt, Ralf Schuppa, Dennis Fischer und Marco Henze. Brandmeister dürfen sich künftig Simon Grabow und Kai Katzberg nennen. Für ihre 25-jährige beziehungsweise 60-jährige Mitgliedschaft erhielten Marc Henties, Kemal Baran und Peter Paulig Auszeichnungen.

Von Laura Beigel

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