Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Burgdorf Seniorencaféstube schließt nach 18 Jahren und 13.300 Tassen Kaffee
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Seniorencaféstube schließt nach 18 Jahren und 13.300 Tassen Kaffee
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:10 03.11.2019
Großer Andrang herrscht am letzten Kuchenbüfett der Seniorencaféstube. Quelle: Laura Beigel
Burgdorf

Nach fast 18 Jahren ist Schluss – die Seniorencaféstube der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Caritas und Diakonie hat am Sonntag zum letzten Mal die Kaffeetafel gedeckt. Zahlreiche Senioren waren der Einladung gefolgt und genossen zur Musik des Caritas-Singkreises kostenlosen Kaffee und Kuchen.

Caféstube verzeichnet zuletzt sinkende Besucherzahlen

Rund 6545 Gäste haben die ehrenamtlichen Helfer der Wohlfahrtsverbände insgesamt bewirtet, rechnete Dieter Frank vor. Seit rund zehn Jahren gehört das AWO-Mitglied zum Organisationsteam der Seniorencaféstube – ebenso wie Ingrid Helm, Karin Lüke, Ruth Beneke und Peter Sachert.

Der Caritas-Singkreis sorgt für die musikalische Unterhaltung. Quelle: Laura Beigel

Zu Beginn seien noch rund 50 Senioren zu den Kaffeenachmittagen gekommen, doch mit der Zeit wurden es immer weniger. „Manchmal waren wir mehr Helfer als Gäste“, sagte Ruth Beneke von der Diakonie. Doch die niedrige Besucherzahl sei nicht der einzige Grund für die Schließung gewesen: „In den 18 Jahren sind auch unsere Helfer nicht unbedingt jünger geworden.“ Mögliche Nachfolger hätten sich nicht gefunden.

13.300 Tassen Kaffee wurden ausgeschenkt

Gegründet wurde die Seniorencaféstube, weil Kaffee und Kuchen in den Läden der Stadt für Senioren damals zu teuer schienen. „Für viele Menschen war die Caféstube in der Südstadt daher ein Anlaufpunkt“, sagte Beneke. Dort konnte man sich stets für 2 Euro bei Kaffee und Kuchen zum Austausch treffen. „Obwohl wir immer um 14.30 Uhr begonnen haben, waren manche schon um 13.30 Uhr hier.“ Die meisten seien regelmäßig gekommen und hätten schlussendlich sogar ihre eigenen Stammplätze an den Tischen in der Paulus-Gemeinde gehabt.

Was den Ehrenamtlichen besonders viel bedeute, sei die große Dankbarkeit, die ihnen vonseiten der Senioren entgegengebracht worden sei. Denn viele der Gäste seien alleinstehend und hätten sich über die Gemeinschaft bei Kaffee und Kuchen immer sehr gefreut. Umsorgt wurden sie von bis zu zwölf Helfern, die in den Jahren rund 13.300 Tassen Kaffee ausgeschenkt haben. An Speis und Trank sei grundsätzlich nie viel übrig geblieben, sagte Ingrid Helm von der Diakonie.

Gibt es eine Fortsetzung der Caféstube?

Zur letzten Seniorencaféstube am Sonntag waren auch Pastor Matthias Paul, Pfarrer Martin Karras und der ehemalige Bürgermeister Alfred Baxmann gekommen. Als Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement überreichte Paul den Wohlfahrtsverbänden, in Vertretung von Dieter Frank, Ruth Beneke und Karin Lüke, kleine Blumenbouquets in Törtchen-Optik.

Pastor Matthias Paul dankt den Wohlfahrtsverbänden für ihr Engagement. Quelle: Laura Beigel

„Vielleicht“, sagte der Pastor, „findet sich noch jemand, der alle drei Monate ein gemeinsames Kaffeetrinken in der Paulus-Gemeinde arrangieren könnte.“ Und schürte damit neue Hoffnung für eine mögliche Fortsetzung der Caféstube.

Lesen Sie auch:

Dauerbürgermeister Alfred Baxmann tritt ab

Diese Burgdorfer vertreten die Interessen der Senioren in der Stadt

Von Laura Beigel

Die Polizei ermittelt in einem kuriosen Fall von Alkohol am Steuer: Ein 69-Jähriger, der am Wochenende eigentlich selbst eine Strafanzeige erstatten wollte, ist mit seinem Auto angetrunken zur Polizeiwache in Burgdorf gefahren.

03.11.2019

Bei einer Kneipenschlägerei hat ein 30 Jahre alter Mann am Wochenende in Burgdorf Kopfverletzungen erlitten. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung.

03.11.2019

Das städtische Jugend- und Kulturhaus JohnnyB. bietet seit Ende Oktober einen neuen Sportkurs für Mädchen an. Zu Musik trainiert die Gruppe Tanzchoreografien und Fitnessübungen ein. Wer noch mitmachen möchte, kann sich jetzt anmelden.

03.11.2019