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Burgwedel Damhirsch Benni ist tot
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Damhirsch Benni ist tot
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12:44 24.04.2019
Aug in Aug mit Damhirsch Benni auf dem Burgwedeler Golfplatz. Quelle: Jenz Laffert
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Engensen/Thönse

Bennis Ausflug in die Freiheit endete abrupt und endgültig: Der halbzahme Damhirsch, der rund vier Wochen lang viele Burgwedeler zum Schmunzeln gebracht hatte, verendete bereits am Ostersonntag um 14 Uhr bei einem Verkehrsunfall nahe seines heimatlichen Gatters, aus dem er ausgebrochen war.

„Das war Benni, eindeutig“

Eigentlich war Hans-Heinrich Voltmer ja wegen eines tot gefahrenen Rehs an die Kreisstraße 119 zwischen Engensen und Thönse gerufen worden. Doch vor Ort bemerkte der Landwirt und ehemalige Tierhalter, der sich stellvertretend für den Jagdpächter um Wildunfälle kümmert, sofort, dass er es mit einem größeren Kaliber an Wildtier zu tun hatte. „Das war Benni, eindeutig“, sagt Voltmer, der einen Genickbruch als Todesursache vermutet. Benni sei auf der Stelle tot gewesen.

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Damhirsch tummelte sich auf dem Golfplatz

Voltmer hatte den jungen Hirsch – Jäger sprechen von einem Schmalspießer – in den Tagen zuvor selbst aus nächster Nähe auf dem Burgwedeler Golfplatz erlebt, wo er arbeitet. „Der war richtig schön zahm.“ Das hat auch sein Kollege Jenz Laffert erlebt, dem mehrere Schnappschüsse gelangen, als Benni sich zwischen Golfern und Arbeitsgeräten am saftigen Gras bediente und an der Ballputz-Maschine schubberte.

Fans hatte Benni aber auch zwei Kilometer entfernt in Thönse, wo er tageweise mit den Eseln Pepe und Pepeline am Ortsrand ein heimeliges Trio bildete. „Er begleitete mich morgens auf der Hunderunde und hat auch sonst für allerlei Erheiterung gesorgt. Wenn er zum Beispiel mit dem Wasserbottich Kopfball spielte oder aus dem Stand im Sidestep zu den Esel hüpfte. Ja, er war eine Attraktion“, schreibt ein direkter Anwohner der Esel-Weide in einer E-Mail an die Redaktion.

Von Frank Walter