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Burgwedel Frau bezahlt Handy mit Falschgeld
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10:18 29.01.2019
Ein falscher 50er: Mit sechs solcher Blüten bezahlte die Angeklagte ein gebrauchtes IPhone 5 in Wettmar. Quelle: dpa (Archiv)
Großburgwedel

Zu einer Zahlung von 5850 Euro Geldstrafe verurteilte das Amtsgericht Burgwedel jetzt eine 27-Jährige. Ein Urteil, über das sich die Angeklagte im Gerichtssaal sichtlich freute: „Ich bin froh, dass ich diese Strafe bekomme. Jetzt findet mein Gewissen hoffentlich endlich wieder Ruhe“, sagte sie noch im Gerichtssaal.

Verurteilt wurde die Frau, weil sie Falschgeld in Umlauf gebracht hatte. Der Fall lag bereits mehrere Jahre zurück. Rückblende, April 2015: Eine Frau aus Wettmar annoncierte ihr IPhone 5 zu einem Preis von 350 Euro auf „ebay-Kleinanzeigen“. Die Angeklagte meldete sich bei der Frau. Die beiden vereinbarten einen Übergabetermin und schlossen das Geschäft ab. Die heute 27-Jährige bezahlte das Telefon mit sieben 50 Euro-Scheinen. Sechs davon waren Blüten. Besorgt hatte diese der damalige Lebensgefährte der Angeklagten im Darknet – einem verborgenen Teil des Internets, das häufig für kriminelle Geschäfte genutzt wird.

Für die Verkäuferin folgte das böse Erwachen ein paar Tage später, als sie die 350 Euro bei ihrer Bank in Großburgwedel auf ihr Konto einzahlen wollte. Auf der Bank wurde das Falschgeld erkannt. Sie musste zum Verhör zur Kripo. „Das war alles andere als angenehm“, schilderte die Frau als Zeugin die Vorkommnisse. Zudem fertigte ein Polizeizeichner ein Phantombild der Käuferin an.

Aufgeflogen ist die Sache erst viel später. Der Freund der Angeklagten hatte sich ebenfalls ein Handy gekauft und es auch mit Falschgeld bezahlt. Der Polizei gelang es schließlich jedoch ihn zu ermitteln. Danach ging alles ganz fix. Dem überführten Lebensgefährten wurden Fingerabdrücke abgenommen und der Computer spuckte einen Datenbanktreffer aus. Der gleiche Fingerabdruck war zuvor auf einer der Blüten festgestellt worden, mit dem die Angeklagte ihr Handy in Wettmar bezahlt hatte. So kamen die Ermittler ihr auf die Schliche. Und auch die Phantomzeichnung wies auf die Frau hin. „Die hatte fast die Qualität einer Fotografie“, sagte Amtsrichter Siebrecht in der Verhandlung. Einmal erwischt, machte die 27-Jährige reinen Tisch. Sie gab die Tat zu und bezahlte erneut das iPhone – nun aber mit echtem Geld und zuzüglich Zinsen.

Und die Angeklagte hatte auch eine gehörige Portion Glück: Ihr damaliger Freund kam bei seinem Prozess vor einem anderen Amtsgericht mit einem relativ milden Urteil davon. Er wurde zu 90 Tagessätzen verurteilt. „Ich kann die Angeklagte schlecht zu einer höheren Strafe verurteilen, als die, die ihr damaliger Lebensgefährte erhalten hatte. Beide hatten sich mit dem Falschgeld ein Telefon gekauft, aber der Freund hatte die Scheine zudem besorgt“, sagte Amtsrichter Siebrecht in seiner Urteilsbegründung und verurteilte die Angeklagte zu ebenfalls 90 Tagessätzen zu je 65 Euro.

Hintergrund: Wer Falschgeld in Umlauf bringt, der muss mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr rechnen. Diese kann – so steht es im Gesetz – in einem minderschweren Fall bis auf drei Monate verkürzt werden. Und genau diesen Passus wandten Siebrecht und seine beiden Schöffen bei ihrem Urteil an. Macht unter dem Strich eine Geldstrafe von 5850 Euro. „Und damit“, so Richter Siebrecht zu der Angeklagten, „sind sie verdammt gut bedient“.

Von Thomas Oberdorfer

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