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Burgdorf So geht es weiter mit dem Kita-Neubau mit Familienzentrum
Aus der Region Region Hannover Burgdorf So geht es weiter mit dem Kita-Neubau mit Familienzentrum
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09:50 12.09.2019
Still ruht der See: Auf dem Areal am Rande der Südstadt, auf dem die Stadt eine Kindertagesstätte mit Familienzentrum errichten will, bewegt sich nichts. Das Gelände am Weimarer Bogen dient anderen Bauherren als Abstellfläche. Quelle: Joachim Dege
Burgdorf

Die Stadt will noch in diesem Jahr mit dem Bau der nach einem Architektenwechsel zeitlich in Verzug geratenen Paulus-Kita mit Familienzentrum am Weimarer Bogen beginnen. Dazu hat sie jetzt für 1,6 Millionen Euro die Aufträge für den Rohbau sowie für die Zimmermanns- und Dachdeckerarbeiten vergeben. Wegen des Zeitverzugs und der damit einhergehenden Kostensteigerungen gibt sich Bauamtschef Andreas Fischer eher skeptisch, dass die Stadt die im Haushalt eingeplanten Kosten von 4,8 Millionen Euro wird einhalten können. „Unser Budget dürfte strapaziert werden.“

Trennung vom Architekten

Nach der Trennung im Streit vom preisgekrönten Entwurfsarchitekten Tobias Hylla hatte das Burgdorfer Büro Höhlich & Schmotz übernommen. Die hatten Hylla bei der Baubegleitung ohnehin zur Hand gehen sollen, haben das Projekt inzwischen aber ganz übernommen. Eine erste Ausschreibung des Rohbaus unter der Regie von Hylla hatte im vergangenen Jahr überteuerte Angebote zum Ergebnis, weshalb die Stadt nicht zur Ausschreibung schritt. Um bessere Konditionen zu bekommen, fasste die Stadt drei Gewerke zusammen, die laut Fischer rund 35 Prozent der gesamten Bausumme ausmachen.

Ingenieurleistungen sind 30 bis 60 Prozent teurer

Günstig wird es für die Stadt trotzdem nicht. „Wir bemerkten zum Teil extreme Kostensteigerungen. Vor allem die Kostenannahmen für die Fachingenieursarbeiten müsse die Stadt nach oben korrigieren. In einzelnen Bereichen der Haustechnik verlangten die Anbieter „30 bis 60 Prozent mehr“, sagt der Bauamtschef.

Bislang tut sich nichts. Im Oktober aber soll es nach dem Willen der Stadt losgehen mit den Bauarbeiten.

Nachdem der Verwaltungsausschuss der Stadt für die Rohbauvergabe am Dienstag grünes Licht gab, sollen nun im Oktober die Bagger anrollen. Dann werde das Gelände mit einem Bauzaun eingefriedet. Anschließend begännen die Erdbauarbeiten auf dem unebenen Baugrund. Noch in diesem Jahr will die Stadt die Bodenplatte gießen und eine Brandwand aufstellen lassen. Wann der Zimmermann damit beginnt, das Gebäude in Holzrahmenbauweise auf die Bodenplatte zu setzen, hänge von der Witterung ab. Das können bereits im Januar geschehen, voraussichtlich aber eher im Februar oder im März, glaubt Fischer.

Die Ausführungsplanung ist komplett neu aufgelegt

Dass so lange nichts geschah, obwohl die Stadt händeringend die Kinderbetreuungsplätze der künftigen Paulus-Kita benötigt, habe an der mangelhaften Vorarbeit durch den geschassten Entwurfsarchitekten gelegen, sagt Fischer. „Wir haben von Hylla keine Pläne bekommen, Höhlich & Schmotz mussten die ganze Ausführungsplanung neu auflegen.“ Etliches habe neu geplant werden müssen. So werde jetzt für den Holzbau Lärche statt der ursprünglich vorgesehenen Weißtanne verwendet. Auch die Entwässerung habe modifiziert werden müssen. „Da passten einige Dinge gar nicht.“

Bauzeitenplan: Einzug soll am 24. Dezember 2020 sein

Die so entstandene Zeitverzögerung taxiert Fischer auf ein Dreivierteljahr. Bürgermeister Alfred Baxmann (SPD) hatte nach der Trennung von Hylla die Aussage getroffen, dass mit dem Architektenwechsel weder ein Zeitverlust noch Kostensteigerungen einhergingen. Läuft nun alles nach Plan, sollen die Kita und das Familienzentrum Ende nächsten Jahres fertiggestellt sein. Als Einzugstermin sieht der Bauzeitenplan der Stadt Heiligabend 2020 vor – ein Gag, wie Fischer einräumt.

Für seinen Entwurf und weitere von ihm erbrachte Leistungen hat Hylla bisher kein Geld gesehen. Die Stadt hat seit der Trennung von ihm nach eigener Darstellung keinen Kontakt mehr. Eine Rechnung habe der Architekt aus Kehl am Rhein bislang nicht gestellt. Auch die von ihm angedrohte Klage habe er bislang nicht eingereicht.

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Von Joachim Dege

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