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Burgdorf Romy Robst durchquert Alpen zu Fuß – für Schüler in Syrien
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Romy Robst durchquert Alpen zu Fuß – für Schüler in Syrien
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19:15 02.06.2019
Wandern für eine bessere Welt: Die 37-jährige Romy Robst aus Ramlingen auf einer ihrer Wanderungen. Quelle: privat
Ramlingen

Romy Robst aus Ramlingen ist eine erfahrene Wanderin. Die nächste Tour, die die 37-Jährige sich vorgenommen hat, ist jedoch eine besondere: 44 Tage lang will sie durch die Alpen wandern, größtenteils allein, nur in Begleitung ihrer Hündin Lotte. Ihre Strecke ist der „Sentiero della pace“, zu Deutsch: Friedensweg. Er ist 670 Kilometer lang und führt an der ehemaligen italienisch-österreichischen Frontlinie des Ersten Weltkriegs entlang. Ihre Wanderleidenschaft verbindet Robst mit zwei Anliegen: Sie will an die Schrecken des Ersten Weltkriegs erinnern und gleichzeitig etwas tun, um das Leben in heutigen Kriegsregionen zu verbessern. Dafür sammelt sie während ihrer Tour Spenden für eine Schule im syrischen Idlib.

Romy Robst startet am Pfingstmontag am Stilfser Joch

Nur mit einem zwölf Kilogramm schweren Rucksack, der alles enthält, was sie und ihr Hund brauchen, will die selbstständige Klinikberaterin am Pfingstmontag, 10. Juni, am Stilfser Joch starten. Vom Vinschgau aus geht es bis in die Dolomiten. Endstation wird der Ort Sexten Dolomiten sein.

Im Ersten Weltkrieg wurde in den Südtiroler Alpen auf 3850 Metern Höhe Krieg geführt. Noch immer zeugen Befestigungsanlagen, in den Fels gegrabene Stollen und weggesprengte Berge davon. Auf den Gipfeln der Alpen forderte der Krieg 150.000 Tote. Die meisten Opfer starben durch Kälte oder Lawinen. „Wir dürfen unsere Vergangenheit nicht vergessen“, sagt Robst. „Nur was wir kennen, können wir begreifen und in Zukunft besser machen.“

Spendenziel der Bloggerin: 200 Euro für jeden Wandertag

Deshalb hat die Wanderin die Patenschaft für ein Schulprojekt in Syrien übernommen. 200 Euro pro Tag kostet der Schulbetrieb für die 360 Schüler inklusive Verpflegung und Schulmaterial. Robsts Ziel: Für jeden Tag der Wanderung sollen die Kinder in Idlib einen Tag zur Schule gehen können. Über ihren Blog fordert Robst zum Spenden auf: Ob ein Cent für jeden Kilometer auf dem Friedensweg oder 10 Cent für jede Stunde, die sie sich einen Berg hoch- oder herunterquält – die Wanderin freut sich über jeden Betrag. Zusätzlich möchte sie auch unter Wanderern, denen sie während ihrer Tour begegnet, für das Projekt werben. 8800 Euro will sie auf diese Weise zusammenbekommen.

Wie wichtig Schulbildung für junge Menschen ist, sehe sie an ihrem arabischen Pflegesohn, sagt Robst. Der junge Ägypter kam als 15-Jähriger ohne Deutschkenntnisse in ihre Familie und absolviert jetzt eine Tischlerlehre. Das Spendenprojekt hat Robst nach eigenem Bekunden mit Bedacht gewählt. Das Engagement der Hilfsorganisation Syrienhilfe hat sie überzeugt. „Hundert Prozent des Geldes kommen bei den Menschen vor Ort an“, sagt sie.

Wer mag, kann Romy Robst auf ihrer Wanderung virtuell folgen. In ihrem Blog gibt es auch die Möglichkeit zu spenden.

Von Gabriele Gerner

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