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Burgwedel „Heißer“ Erntestart in Burgwedel
Aus der Region Region Hannover Burgwedel „Heißer“ Erntestart in Burgwedel
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00:15 04.07.2018
Feuerwehrleute löschen unter Atemschutz den Mähdrescher. Quelle: Feuerwehr Burgwedel
Burgwedel

Flammen schlugen aus dem Motor gegen die hölzernen Deckenbalken – dabei hatte der Mähdrescher den ersten Ernteeinsatz des Jahres noch vor sich. Warum das Gefährt am Sonnabendmorgen in der Scheune eines landwirtschaftlichen Betriebes an der Straße In der Meineworth in Brand geriet, das haben die Brandermittler der Kripo noch nicht abschließend geklärt. „Derzeit deutet vieles auf einen technischen Defekt am Fahrzeug hin“, heißt es in einer Pressemitteilung vom Sonntagmittag. Das Fahrzeug werde in den kommenden Tagen abschließend untersucht.

Nach ersten Erkenntnissen war dem 57 Jahre alten Landwirt aufsteigender Rauch aus seiner Scheune aufgefallen. Der Mann habe die Geistesgegenwart besessen, eine Kette an der Hinterachse des brennenden Mähdreschers zu befestigen und diesen mit dem Schlepper ins Freie zu ziehen, lobt die Kriminalpolizei. Das Hofgebäude war somit gerettet. 21 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Großburgwedel waren mit zwei Einsatzfahrzeugen und 6000 Liter Löschwasser sehr schnell zur Stelle und löschten das landwirtschaftliche Fahrzeug. Per Sirene war außer in Groß- auch in Kleinburgwedel alarmiert worden, die von dort herbei geeilten Feuerwehrleute konnten abdrehen. Den Schaden bezifferte die Polizei am Sonntag auf 10.000 Euro.

Schweißtreibende Arbeit

„Heiß“ ist der Start in die Erntezeit aber auch ganz ohne Feuer: Ein Neben aus Ackerkrume und Strohspelzen wirbelt durch die staubtrübe Hitze. Wer am Steuer eines Mähdreschers sitzt, dem legt sich diese Mischung wie ein Firnis auf jeden freien Quadratzentimeter schweißnasser Haut, sobald er die Tür der Fahrerkanzel öffnet. Unter knallender Sonne ist die Getreideernte in Burgwedel angelaufen – so früh wie seit 60 Jahren nicht, wie das Landvolk Niedersachsen meldet. Üblich sei ein gut zwei Wochen späterer Erntestart, sagt Landwirt Christian Büchtmann. Wie das Landvolk spricht auch der Thönser von „Notreife“, wenn er auf seine Wintergerste-Bestände am Oldhorster Kreisel blickt. Nur die Hälfte sei drin in den Getreideähren, sagt er. Die wochenlange extremer Hitze und Trockenheit seien verantwortlich dafür.

Die Kapazität an Beregnungsanlagen, um solche Ertragseinbußen flächendeckend zu verhindern, habe er so wenig gehabt wie die meisten anderen landwirtschaftliche Betriebe. So sieht es denn auch nebenan auf dem Rapsfeld nicht besser aus als bei der Wintergerste. Büchtmanns Neffe Fiete, der seinen Onkel aufs Feld begleitet hat, hat einen Fruchtstand aufgeprokelt und sich die kleinen schwarzen Samenkörnchen in die offene Hand geschüttet: „Fast nix drin“, das trifft die traurige Wahrheit. Nicht allein Trockenheit, sondern Wetterstress sind vor allem beim Raps die Ursache für die erwarteten schlechten Rapserträge: Nach der relativ langen Kälteperiode bis Anfang April, so Büchtmann, seien die Pflanzen in nur zehn Tagen um einen Meter in die Höhe geschossen. Das Wurzelwachstum sei mit diesem explosionsartigen oberirdischen Wachstum nicht mitgekommen.

Von Martin Lauber

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