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Burgwedel Flüchtlinge und Deutsche tauschen sich aus
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10:52 23.12.2018
An der weihnachtlich gedeckten Kaffeetafel in der Seniorenbegegnungsstätte an der Gartenstraße kommen die Frauen schnell ins Klönen. Quelle: Sandra Köhler
Großburgwedel

Etwa 20 Frauen – Deutsche und Geflüchtete – haben sich am Sonnabend beim internationalen Frauennachmittag in der Seniorenbegegnungsstätte (SBS) an der Gartenstraße 10 auf Weihnachten eingestimmt. Zur Feier des Tages waren auch Männer und Kinder eingeladen. „Am Anfang denkt man immer: Ob der Tisch wohl voll wird? Aber jetzt müssen wir noch Teller nachlegen“, sagten Elke Seitz und Eleonore von Winterfeld von der Initiative Interkulturelles Miteinander (IKM) erfreut. Das dritte Frauen-Kaffeetrinken in der SBS war gut besucht. Auch wenn nicht alle Eingeladenen, speziell Geflüchtete, auch erschienen.

Khaloud Mahmoud, hier mit Elke Seitz (links) und Eleonore von Winterfeld, hatte die Idee zum internationalen Kaffeetrinken. Quelle: Sandra Köhler

„Die haben heute etwas anderes zu tun“, sagte Khaloud Mahmoud. Die 39-jährige Syrerin hatte die Frauenrunde angeregt: „Als ich 2014 hierher kam, konnte ich kein Wort Deutsch. Viele arabische Frauen sind nur zu Hause, kümmern sich um die Kinder und den Haushalt. Haben keine Chance, zur Schule zu gehen. “ Diese, so ihre Idee, könnten beim Kaffeetrinken Kontakte zu deutschen Frauen knüpfen. Auf solche Art auch die Sprache besser lernen und sich in der für sie fremden Kultur so ein wenig besser zurechtfinden. „Und wir können uns gegenseitig unsere Kulturen näher bringen.“ Seither wird der Frauen-Kaffeenachmittag in der SBS angeboten – und zwar stets am letzten Sonnabend im Monat von 16 bis 18 Uhr.

An der festlich gedeckten Kaffeetafel kamen die Frauen verschiedenen Alters und unterschiedlicher Herkunft denn auch diesmal schnell miteinander ins Gespräch – und wer eine für sie schöne Begebenheit verriet, durfte sich sogar ein Weihnachtsgeschenk nehmen. „Obwohl es den IKM-Treff nicht mehr gibt: Wir machen weiter“, sagte Sabine Teschner. Sie hatte den Treff an der Von-Alten-Straße gemeinsam mit Stephan Nikolaus geleitet. Neben dem Frauentreffen organisiert das IKM-Team im Helfernetzwerk Burgwedel regelmäßige Spieleabende, meist am erst Donnerstag im Monat. Auch dort ist die Begegnung das Ziel. „Jeder kann kommen“, lädt Teschner ein. Wer mitmachen möchte, erreicht sie per E-Mail an sabtes1@googlemail.com. Denn noch steht der Ort für das nächste Treffen nicht 100-prozentig fest.

„Der Bedarf hat sich verändert, viele Geflüchtete sind im Alltag angekommen“, weiß Teschner. Um trotzdem weiterhin sinnvolle Angebote machen zu können und eventuell Synergien zu nutzen, sei geplant, sich mit den Helfernetzwerken aus Isernhagen und der Wedemark zu treffen und auszutauschen. „Vielleicht hat der eine ja etwas, was die anderen auch nutzen können.“

Von Sandra Köhler

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