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Burgwedel Engensen fertig, in Wettmar geht’s weiter
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Engensen fertig, in Wettmar geht’s weiter
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12:34 21.09.2018
Seit einigen Tagen gibt es in Engensen den ersten Fahrradschutzstreifen im Stadtgebiet. Quelle: Martin Lauber
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Burgwedel

 Eine eindrucksvolle Zahl: 25.897 Radfahrer –Stand: Freitagmorgen, 8.50 Uhr - haben seit dem 27. Juli die neue Zählstelle passiert, die am Ortsausgang von Großburgwedel jede Bewegung auf dem Radweg in Richtung Thönse und Engensen registriert. Im Durchschnitt waren das 454 Radler pro Tag in den ersten acht Wochen. Und es sollen noch mehr werden, wenn es nach der Region Hannover geht, die mithilfe der Zählstelle ermitteln will, ob und wie sich die ihre Investitionen in eine vernetzte Radwege-Infrastruktur auswirken.

Kreisstraße 117 in Engensen:Nach zehn Monaten Bauzeit, zum Schluss verzögert durch einen Wasserrohrbruch, ist die Ortsdurchfahrt am Freitag vergangener Woche freigegeben worden, nächsten Freitag ist die offizielle Bauabnahme. Rund 1,4 Millionen hat die Sanierung gekostet. Auf der Südseite der neu asphaltierten Fahrbahn ist jetzt der stadtweit erste Fahrradschutzstreifen zu bewundern – er ist Teil des sogenannten „Vorrangnetzes Alltagsradverkehr“, dessen Ausbau der Bund mit mehreren Millionen Euro in der Region Hannover fördert. Auch die Verkehrsinseln an beiden Ortseingängen setzen neue Standards, in dieser Ausführung mit Überfahrten für Radfahrer samt Rampen zum Ein- und Ausfädeln gibt es sie bisher nur in Engensen. Auf der Nordseite bleibt das Radfahren auf dem neuen Gehweg erlaubt – allerdings nur in Schrittgeschwindigkeit.

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Radweg von Engensen nach Thönse:Anders als in diesem Frühjahr angekündigt, wird der geplante Ausbau des Radweges zwischen den beiden Ortschaften nicht in diesem November beginnen, sondern laut Regionssprecherin Christina Kreutz nach aktueller Planung erst im Frühjahr oder Sommer 2019. Bislang ist der Radweg schmal und sein Pflaster welllig. Der Neubau wird voraussichtlich ein halbes Jahr dauern. Auf einer Länge von 1,7 Kilometern soll er von 1,70 bis 1,80 Meter auf 2,50 Meter verbreitert werden. Deshalb müssen für die Baumaßnahme zahlreiche Bäume gefällt werden. Geschätzte Baukosten: 520.000 Euro aus.

Neubau eines Radweges zwischen Thönse und Neuwarmbüchen:Mehrfach verschoben, geht es nun wirklich bald los: „Die Bauanlaufbesprechung ist für den 1. Oktober terminiert, in der Regel beginnt die Baumaßnahme dann ein bis zwei Wochen später“, sagte Behördensprecherin Kreutz auf Anfrage. Der neue Radweg soll die Radwegelücke zwischen Burgwedel und Isernhagen schließen. Beim Ausbau des Oldhorster Kreisels waren bereits die Anschlussstutzen mitgebaut worden. Auch diese Maßnahme ist Teil des Programms „Ausbau des „Radwegenetzes für den Alltagsverkehr“.

Ortsdurchfahrt Wettmar: Auch hier geht es ganz bald los. „Der Baubeginn ist für Mitte Oktober angesetzt“, hieß es am Freitag aus dem Regionshaus. Der Ausbau folgt dem gleichen Schema wie in Engensen und später auch in Kleinburgwedel und Thönse. Die Kreisstraße 119 erhält innerorts einen neuen Asphaltbelag, auf dem ein Fahrradschutzstreifen dem Alltagsradverkehr ein schnelles Vorankommen sichern soll. Seit 2009 gehören Radfahrer laut Straßenverkehrsordnung grundsätzlich auf die Fahrbahn, wo die Verkehrsfrequenz und der Querschnitt dies zulassen. In Wettmar bleibt allerdings nur Raum für einen einseitigen 1,50 Meter breiten Schutzstreifen. Bei der Sanierung des Gehweges auf der Nordseite werden etliche Bäume gefällt werden.

Von Martin Lauber

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