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Burgdorf Mit dem Hoverboard zur Schule? Strafe folgt
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Mit dem Hoverboard zur Schule? Strafe folgt
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15:36 02.12.2016
Von Antje Bismark
Stefanie Eckler vom Präventionsteam der Polizei warnt davor, mit Hoverboards, Airwheels oder E-Skateboard auf Straßen, Gehwegen und Parkplätzen zu fahren, denn sie sind für 
die Nutzung auf öffentlichen Verkehrsfläche nicht 
zugelassen. Quelle: Bismark
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Burgdorf

Stefanie Eckler kümmert sich seit Oktober im Präventionsteam der Polizei um die Sicherheit im Straßenverkehr. Zunehmend fällt der Beamtin auf, dass Kinder und Jugendliche auf Straßen, Fußwegen und Plätzen mit kleinen ein- oder zweirädrigen Gefährten unterwegs sind, die von einem Motor angetrieben werden.

„Wegen des Motors handelt es sich aber weder um ein Spielzeug noch um ein Sportgerät“, sagt Eckler und fügt hinzu, dass Hoverboards, Airwheels und E-Skateboards – die zum Teil bis zu 20 Stundenkilometer schnell sind – unter anderem wegen ihres Antriebs als zulassungspflichtiges Fahrzeug gelten. Die Fahrer benötigten also nicht nur einen Führerschein, sondern auch eine Zulassung und Versicherung für das Gefährt.

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Wer ein solches Teil besitzt und nutzt, kann sich den Weg zur Zulassungsstelle aber sparen: „Weil es beispielsweise keine Bremse oder Beleuchtung hat, bekommt es auch keine Zulassung“, weiß die Beamtin aus Erfahrung.

Diesen Aspekt listen die Hersteller oder Händler jedoch gar nicht oder nur im Kleingedruckten der Bedienungsanleitung auf. „Ich kann mir vorstellen, dass sich viele Kinder und Jugendliche diese Fahrzeuge zu Weihnachten wünschen“, sagt die Beamtin und warnt: „Sie dürfen damit aber nur auf privaten Grundstücken fahren.“ Der Weg zur Schule oder eine Probefahrt auf öffentlichen Wegen und auf dem Parkplatz eines Supermarktes sind deshalb nicht erlaubt.

Eckler hat etliche junge Fahrer beobachtet, die beim Oktobermarkt herumgekurvt sind. „Auch das war verboten, selbst wenn die Straße in dem Moment für Autos gesperrt war.“ Sie kündigt an, dass die Polizei diese Verstöße ahnden werde. „Bei Kindern unter 14 Jahren sind die Eltern im Boot, Jugendliche ab 14 Jahren sind schon strafmündig.“

Jenseits der gesetzlichen Verstöße sieht die Polizistin auch einen Sicherheitsaspekt: „Viele Eltern kleiden ihre Kinder komplett mit Protektoren und Helm ein, wenn sie mit Inlineskates fahren.“ Aber auf den Hoverboards, Airwheels und E-Skateboards seien die meisten ohne jeglichen Schutz unterwegs. „Angesichts der Geschwindigkeiten ist das schlicht fahrlässig“, sagt sie. Zudem: Verursache der Fahrer einen Unfall oder gefährde andere Menschen, dann übernehme keine Versicherung die Kosten.

Eckler und ihre Kollegen Uwe Bollbach, Björn Harms und Jörg Windfuhr, beantworten die Fragen von Nutzern oder Eltern, die ein solches Fahrzeug kaufen wollen, unter Telefon (05 13 6) 88 61 41 09 oder per E-Mail praevention@pi-burgdorf.polizei.niedersachsen.de.