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Burgwedel Anwohner, Region und Politik suchen Kompromiss für Fuhrberger Spielstraßen
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Anwohner, Region und Politik suchen Kompromiss für Fuhrberger Spielstraßen
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00:20 07.06.2019
Das Thema Spielstraße wird heiß diskutiert: Anwohner im Gespräch mit Kommunalpolitikern und Regionsvertretern. Quelle: Thomas Oberdorfer
Fuhrberg

Seit Wochen sind die Fronten verhärtet, nun scheint ein Ortstermin Bewegung in die Diskussion um die Ausweisung des Sachsenrings sowie der Brandenburger und der Mecklenburger Straße als Spielstraßen zu bringen: 50 Anwohner, Kommunal- und Regionspolitiker diskutierten am späten Montagnachmittag mit Vertretern der Region Für und Wider der geplanten Maßnahme. Das Ergebnis: Conrad Vinken, stellvertretender Fachbereichsleiter Verkehr bei der Region, sagte vor Ort eine „wohlwollende Überprüfung“ der Entscheidung seiner Behörde zu. Die Anwohner ihrerseits zeigten sich damit einverstanden, an den Straßen Parkflächen ausweisen und eine Tempobeschränkung auf Schrittgeschwindigkeit einführen zu lassen. Nur gegen eine Umwandlung in eine Spielstraße wehren sie sich weiterhin.

Bunt auf Stein gemalt: Die Anwohner im Bereich der Schlesischen Straße machen klar, was sie nicht wollen. Quelle: Thomas Oberdorfer

Beliebter, aber verbotener Schleichweg für Autofahrer

Und das hat Gründe: Sollten aus den drei genannten Straßen Spielstraßen werden, dann würde sich damit automatisch die Vorfahrtsregelung auf der Schlesischen Straße ändern. Denn: Andere Straßen sind gegenüber Spielstraßen immer vorfahrtsberechtigt. Die Autofahrer hätten dort freie Fahrt und müssten nicht mehr wie bisher an den drei Kreuzungen auf rechts vor links achten. „Das wird eine Rennstrecke, die wollen wir hier nicht haben“, sagte Tina Platz, die die Proteste der Anwohner mitorganisiert. Die Schlesische Straße mit der Verlängerung über den Heudamm ist eine beliebte Abkürzung nach Wiekenberg. Obwohl die Durchfahrt verboten ist, wird sie oft genutzt, da die Autofahrer so gut zehn Kilometer sparen können. So auch während des gut eineinhalbstündigen Ortstermins: Immer wieder passierten Autos mit Celler Kennzeichen in Richtung Heudamm das Treffen an der Kreuzung Sachsenring mit Schlesischer Straße.

Diskussion über Schleichweg ruft Region auf den Plan

Eine Diskussion über diesen Schleichweg im Fuhrberger Ortsrat hat letztlich auch die Region auf den Plan gerufen. Die Verkehrsbehörde sieht die Vorfahrtsregelung auf der Schlesischen Straße als nicht ausreichend geklärt an und will nun mit der Umwidmung der einmündenden Straßen in Spielstraßen für klare Verhältnisse sorgen. Denn: „Wenn hier etwas passiert, dann sind wir die Dummen“, erklärte Vinken bei dem Treffen.

„Jeder sollte wissen, wie er fahren muss“

Eine Erklärung, die die anwesenden Regionspolitiker nicht gelten lassen mochten. „Jeder muss seinen Führerschein machen, da sollte man auch wissen, wie man fahren muss“, sagte Christiane Hinze, Fraktionschefin der FDP in der Region. Sie warnte zudem vor einer „Verschwendung von Steuergeldern“ durch einen Umbau. Auf einen Kompromiss hofft ihr Kollege Eberhard Wicke von der CDU. „Sprecht noch einmal miteinander, es gibt doch einen Ermessensspielraum“, appellierte er an die Vertreter von Stadt und Region. „Und den nutzt dann doch bitte“, sagte der Sprecher des Arbeitskreises Verkehr seiner Fraktion. Und er hatte auch noch einen Lösungsvorschlag parat: „Am besten es bleibt so wie es ist.“

Entscheidung liegt bei Regionsbehörde

Aber er machte auch klar: Die Entscheidung darüber liegt allein bei der Region. „Die Politik kann in diesem Fall der Verwaltung nichts vorschreiben.“ Auf diese Entscheidungsbefugnis der Regionsbehörde pochte auch Vinken in seinem Eingangsstatement. „Wir ordnen an, was wir für richtig halten.“ Mit einer Unterschriftenaktion hatten sich die Anwohner an die Region gewandt, und so letztlich für den Ortstermin gesorgt. Vertreter anderer Parteien aus dem Regionsparlament nahmen nicht teil.

Von Thomas Oberdorfer

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