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Burgdorf BU-Kennzeichen gelten weiter für historische Autos
Aus der Region Region Hannover Burgdorf BU-Kennzeichen gelten weiter für historische Autos
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00:39 22.03.2018
Der Landwirt Georg-Friedrich Buchholz (rechts) und Oliver Brandt präsentieren das alte und zugleich neue Kennzeichen. Quelle: privat
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Burgdorf/Steinwedel

 „Bauern unterwegs“ – so lautete die freie Interpretation des Autokennzeichens BU, das bis zur Gebietsreform im Jahr 1974 an den Fahrzeugen des Altkreises Burgdorf hing . Seitdem erhalten Fahrzeughalter in der Stadt und im (inzwischen ehemaligen) Landkreis Hannover ein „H“ als Autokennzeichen, damit wäre das Ende der BU-Zeit eigentlich absehbar. Nun aber gibt es eine Ausnahmeregelung.

Eigentlich lässt Niedersachsens Landesregierung seit einiger Zeit zu, dass Autofahrer bei der An- oder Ummeldung eines Fahrzeugs das Kennzeichen ehemaliger Landkreise erhalten können. So gibt es inzwischen wieder ALF für Alfeld oder RI für Rinteln. Dies lehnte die Region Hannover bislang sowohl für Burgdorf als auch für Springe (SPR) und Neustadt am Rübenberge (NRÜ) ab. „Wir wollen mit dem einheitlichen Kennzeichen die Identifikation mit der Region Hannover stärken“, sagt Behördensprecherin Carmen Pförtner.

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An dieser Regelung wird sich ihren Angaben zufolge bei der Zulassung neuer Autos auch nichts ändern. Gleichwohl gibt es jetzt eine Ausnahme für historische Fahrzeuge, wie den Trecker des Landwirts Georg-Friedrich Buchholz. Er hatte jetzt den 34 PS-starken Traktor seines Großvaters aus dem Jahr 1964 umgemeldet – bis zum Jahreswechsel hätte dies auch zum Verlust des bisherigen Kennzeichens geführt. Dank einer intensiven juristischen Prüfung durch die Regionsrätin Cora Hermenau könnten die historischen Fahrzeuge nun aber die alten Buchstaben BU, SPR oder NRÜ behalten, sagt der CDU-Regionsabgeordnete Oliver Brandt, der sich dafür eingesetzt hatte.  

Dazu habe die Region allerdings mit dem Kraftfahrzeugbundesamt, dem Zoll und den Versicherern verhandeln müssen, sagt Brandt und fügt hinzu, auch die EDV habe angepasst werden müssen. „Ich bedanke mich deshalb bei  Cora Hermenau, die sich in die komplizierte rechtliche Thematik tief eingearbeitet hat.“ Den Besitzern historischer Fahrzeuge in den ehemaligen Landkreisen Burgdorf, Neustadt am Rübenberge und Springe mache sie damit eine große Freude. Nach Aussage von Regionssprecherin Carmen Pförtner profitieren etwa 300 Halter von der neuen Regelung.

Von Antje Bismark