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Burgwedel Breezy Art begeistert mit Konzert in St. Petri
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Breezy Art begeistert mit Konzert in St. Petri
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00:17 30.01.2019
Vor Erfindung des Ventils waren diese historischen Blasinstrumente des Breezy-Art-Ensembles üblich. Quelle: privat
Großburgwedel.

Wie klingt eigentlich „alte“ Musik? Das interessierte am Sonnabendnachmittag auch junge Leute, die sich unter die Zuhörer in der voll besetzten St.-Petri-Kirche gemischt hatten. Für einige Liebhaber von Ophikleide und Renaissance-Posaune wäre noch das ein oder andere Plätzchen frei gewesen, aber das Interesse an den vier Musikern mit ihren historischen Blasinstrumenten war für einen normalen Sonnabendabend beeindruckend groß.

Neben den erfolgreichen Musikdozenten, die im Altarraum spielten, hatte auch das Publikum Anteil am guten Klang. Wie Breezy-Art-Ensemble-Leiter Detlef Reimers gleich bemerkte, dämpften die rund 100 winterlich gekleideten Besucher den Schall. Das Ergebnis sei ein noch brillanterer Raumklang, als er während der Probe zu hören gewesen sei. „Und da klang es in dieser Kirche schon richtig gut“, wie Reimers berichtete.

Die vier Breezy-Art-Ensemble-Musiker spielten meist im Altarraum, verteilten sich aber auch innerhalb des Kirchenschiffs immer mal wieder auf unterschiedliche Positionen, um die Wirkung der ausgewählten Werke der Kirchenarchitektur anzupassen. Das Publikum folgte dem Konzert mit großer Freude, applaudierte lautstark und konnte sich auch mit manchem abruptem Ende einer Darbietung anfreunden. Bei so viel Experimentierfreude und Aufgeschlossenheit gab es erst gar keine Irritationen, als ein Smartphone-Klingelton aus den hinteren Reihen immer wieder in das Konzerterlebnis hineinläutete. Es harmonierte sogar ganz gut mit dem Klang der echten Instrumente. Auch die Musiker nahmen die ungeplante musikalische Ergänzung mit Humor, was bei Konzerten sonst meist nicht so ist.

In St. Petri finden sich oft interessierte Menschen, die Freude an nicht alltäglichem Konzerterlebnissen haben, und diese wurden auch Sonnabendabend wieder ausgezeichnet bedient. Ein bisschen Musikgeschichte zu Bach-Fuge und anderen klingenden Werken gab es obendrauf. Wie Detlef Reimers erklärte, wurde 1813 das Ventil erfunden, was zu einem neuen akustischen Wirkung der Trompete führte, die sich ab 1830 allgemein durchsetzte. Im Kontrast zur heute üblichen Posaune besitzt seine Renaissance-Posaune einen kleineren Schalltrichter und schmalere Rohre, so dass sie insgesamt ein bisschen leiser tönt. Auch das eckige Mundstück hat auf den typischen Klang des Instrumentes Einfluss.

Ambitionierte Musiker, ein begeistertes Publikum und dazu noch ein kleiner Abriss in Musikgeschichte, das fasste Zuhörer Hans Pitsch aus Großburgwedel mit einem einzigen Wort zusammen: „Hervorragend“.

Von Patricia Chadde

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