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Burgdorf Gymnasium feiert Fest der Superlative
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19:00 23.09.2018
Beim Schulfest am Sonnabendmittag haben alle Spaß: Die Lehrer Frank Deutschmann (von links), Alexander Hachmeister und Florian Schimetzek duellieren sich beim Bobby-Car-Rennen. Quelle: Sandra Köhler
Burgdorf

 Ein halbes Jahrhundert existiert das Burgdorfer Gymnasium. Bei einem offiziellen Festakt, einem Schulfest und einem Ehemaligentreffen hat das Gymbu seine Geschichte Revue passieren lassen – und gezeigt, wo seine Stärken liegen. „Für die Zukunft wünsche ich dem Gymnasium Burgdorf, dass es ihm gelingen wird, Tradition, Weltoffenheit und Zukunftsorientierung so erfolgreich wie bisher miteinander zu verknüpfen. Möge diese für unsere Stadt unverzichtbare Bildungseinrichtung noch vielen Schülergenerationen die besten Zukunftschancen eröffnen“, sagte Bürgermeister Alfred Baxmann.

Vielfältige Förder- und Fordermöglichkeiten, Forscher- und Musikklassen, eine hervorragende Bigband, Zertifizierungen als Europa- und MINT-freundliche, als berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule, Wettbewerbe und Kooperationen unter anderem mit den Recken und Hannover 96: Von all diesen Vorzügen, die Schulleiter Michael Loske und sein Kollegium beim Schulfest mit vielen Spielen und Vorführungen am Sonnabend stolz vor unzähligen Besuchern präsentierten, konnten die ersten Schüler nur träumen.

Die Eigenverantwortlichkeit der Schule mit dem entsprechenden Leitbild habe es ermöglicht, diesen Weg zu gehen, sagte Sek-II-Koordinatorin Wiebke Schwarzrock, die auch für die ausführliche, viel bestaunte Ausstellung über die Historie der Schule verantwortlich zeichnet. Einen Weg, den Andreas Greulich, seit 25 Jahren aktiv in der Elternarbeit des Gymnasiums, sehr begrüßt. Schulleiter Loske sei genau der richtige Mann dafür. Einer, der seine Kollegen motiviere, ihnen Raum für eigene Projekte gebe. Er sei sehr einnehmend, bescheinigte auch 96-Boss Martin Kind dem Schulleiter beim Festakt am Freitag.

Für das Schulfest am Sonnabendvormittag hat sich die ganze Schule stark gemacht. Jede Klasse bereitete eine Aktion vor –vom kniffligen Escape-Room über Bobbycarrennen, Dreibeinbiathon bis hin zu diversen Leckereien. Beim Lehrerangeln gab es Nachhilfe in Sachen Kollegium: Die Lehrer, die am längsten an der Schule sind, brachten am meisten Punkte ein. Die Tücken von Austauschfahrten zeigten die Schüler der Klasse 8c in englischen Filmen, die sie komplett selbst erdacht und gefilmt hatten. „Das Fest auf einem Sonnabend zu veranstalten, hat sich gelohnt“, sagte Loske: „So kommen viele, die in der Woche keine Zeit haben.“

Doch zurück ins Jahr 1968: Die ersten Gymnasiasten wurden in der ehemaligen Volksschule III – ein eigenes Gebäude wurde erst später gebaut –unterrichtet. „Bei Regen tropfte es überall durch. Und statt einer Schulklingel lief der Hausmeister mit der Kuhglocke herum“, erinnerte sich Ellen Möller. Wie auch Uwe Scher und Birgit Knothe gehörte sie zum ersten Jahrgang, der 1975 Abitur machte. „Wir haben mit 38 Mann begonnen, 13 sind durchgekommen“, sagte Scher. „Es gab nur wenige Lehrer, wir hatten welche von der Realschule, die erst nur bis zur zehnten Klasse unterrichten durften“, berichtete Knothe.

Massives Konkurrenzdenken und Druck hat Ilsemarie Horst (Abi 1979), jetzt Ärztin in Immensen, noch im Kopf, wenn sie an ihre Schulzeit denkt. Auf das Wiedersehen mit alten Gefährten aus der Schulzeit freute sie sich trotzdem und brachte sogar ihr Abiballkleid mit. Als ausgesprochen spannend habe sie ihre Schulzeit empfunden, erzählte Antje Kuchenbecker-Rose, heute Grundschulrektorin in Burgdorf. „Wir waren im Spannungsfeld zwischen emeritierten Professoren und jungen Lehrern, die der Apo nah standen und uns aufforderten, sie zu duzen.“

Ob immer noch in Burgdorf lebend oder Schulleiter in Buenos Aires: Rund 1100 Ehemalige, darunter mehr als 60 Lehrer, hatten sich zum Ehemaligentreffen angemeldet. „Unsere Hoffnung war gewesen, dass sich 400 einfinden“, sagte Schulleiter Loske sichtlich überwältigt von dem riesigen Andrang. Neben Führungen durch die Schule, musikalischen Darbietungen der Big Band Burgdorf und der früheren Schulbands Noisy Basement und No Education erlebten die Besucher Loskes Qualitäten als DJ. In extra für ihre Jahrgänge hergerichteten Räumen konnten die Ehemaligen in Erinnerungen schwelgen.

Und auch Charly Brown gab sich zum Jubiläum die Ehre. Die Comic-Figur, die bereits in den Achtzigerjahren die Identifikationsfigur der Schule war und laut Schülerwille auch deren Namensgeber sein sollte, feierte im Atrium hängend mit –und wurde häufig fotografiert. „Wir haben die Figur in einem Versteck unter der Aula gefunden und restauriert“, sagte Loske: „Sie wird jetzt wieder dauerhaft aufgehängt.“

Von Sandra Köhler

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