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Burgdorf So bewahrt Tabea Lampe Lebensmittel vor der Tonne
Aus der Region Region Hannover Burgdorf So bewahrt Tabea Lampe Lebensmittel vor der Tonne
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08:27 30.07.2019
Ernährungsberaterin Tabea Lampe arbeitet an einem Ratgeber, wie Konsumenten ihre Lebensmittel vor der Tonne bewahren. Quelle: Antje Bismark
Burgdorf

Der Geruch. Die Farbe. Die Konsistenz. Der Geschmack. Mit vielen Sinnen können Verbraucher feststellen, ob ein Nahrungsmittel noch genießbar ist – oder ob es tatsächlich in die Tonne gehört. „Tatsächlich landet zu viel zu schnell im Müll, vor allem Obst und Gemüse“, sagt Tabea Lampe. Die Ernährungsberaterin, seit 18 Monaten bei der Händlerkette Cramer beschäftigt, erstellt deshalb einen Ratgeber für Kunden, wie sie Brot, Obst und Gemüse weiterverarbeiten können. Ab September will sie die Info verteilen – und parallel dazu die Zusammenarbeit mit Schulen und Kitas ausbauen.

Einkaufsliste und Planung verhindern zu großen Einkauf

„Zum einen geht es natürlich darum, die Verschwendung von Lebensmitteln zu verringern“, sagt Lampe, die darüber mit Verbrauchern an den Standorten Burgdorf, Burgwedel, Lehrte und Uetze ins Gespräch kommen wird. Zum anderen schone der richtige Umgang mit gekauften Waren außer der Umwelt auch den eigenen Geldbeutel. Dabei setzt Lampe, die zuvor als Diätassistentin in einem Krankenhaus und der Sportbranche gearbeitet hat, auf die Eigenverantwortung jedes Einzelnen. „Das gilt für die gesunde Ernährung ebenso wie für den bewussten Umgang mit Lebensmitteln“, sagt sie.

Und deshalb setzt ihre Beratung lange vor der Tonne an. „Zunächst einmal sollte sich jeder überlegen, was er in welcher Menge einkauft“, sagt sie. Vor allem für die wachsende Zahl von Singlehaushalten sei es wichtig zu planen, damit das Bund Möhren, die Packung Eis und die Milch am Ende auch dem eigenen Verbrauch entspricht. Lampe plädiert deshalb durchaus für Einkaufslisten, die den Kunden durch die Märkte führt – und bei Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck auch zu den richtigen Nachmitteln greifen lässt. Genuss in Maßen, nicht in Massen – so lautet ihre schlichte, aber nachhaltige Formel.

Lebensmittel richtig im Kühlschrank lagern

Als zweiten Schritt für den richtigen Umgang sieht die Beraterin das Lagern von Wurst und Käse, Obst und Gemüse, Joghurt und Quark an. „Viele wissen nicht, dass es im Kühlschrank unterschiedliche Temperaturen gibt, die es zu beachten gilt“, sagt Lampe. Die 33-Jährige informiert inzwischen auch Kitas oder Schulen wie die IGS Burgdorf, dass verderbliche Lebensmittel wie Wurst und Fleisch auf die unterste und kühlste Ablage gehören, während Obst und Gemüse ihren Platz im etwas wärmeren Fach finden. Auch das richtige Einfrieren will Lampe den Burgdorfern, Burgwedelern, Lehrtern und Uetzern erklären – als eine Form, Lebensmittel zu konservieren.

Und dann klärt sie auf über das Mindesthaltbarkeitsdatum, das keineswegs das Verfallsdatum ist. An dieser Stelle greift die menschliche Wahrnehmung. „Menschen müssen zum Teil wieder lernen, dass eine weich gewordene Möhre noch verwendet werden kann.“ Altes Brot müsse nicht in die Tonne wandern, sondern eigne sich als Basis für Semmelbrösel und Croutons. Zu viel gekaufte Zucchini könnten als Antipasti zubereitet werden, nennt sie ein weiteres Beispiel. Und wer seine rote Beete nicht aufbraucht, kann einen Smoothie mixen. „Es gibt viele Möglichkeiten“, sagt Lampe.

Die Reaktion der Verbraucher zeige ihr, dass sich die Einstellung ändere. „Gerade junge Menschen um die 20 gehen bewusster an das Thema Lebensmittelverschwendung als meine Generation“, sagt sie. Gleichwohl gebe es noch großen Informationsbedarf, wie jetzt bei einem Frühstück von Siebtklässlern an der IGS Burgdorf gesehen habe.

Quiche für die perfekte Resteverwertung

Als perfekte Möglichkeit für die Resteverwertung von Gemüse bezeichnet Tabea Lampe eine Quiche. Für den Mürbeteig werden 200 Gramm Weizenmehl, 80 Gramm Butter, 1 Ei, 2 Prisen Salz und 5 Esslöffel Milch benötigt. Die Zutaten werden verknetet, in Folie gewickelt und eine Stunde kühlgestellt.

Für den Guss werden 200 Milliliter Sahne, 4 Eier, 100 Gramm Hartkäse, Muskatnuss, Salz und Pfeffer verquirlt.

Das Gemüse – zum Beispiel 500 Gramm Brokkoli, 500 Gramm Blumenkohl – wird geputzt, in kleine Röschen geteilt, gewaschen und in einem Topf mit gesalzenem Wasser bissfest gegart. „Niemand sollte jetzt extra Gemüse kaufen“, sagt Lampe. Vielmehr eigne sich das Rezept, um Reste zu verarbeiten. Sie werden ergänzt mit 200 Gramm gekochten Schinken, der in kleine Würfel geschnitten wird.

Der Mürbeteig kommt in die Backform, wird am Rand etwas hochgezogen. „Der Boden muss mehrmals mit einer Gabel eingestochen werden“, sagt Lampe. Danach wird das Gemüse und die Schinkenwürfel verteilt, anschließend folgt die Eiersahne.

Die Quiche muss bei 200 Grad Celsius etwa 45 Minuten im vorgeheizten Ofen backen.

Bunter Gemüseeintopf für Übriggebliebenes

Im Kühlschrank findet sich noch Gemüse, das verarbeitet werden muss? Dann empfiehlt Tabea Lampe einen Eintopf. Als Zutaten nennt sie 250 Gramm Kartoffeln, 500 Milliliter Gemüsebrühe, 100 Milliliter Weißwein, 1 Knochblauchzehe, eine halbe Limette, 2 Pastinaken, 1 Fenchelknolle, 1 Stange Staudensellerie, eine halbe Stange Lauch, 200 Gramm Brechbohnen, 1 Paprika, 2 Möhren und Gewürze wie Chilliflocken, Currypulver, Salz, Pfeffer und Salz. Auch ein Esslöffel Crème fraîche und 1 Bund Petersilie gehören dazu. „Ganz wichtig: Das Gemüse kann variiert oder durch andere Arten ersetzt werden“, sagt Lampe – denn letztlich diene das Rezept dazu, Lebensmittel vor der Tonne zu bewahren.

Dazu wird das Gemüse geschält und mundgerecht geschnitten. Dann wird Rapsöl in einem Topf erhitzt, die Kartoffeln und das Gemüse angebraten, mit Brühe, Weißwein und 400 Milliliter Wasser abgelöscht. Bei geringer Hitze etwa 15 bis 20 Minuten köcheln lassen. Anschließend wir die Limette ausgepresst, der Saft zur Suppe gegeben. Mit den Gewürzen, Kräutern und Créme fraîche wird der Eintopf abgeschmeckt. Ganz zum Schluss kommt die Petersilie dazu.

Im Kühlschrank findet sich noch Gemüse, das verarbeitet werden muss? Dann empfiehlt Tabea Lampe einen Eintopf. Als Zutaten nennt sie 250 Gramm Kartoffeln, 500 Milliliter Gemüsebrühe, 100 Milliliter Weißwein, 1 Knochblauchzehe, eine halbe Limette, 2 Pastinaken, 1 Fenchelknolle, 1 Stange Staudensellerie, eine halbe Stange Lauch, 200 Gramm Brechbohnen, 1 Paprika, 2 Möhren und Gewürze wie Chilliflocken, Currypulver, Salz, Pfeffer und Salz. Auch ein Esslöffel Crème fraîche und 1 Bund Petersilie gehören dazu. „Ganz wichtig: Das Gemüse kann variiert oder durch andere Arten ersetzt werden“, sagt Lampe – denn letztlich diene das Rezept dazu, Lebensmittel vor der Tonne zu bewahren.

Dazu wird das Gemüse geschält und mundgerecht geschnitten. Dann wird Rapsöl in einem Topf erhitzt, die Kartoffeln und das Gemüse angebraten, mit Brühe, Weißwein und 400 Milliliter Wasser abgelöscht. Bei geringer Hitze etwa 15 bis 20 Minuten köcheln lassen. Anschließend wir die Limette ausgepresst, der Saft zur Suppe gegeben. Mit den Gewürzen, Kräutern und Créme fraîche wird der Eintopf abgeschmeckt. Ganz zum Schluss kommt die Petersilie dazu.

Diese Teile umfasst die HAZ-Serie „Zu gut für die Tonne“:

Der Händler: Deshalb lehnt Unternehmer Cramer das Containern ab.

Die Tafel: Ehrenamtliche geben Tag für Tag eine Tonne Lebensmittel an Bedürftige.

Der Landwirt: Vom Acker in den Supermarkt – innerhalb weniger Stunden.

Von Antje Bismark

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