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Burgwedel Ebay-Betrüger muss Geldstrafe bezahlen
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00:30 30.04.2018
Auf den ersten Blick sieht das Notebook recht passabel aus, aber es funktioniert nicht. Quelle: Jarolim-Vormeier
Großburgwedel

Wegen Betrugs ist ein 36-Jähriger jetzt vom Amtsgericht Burgwedel zu einer Geldstrafe von 800 Euro und 100 Sozialstunden verurteilt worden.

Millionenfach werden Käufe heutzutage über das Internet getätigt. Außer seriösen Firmen und zuverlässigen Privatverkäufern treiben sich allerdings auch manch „schwarze Schafe“ im weltweiten Netz herum – und an so eine Person ist nach Überzeugung des Amtsgerichts ein Dortmunder geraten.

Dem angeklagten 36-Jährigen wurde zur Last gelegt, über das Internetauktionshaus Ebay ein defektes Notebook verkauft zu haben. Die Ware soll „wie neu“ gewesen sein - so lautete die Beschreibung im Verkaufsportal. Tatsächlich angekommen in Dortmund angekommen war aber ein Laptop, das wohl nur Schrottwert hat.

Wieder und wieder beteuerte der Angeklagte in der 50-minütigen Verhandlung, dass das Notebook vord em Versand noch in Ordnung gewesen sei. Er selbst habe den bereits etwas älteren tragbaren Computer zuvor für 260 Euro erstanden und für den Wiederverkauf dann noch 40 Euro draufgeschlagen. „Ich würde für ein defektes Gerät doch nicht so viel zahlen“, versuchte sich der Angeklagte, der bereits mehrfach wegen Betrugs und anderer Delikte verurteilt worden war, reinzuwaschen. „Der Schaden muss beim Transport passiert sein“, behauptete der Arbeitslose und forderte für sich einen Freispruch.

Der Dortmunder, der das Notebook im Internet gekauft hatte, brachte es zur Verhandlung mit. Statt wie angegeben „wie neu“ gehe das Gerät nicht an und sei auch nicht zu reparieren: Über dem Laptop sei Kaffee ausgelaufen, der Prozessor funktioniere nicht, der Chip sei herausgebrochen und der Lüfter defekt. Kabel und Schrauben fehlten, es fänden sich unzählige Kratzer auf dem Boden und sogar ein Einstich, listete der 32-Jährige die Mängel auf. Das Paket sei ohne Absender angekommen, der Verkäufer habe seinen Ebay-Account abgemeldet und auf E-Mails nicht reagiert. Da darüber hinaus die Kontonummer nicht zum Verkäufer gehörte – der Angeklagte hatte offenbar das Konto eines Bekannten genutzt - meldete der Dortmunder seinen Betrugsverdacht bei der Polizei.

Der Angeklagte bot zwar einen Zeugen auf, der aussagte, mit dem Laptop vor dem Verkauf noch selbst im Internet gesurft zu sein. Den Staatsanwalt konnte das nicht überzeugen: Die Mängel seien ersichtlich, Transportschäden unwahrscheinlich, und der Dortmunder sei als Zeuge glaubwürdig. Er plädierte auf eine Geldstrafe von 800 Euro wegen Betrugs sowie die Rückzahlung des Kaufpreises von 300 Euro.

Dem schloss sich Amtsrichter Michael Siebrecht an und erweiterte die Strafe sogar um 100 Sozialstunden. Für ihn war die Beweislage erdrückend. „Ihre Dreistigkeit ist nicht zu überbieten“, sagte Siebrecht in der Urteilsbegründung. „Sie haben Glück, trotz der einschlägigen Vorstrafen noch mal eine Geldstrafe zu bekommen“. Beim nächsten Vergehen sei aber endgültig Feierabend, und „die Tür der Justizvollzugsanstalt öffnet sich“.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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