Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Burgwedel Die Engenser Irmgard und Günter Engelke feiern diamantene Hochzeit
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Die Engenser Irmgard und Günter Engelke feiern diamantene Hochzeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 09.06.2019
Genießen ihr Leben und feiern sechzig gemeinsame Jahre als Eheleute: Irmgard und Günter Engelke. Quelle: Sandra Köhler
Engensen

Mächtig beeindruckt hatte Irmgard Meyer aus Engensen Günter Engelke aus Deitersen bei Einbeck bei ihrer ersten Begegnung im Jahr 1953. So sehr, dass er regelmäßig die mehrstündige Reise mit dem Bus auf sich nahm, um ein oder zwei Stündchen mit der jungen Frau zu verbringen. Die Zuneigung blieb. Heute sind sie 60 Jahre verheiratet und feiern ihre diamantene Hochzeit im Kreise ihrer Familie. Vier Kinder, acht Enkelkinder und vier Urenkel, dazu Freunde und Bekannte: „Es ist schön, wenn sie alle kommen“, sagt die 82-jährige.

Kennenlernen auf der Hochzeit des Cousins

Beide erinnern sich gut an den Tag, an dem sie sich zum ersten Mal begegneten. „Es war auf der Hochzeit meines Cousins in Engensen“, erzählt der ebenfalls 82-jährige Günter Engelke. „Wir hatten jeder einen anderen Tischnachbarn. Aber meine Tischdame konnte nicht tanzen. Und ihr Tischherr stand nur an der Theke.“ Also taten sich die beiden zusammen, es harmonierte sofort – nicht nur beim Tanzen. Am kommenden Tag wollten die beiden sich vor seiner Abreise noch einmal sehen. Das bekam ihr Vater mit und lud den jungen Maurer ins Haus ein. Er fand Gnade vor den Augen des künftigen Schwiegervaters. „Wir haben uns fleißig geschrieben“, sagt Irmgard Engelke zurückblickend. Alle drei Wochen konnten sich die Jungverliebten treffen – dann nahm Günter Engelke die lange Fahrt mit dem Bus auf sich. Vier Stunden dauerte allein die Hinfahrt. „Und dann musstest du nachmittags schon wieder weg, damit du den Anschluss bekamst“, erinnert sich seine Frau.

Schmuck im weißen Kleid mit Schleier und schwarzem Anzug: Irmgard und Günter Engelke bei ihrer Hochzeit. Quelle: Sandra Köhler

„1957 war Verlobung, am 6. Juni 1959 wurde schließlich Hochzeit gefeiert. „Der Polterabend war toll, die Kameraden aus Günters Gesangsverein waren angereist und wollten nicht gehen“, sagt Irmgard Engelke schmunzelnd. „Vorne sind sie in den Bus rein und hinten wieder raus.“ Wer die beiden auf ihrem Hochzeitsfoto sieht, kann kaum glauben, dass die Nacht lang war. So strahlend und schmuck sehen beide aus – sie in weißem Kleid mit langem Schleier und Blumenstrauß und er im schwarzen Anzug. „Im Garten wurde ein Zelt aufgebaut und wir hatten eine Kochfrau“, weiß die Diamantbraut noch genau.

Nun war ihr Mann in Engensen angekommen. Während er erst im Ort, später beim Bäderamt der Stadt Hannover als Maurer arbeitete, versorgte seine Frau Haushalt und Landwirtschaft, zog später die Kinder groß. 1973 bauten beide ein Haus. „Es war immer toll, nach Hause zu kommen und Mama war da“, sagt ihre Tochter Heidrun Lindemann. „Man muss sich in ein Dorf integrieren, in Vereinen oder Feuerwehr“, weiß ihr Vater. Und das taten und tun beide heute noch. 30 Jahre lang gehört Irmgard Engelke mittlerweile ihrer Fahrradtruppe an. „Wir waren mal zwölf Frauen, jetzt sind wir noch vier.“ Bis nach Celle radelten die Frauen. „Jetzt nehmen wir das Auto und fahren Kaffeetrinken.“

Günter, der Treckerfahrer in Fuhrberg

Ihr Mann ist Mitglied bei den Kyffhäusern und „über 63 Jahre in der Feuerwehr“. Er gehörte der U-Gruppe an, aus denen nicht nur Kameraden sondern auch Freunde wurden. „U steht für unzertrennlich“, sagt er. Sechs der zehn Mitglieder leben noch. Während seine Frau sich die Zeit mit Lesen und Handarbeiten versüßt, gibt er „Günter, den Treckerfahrer“ und fährt Gäste auf dem Spargelhof Heuer durch die Felder. Mithilfe eines Freundes restaurierte er einen Hanomag aus seiner alten Heimat. An den hängt er einen Planwagen und chauffiert die Besucher. Auch beim Erntefest in Ramlingen ist er stets dabei. Da war der Chef des Spargelhofes auch auf ihn aufmerksam geworden. „Es raucht in jeder Küche mal. Aber bei uns nur sehr selten,“ sind sich die Eheleute einig. Und schauen sich tief in die Augen.

 

Von Sandra Köhler

Historische Arbeitsgeräte betrachten, alte Produktionsweisen kennenlernen und eine Mühle von innen sehen – das und vieles mehr können Gäste des Mühlentages am Pfingstmontag an der Bockwindmühle in Wettmar.

06.06.2019

Es ist ein trauriger Anblick: Entlang der L­ 381 zwischen Fuhrberg und der Würmseekreuzung sterben immer mehr Birken ab. Das sind die Auswirkungen des Hitzesommers 2018.

06.06.2019

Das Feuerbach Quartett versprühte Funken im Amtshof. Es war aber kein Verstoß gegen die Brandschutzordnung – die Funken waren musikalischer Natur.

09.06.2019