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Burgwedel IGS: Informationen aus erster Hand beim Tag der offenen Tür
Aus der Region Region Hannover Burgwedel IGS: Informationen aus erster Hand beim Tag der offenen Tür
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11:15 11.03.2019
Die künftigen Fünftklässler Jonas (von links), Hendrik und Marie spielen im Buddyraum Lego-Memory. Quelle: Sandra Köhler
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Großburgwedel

Gymnasium oder IGS? Keine leichte Entscheidung für die künftigen Fünftklässler und ihre Eltern. Wohin gehen die besten Freunde? Wie ist die Nachmittagsbetreuung gesichert? Welche Schwerpunkte setzen die Schulen, welches pädagogische Konzept passt am Besten zur individuellen Situation? Der Tag der offenen Tür an der IGS bot jetzt die Möglichkeit, die Schule genau unter die Lupe zu nehmen und so Antworten auf viele dieser Fragen zu bekommen.

Es gibt eine Fülle an Informationen

Auch der neunjährige Hendrik hatte sich mit Mama Eva Schlenska und Papa Stephan auf den Weg gemacht. Schulführung, Mitmachaktion beim Profilkurs Sport und Selbstverteidigung, Differenzierung im Deutschunterricht, Schulrallye, Buddyraum, Informationen über die einzelnen Fachbereiche: „Das ist an einem Tag kaum zu schaffen. Gut, dass wir im vergangenen Jahr schon einmal hier waren“, sagt Schlenska: „Die Information über die Differenzierung war interessant, aber da brauchen wir nicht noch einmal hin.“

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Schüler berichten von ihren Erfahrungen

Während sie mit Hendrik dem Profilkurs Musik in der Agora lauscht und berät, wo es zuerst hingehen soll, holt sich Papa Stephan Informationen aus erster Hand bei IGS-Schülern: „Wie ist es denn hier so, könnt ihr auch mit dem Fahrrad fahren und welche Sportangebote gibt?“ Auch nach den unschönen Dingen wie Prügeleien fragt er. Und erhält ganz offene Antworten, dass sie das Handyverbot doof finden und davon begeistert sind, dass viele digitale Medien eingesetzt werden. Das Gespräch empfindet er positiv: „Die waren total in Ordnung. Ich würde meinen Sohn gerne herschicken.“

Weniger Druck, mehr Zusammenhalt

Welche Babyfledermaus riecht wie die große? Hendrik absolviert diese Station der Schulrallye mit Bravour. Quelle: Sandra Köhler

  Von der kleinen und behüteten Grundschule in Wettmar auf die weiterführende Schule in Großburgwedel – das ist ein Schritt, den Hendriks Eltern ihrem Sohn gern so angenehm wie möglich machen wollen. „Wir möchten für Hendrik eine schöne Schulzeit, ohne allzu großen Druck“, sagt Schlenska, während der Neunjährige beim Fledermausduftspiel zielsicher das passende Kind zur Fledermausmutter erschnuppert und den ersten Stempel für die Rallye sammelt. Ihr gefällt das IGS-Konzept, auch die zwei verbindlichen Nachmittage im Klassenverband: „Da machen alle etwas gemeinsam, das stärkt die Gemeinschaft.“

Spielerische Einblicke in die IGS

In der kommenden Woche steht auch noch der Besuch des Tages der offenen Tür am Gymnasium an. Denn Hendrik will eigentlich lieber dorthin, sein bester Freund besucht es bereits. Doch das ist erst einmal vergessen, als er Jonas und Marie aus seiner Klasse trifft. Die Selbstverteidigung wird uninteressant, gemeinsam geht es zu weiteren Stationen der Schulrallye. Die IGS ist für den Neunjährigen kein komplettes Neuland. „Wir waren mit der Klasse schon hier und haben Unterricht mitgemacht. Da sollten wir einen Stromkreis aufbauen.“ Für ihn ist sicher: „ich möchte heute noch einmal in den Buddy-Raum. Da kann man Tischtennis und Kicker spielen.“ Statt Kickern gegen den Weltmeister – die Warteschlange war zu lang – spielen die drei eine Runde Lego-Memory.

Viele Faktoren tragen zur Entscheidung bei

In der Zwischenzeit tauschen sich ihre Mütter aus. Über das offene Ganztagsangebot, Busverbindungen und Schulrucksäcke. Gibt es Möglichkeiten, nicht benötigte Bücher in der Schule zu lassen, damit der Ranzen nicht so schwer wird? Ist die Durchlässigkeit zur Oberstufe auf dem Gymnasium gewährleistet, um später problemlos zum Abitur zu gelangen? „Im Endeffekt entscheiden wir, denn vieles können die Kinder einfach noch nicht absehen“, sagt Hendriks Mutter. Der Besuch bei Tag der offenen Tür an der IGS dürfte ein gutes Stück zu dieser Entscheidungsfindung beigetragen haben.

Von Sandra Köhler