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Burgdorf Kiessee wird zum Naherholungsgebiet
Aus der Region Region Hannover Burgdorf Kiessee wird zum Naherholungsgebiet
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00:45 21.04.2018
Wenn die Konzession zum Kiesabbau ausläuft, will die Stadt den See an der Immenser Straße zu einer öffentlichen Grünfläche machen. Quelle: Dege
Burgdorf

 Der Kiessee an der Immenser Straße soll später zwar kein öffentlicher Badesee werden, aber als öffentliche Grünfläche der Naherholung dienen. Das empfiehlt der Bauausschuss des Rates.

Damit die Gustav Lehmann Mörtel-, Sand- und Kieswerke GmbH, die den Kiessee gegenwärtig ausbeutet, eine Konzession für weitere fünf Jahre erhält, muss die Stadt einen Bebauungsplan für das Gebiet aufstellen lassen. In diesem will die Stadt schon jetzt die Nachnutzung als Freizeit- und Naherholungsfläche ab dem Jahr 2023 festlegen.

Was allerdings unter Naherholung genau zu verstehen ist, darüber gingen die Meinungen im Bauausschuss weit auseinander. Am eindeutigsten positionierte sich der Ratsherr der Partei Die Linke, Michael Fleischmann. Er forderte ohne Wenn und Aber, dass die Stadt den See für eine Nutzung als öffentlicher Badesee pachten oder kaufen solle. Fleischmann wünschte sich eine wasserbezogene Naherholung. Die Stadt müsse gewährleisten, dass der See in Zukunft für jedermann zugänglich sei. „Niemand darf ausgeschlossen sein.“

Damit konnte sich Fleischmann allerdings nicht durchsetzen. Im Gegenteil: Er fand sich allein auf weiter Flur. Allen voran Bürgermeister Alfred Baxmann warnte, dass die Stadt dort als Betreiber einsteigt. Das könne die Stadt am Ende teuer zu stehen kommen.

Imke Herbst von der Stadtplanungsabteilung hatte vorher eine entsprechende Rechnung aufgemacht und jährliche Unterhaltskosten von 85.000 Euro ins Feld geführt. Soviel würde es kosten, wenn die Stadt an dem See eine öffentliche Bademöglichkeit einrichtet. Denn dann müsse sie nämlich die Wasserqualität überwachen lassen, angrenzenden Grünflächen pflegen, Toiletten aufstellen, einen Aufenthaltsbereich für eine Badeaufsicht sicherstellen und einen Sicherheitsdienst anheuern.

CDU und FDP winkten entschieden ab. Ein Badesee sei eine ungewollte Konkurrenz zum gerade erst aufwendig sanierten Hallenfreibad. Für die Mehrheitsgruppe im Rat – SPD, Grüne, WGS und Freie Burgdorfer – sagte Christa Weilert-Penk Ja dazu, den See zur öffentlichen Grünfläche für die Naherholung zu entwickeln. Einem öffentlichen Badebetrieb erteilte sie allerdings eine Absage. Möglichst naturnah solle alles bleiben. Die Stadt möge einen Erwerb prüfen von der Region Zuschüsse einwerben. Beim Betrieb solle sie sich allerdings an Vereine wie den SSV Schillerslage halten, dessen Segelsparte bereits Interesse angemeldet hat, den Betrieb mit anderen Vereinen zu organisieren. Dabei sei es vorstellbar, dass am See ein eingeschränkter Badebetrieb möglich sei, sagte SSV-Funktionär Johannes Reuter.

Von Joachim Dege

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