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Burgwedel In Thönse stehen mehrere Bauprojekte an
Aus der Region Region Hannover Burgwedel In Thönse stehen mehrere Bauprojekte an
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00:17 27.04.2019
Gemeinsam unterwegs: Ortsbürgermeister Heinz Theo Rockahr (links) und Redakteur Thomas Oberdorfer. Derzeit stehen noch Rockahrs Pferde auf der Fläche für das geplante Neubaugebiet „Im Siek Ost“. Quelle: Lisa Otto
Thönse

„Bauen wird unser Thema 2019“, sagt Heinz Theo Rockahr. Der Thönser Ortsbürgermeister ist mit HAZ-Redakteur Thomas Oberdorfer zu einem Dorfspaziergang aufgebrochen, um die anstehenden Projekte für das laufende Jahr vorzustellen. Noch ist es ruhig in dem kleinen Ort, aber die ersten Arbeiten sind schon terminiert. Noch in den Sommerferien soll mit dem Bau des Radweges zwischen Thönse und dem Oldhorster Kreisel begonnen werden.

„Endlich bekommen wir ein Neubaugebiet

Auch wenn die Baumaschinen quasi schon vor der Tür stehen, Rockahr beschäftigt ein ganz anderes Projekt viel mehr – das geplante Neubaugebiet „Im Siek Ost“. „Wir fordern seit Jahren ein neues Baugebiet in Thönse. Nun scheint es zu klappen. Endlich“, sagt der Ortsbürgermeister. Er spricht von der Fläche gegenüber des Friedhofs, zwischen Engenser Straße und Gosekamp. Sie liegt am Ortsausgang in Richtung Wettmar.

Die Planungen für das Gebiet stecken noch in den Anfängen, aber Rockahr hat bereits klare Vorstellungen. „Im nördlichen Teil entlang der Straße Gosekamp könnte man die Fläche dichter bebauen“, sagt er. „Eventuell mit Mehrfamilienhäusern oder auch Reihenhäuser wären denkbar.“ Auf der restlichen Grundstücksfläche plädiert der Ortsbürgermeister für Einfamilienhäuser. Außerdem wünscht er sich den Bau eines Kinderspielplatzes und die Schaffung von Stellplätzen für Autos in dem Gebiet. „Viele Bauherren errichten zwar Garagen auf ihrem Grundstücken, stellen dann aber alles Mögliche da hinein, nur eben ihre Autos nicht“, erklärt Rockahr zur Begründung.

Gemeinsam unterwegs: Ortsbürgermeister Heinz Theo Rockahr (links) und Redakteur Thomas Oberdorfer am Gosekamp in Thönse. Hier könnte sich der Ortsbürgermeister den Neubau von Mehrfamilienhäusern vorstellen. Quelle: Lisa Otto

Esel und Pferde brauchen eine neue Weide

Wenn Im Siek gebaut wird, dann muss auch der Ortsbürgermeister sich nach einer neuen Weide für seine Pferde und seine beiden Esel umschauen. Derzeit hat er einen Teil der Fläche als Weideland für die Tiere gepachtet. Das Grundstück selber gehört dem Ortsbürgermeister und weiteren 17 Eigentümern“, berichtet er. In den kommenden Wochen wird die Stadtverwaltung in Burgwedel im Rahmen einer vorgezogenen Bürgerbeteiligung erste Pläne für das Projekt auslegen. Dann haben die Bürger die Möglichkeit, Stellungnahmen zum geplanten Neubaugebiet „Im Siek Ost“ abzugeben.

Im Ortskern „nicht zu dicht und nicht zu hoch“ bauen

Grundsätzlich zieht Rockahr den Wohnungsneubau auf der grünen Wiese einer Verdichtung der Bebauung im Ortskern vor. „Wir wollen unsere dörflichen Strukturen behalten“, sagt er. „Da wären Projekte mit vielen Wohneinheiten auf einer ehemaligen Hofstelle sicher nicht förderlich.“ Er denkt dabei an das zum Verkauf stehende Gehöft an der Bruchstraße. Denn auch das ist dem Ortsbürgermeister klar: „Wenn jemand ein 3000 Quadratmeter großes Grundstück kauft, dann baut er dort nicht nur ein einzelnes Einfamilienhaus hin. Das kann sich bei den heutigen Grundstückspreisen doch keiner leisten.“ Dennoch sollte im Ort „nicht zu dicht und nicht zu hoch gebaut werden“, sagt er weiter. Aber er macht auch klar, als „Ortsrat haben wir da nur wenig Möglichkeiten Einfluss zu nehmen.“

Radweg wird später fertig als geplant

Zurück zu den Bauplanungen die noch für dieses Jahr anstehen. Bereits in den nächsten Wochen wird der Bau des neuen Radwegs von Thönse über den Oldhorster Kreisel in Richtung Neuwarmbüchen beginnen. „Endlich, wir warten schon sehr lange auf diesen Weg“, sagt Rockahr. Derzeit sind die Arbeiter damit beschäftigt, das Teilstück zwischen dem Kreisel und dem Nachbarort anzulegen. Ist das fertig, wird im zweiten Abschnitt in Richtung Thönse weitergebaut. Anfang Mai könnte es soweit sein. Damit liegt die Region gut acht Wochen hinter ihrem eigenen Zeitplan und nennt als neuen Termin für die Fertigstellung des Weges die Sommerferien. Aber Rockahr denkt schon ein gutes Stück weiter in die Zukunft. „Besonders wichtig wäre für uns eine Radwegeverbindung nach Wettmar“, sagt er. Die ist bei der Region ebenfalls bereits in der Planung und könnte im kommenden Jahr realisiert werden.

Wird umgebaut: die Ortsdurchfahrt in Thönse. Quelle: Thomas Oberdorfer

Region kommt bei Ortsdurchfahrt Thönsern entgegen

Dafür werden die Thönser eine andere Baustelle besonders zu spüren bekommen: Voraussichtlich nach den Sommerferien beginnt die Region mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt. Die wird über mehrere Monate hinweg für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Im Vorfeld stießen die Pläne der Behörde im Dorf auf heftige Kritik. Aber, die „Region ist auf uns zugekommen. Das ist gut. Mit dem Kompromiss können wir leben“, sagt Rockahr und hofft nun auf eine zügige Umsetzung der Maßnahme.

Thönse feiert

Gleich mehrere Feste sind in diesem Jahr in Thönse geplant: Und das sind die Termine:

Die Feuerwehr stellt am 1. Mai den Maibaum vor dem Feuerwehrhaus auf. Los geht es um 12 Uhr.

Das Schützenfest findet in diesem Jahr vom 3. bis zum 5. Mai statt.

Der Dorfmarkt ist für Sonnabend, 24. August geplant.

Außerdem soll es auch in diesem Jahr wieder einen „Lebendigen Advent“ in Thönse geben.

Von Thomas Oberdorfer

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