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Burgdorf Burgdorfer Stadtmuseum wird zur Kunstgalerie
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17:59 02.11.2019
Einige Besucher stöbern nach ausgefallenen Handwerksarbeiten. Quelle: Laura Beigel
Burgdorf

Wo sonst Objekte der Zeitgeschichte zu bestaunen sind, präsentieren am Wochenende zehn Kunsthandwerker ihre kreativen Handwerksarbeiten. Bereits zum 19. Mal verwandelt sich das Burgdorfer Stadtmuseum an der Schmiedestraße in eine kleine Kunstgalerie. Auch am Sonntag, 3. November, ist die Ausstellung von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Armin Pollehn hält erste Eröffnungsrede

Für die Besucher gibt es allerlei Selbstgemachtes zu bewundern – von Schmuck, Kleidung bis hin zu Wohnaccessoires. „Es ist ein Anziehungspunkt für Liebhaber der schönen Dinge“, sagte Karl-Ludwig Schrader. Zusammen mit dem Bürgermeister Armin Pollehn eröffnete der Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) die Ausstellung „Kunst und Handwerk“.

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In seiner ersten Rede als Stadtoberhaupt wünschte Pollehn den Gästen viel Spaß beim Stöbern. Auch er sei wieder fasziniert von den Handwerksarbeiten. „Ich habe nur professionell arbeitende Künstler aus Norddeutschland eingeladen“, versicherte auch Organisatorin Gabi Hoppe, die selbst mit einem Stand im Stadtmuseum vertreten ist.

Christoph Martin präsentiert seine Flechtarbeiten

Christoph Martin (52) flechtet aus Weidenholz Lampen, Schalen und Körbe. Quelle: Laura Beigel

Gekommen war unter anderem Christoph Martin aus Wildeshausen, der sich mit seinen selbst geflochtenen Körben, Lampen und Schalen direkt am Eingang positioniert hatte. Seit 2017 sei er als selbstständiger Korbmacher tätig und arbeite vor allem mit Weidenholz. „Ich finde einfach die natürliche Farbe der Weiden gut“, sagte der 52-Jährige, der als gelernte Gärtnermeister mit der Flechtarbeit als Hobby begonnen habe. Nach einer Ausbildung zum Flechtwerkgestalter besitze er inzwischen eine eigene Werkstatt.

Almut Ranze-Sanders schafft Lichtobjekte aus Seide

Almut Ranze-Sanders (58) verwandelt gesteifte Seide in bunte Lichtobjekte. Quelle: Laura Beigel

Direkt nebenan hatte Almut Ranze-Sanders aus Hannover ihren Stand aufgebaut. Die Diplom-Designerin präsentierte ihre Lichtobjekte, die aus gesteifter Seide bestanden. Dass sich der sonst weiche, fließende Stoff zu steifen Lampions oder Tischlampen formen lässt, sei einer geheimen Fertigungstechnik zu verdanken, an der die 58-Jährige lange getüftelt habe. „Jedes meiner Werke ist somit ein Unikat“, sagte Ranze-Sanders. An Inspirationen mangele es ihr nicht: „Ich habe immer schnell neue Ideen, was ich sonst noch alles aus dem Stoff machen kann.“

Susanne Papendorf lässt sich von der Natur inspirieren

Über 500 Meditationskissen hat Susanne Papendorf (64) schon genäht. Quelle: Laura Beigel

Auch in der oberen Etage des Stadtmuseums hatten Kunsthandwerker ihre Arbeiten ausgestellt. Dort zeigte Susanne Papendorf aus Hildesheim ihre selbst genähten, bunten Meditations-, Nacken- und Sitzkissen. „Bei den Mustern lasse ich mich manchmal von der Natur inspirieren“, sagte die 64-Jährige.

Gefüllt seien die Kissen mit Naturmaterialien wie Dinkelspelzen oder Hirseschalen. Das Innenleben sei somit leicht kompostierbar. Vor allem auf Stoffmärkten würden immer wieder neue Ideen geboren. „Ich habe inzwischen ein riesiges Stofflager in meinem Atelier“, gestand sie.

Von Laura Beigel

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