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Burgwedel Fuhrberg bekommt ein neues Baugebiet
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Fuhrberg bekommt ein neues Baugebiet
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00:19 02.06.2019
Hier soll bald gebaut werden: Ortsbürgermeister Heinrich Neddermeyer (links) am geplanten Fuhrberger Neubaugebiet Oberer Haselkamp. Hinter ihm steht der Fuhrberger CDU-Chef Frank Töllner. Quelle: Thomas Oberdorfer (Archiv)
Fuhrberg

Fuhrberg kann wieder wachsen: Nach einem fast siebenjährigen Baustopp hat der städtische Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt in dieser Woche einen neuen Bebauungsplan für den Ort auf den Weg gebracht. Eine 3,4 Hektar große Fläche zwischen der Straße An der Schule und der Mecklenburger Straße soll bebaut werden. Dort könnte nach Aussage von Stadtplaner Leon Herlt Wohnraum für rund 100 Personen entstehen. Und mit Oberer Haselkamp hat die Stadtverwaltung auch schon einen Namen für das Baugebiet gefunden.

Zähes Ringen um Druckrohrleitung

Damit dürfte das zähe Ringen um Wohnungsneubau beendet sein. Seit 2012 wurden in Fuhrberg keine neuen Baugebiete mehr ausgewiesen. Die Region hatte es untersagt – und das aus gutem Grund: Die Kapazität der Fuhrberger Kläranlage war ausgereizt, mehr Abwasser konnte sie nicht aufnehmen. Pläne, das Klärwerk zu erweitern, wurden aus Kostengründen verworfen. Künftig – so die neue Idee – soll das Fuhrberger Abwasser durch eine Druckrohrleitung in die Großburgwedeler Kläranlage gepumpt werden. Nach langem Ringen einigten sich die Kommunalpolitiker Ende vergangenen Jahres auf eine Streckenführung für diese Leitung. Sie soll entlang der L 381 verlegt werden. Mit dieser Entscheidung ist nun auch der Weg für Wohnungsneubau in Fuhrberg frei.

Das geplante Baugebiet Oberer Haselkamp in Fuhrberg ist rot umrandet. Quelle: Grafik: Stadt Burgwedel

Planungen laufen parallel

Nun muss die Stadt zwei Planungen parallel vorantreiben: zum einen den Bau der Abwasserleitung und zum anderen die Vorbereitungen für das neue Baugebiet. „Wir werden an beiden Projekten parallel arbeiten“, kündigt Bauamtsleiter Oliver Götze an. „Schließlich wollen wir möglichst schnell den Wohnungsbau möglich machen.“ Dabei dürfte der Bau der Druckrohrleitung deutlich schneller umzusetzen sein. Nach der Sommerpause stellt die Stadt einen Abwasseringenieur ein. Dessen erste Aufgabe soll die Planung der Leitung sein. „Das Bewerbungsverfahren zur Besetzung der Stelle ist abgeschlossen, wir haben einen geeigneten Kandidaten gefunden“, sagt Götze. Rund ein Jahr veranschlagt er für Planung und Bau der Abwasserleitung. Sie soll im kommenden Jahr in Betrieb gehen.

Erster Entwurf nach den Sommerferien

Ganz so schnell werden die neuen Häuser im Oberen Haselkamp nicht bezugsfertig sein. „Wir stehen ganz am Anfang der Planungen“, erläutert Götze. Nach den Sommerferien soll ein erster Vorschlag auf dem Tisch liegen. Der geht dann zur Diskussion in die politischen Gremien. Anschließend erfolgt die Bürgerbeteiligung, ehe ein rechtsgültiger Bebauungsplan aufgestellt werden kann. Erste Eckpunkte für den Entwurf aus seinem Haus benennt der Bauamtschef aber dennoch: „Wir planen mit einem Mix aus Einfamilienhäusern und einer verdichteten Bauform. Das könnten Reihen-, aber auch einzelne Mehrfamilienhäuser sein.“

Familien kehren Fuhrberg den Rücken

Dieser Mix kommt bei den Kommunalpolitikern gut an. „Wir brauchen günstigen Wohnraum. Darum können in dem Neubaugebiet nicht nur Einfamilienhäuser entstehen“, sagt Torsten Allert (SPD). Er macht aber auch klar, dass mit Mehrfamilienhäusern keine „großen Blöcke“ meint seien. „Eine zweigeschossige Bauweise reicht.“ Was den stellvertretenden Ortsbürgermeister ärgert, ist der lange Zeitraum, in dem in Fuhrberg überhaupt nicht gebaut werden konnte. Und das hatte Folgen: „Mir sind mehrere junge Familien bekannt, die weggezogen sind, weil sie kein Bauland bekommen haben. Die wohnen jetzt in Engensen, Lehrte und Lindwedel. Das waren Mitglieder alteingesessener Fuhrberger Familien. Die wären gern im Ort geblieben, und wir hätten sie hier gern behalten.“

„Wir haben lange genug gewartet“

Über die verlorene Zeit ärgert sich auch Ortsbürgermeister Heinrich Neddermeyer. Sein Wunsch an Region und Stadtverwaltung: „Hoffentlich zeigen sich jetzt die Ämter bei der Erteilung der Baugenehmigungen ein wenig flexibel. Wir haben hier lange genug gewartet.“

Von Thomas Oberdorfer

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