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Burgwedel Nach dem Hitzesommer: Birken an der L 381 sterben ab
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Nach dem Hitzesommer: Birken an der L 381 sterben ab
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16:06 06.06.2019
Haben die Wasserknappheit des vergangenen Sommers nicht überlebt: Abgestorbene Birken an der L 381 kurz vor Fuhrberg. Quelle: Thomas Oberdorfer
Burgwedel

Die Zweige hängen schlaff herunter, einige Bäume haben sämtliche Blätter verloren, andere tragen nur noch wenige – etlichen Birken entlang der L 381 zwischen Fuhrberg und der Würmseekreuzung geht es schlecht. Die ersten sind bereits abgestorben. „Jetzt wird sichtbar, wie im Sommer 2018 Hitze und Trockenheit den Bäumen zugesetzt haben und noch immer zusetzen“, sagt Bezirksförster Christian Oehlschläger. Zudem seien Birken besonders anfällig für derartige Wetterextreme.

Die abgestorbenen Birken sind ein trauriger Anblick. Quelle: Thomas Oberdorfer

Die Erde ist pulvertrocken

Es ist einfach zu wenig Wasser im Boden. „Und da helfen auch einige heftige Niederschläge kaum weiter“, erklärt Oehlschläger, der die Bezirksförsterei Burgwedel leitet. „Die Wurzeln dieser Birken reichen zumeist bis in eine Tiefe von einem Meter. Aber dort ist die Erde pulvertrocken.“ Und selbst wenn jetzt ein Wolkenbruch niedergehen würde, das Wasser dringe kaum im Boden so weit vor. „Was wir jetzt bräuchten, wäre eine länger anhaltende Regenphase“, erläutert der Förster. Denn auch aus dem Grundwasser können sich die Bäume nicht mit dem für sie kostbaren Nass versorgen. Bedingt durch den Hitzesommer ist dessen Spiegel abgesunken. „Zwar nur einige Zentimeter, aber das Wasser ist nun für die Wurzeln der Birken nicht mehr zu erreichen.“

Kein Schatten – Sonne stresst die Bäume zusätzlich

Doch es fehlt den Birken nicht nur an Wasser: Auch die langen sonnigen Phasen des Hitzesommers 2018 haben ihnen zugesetzt. „Die Straßenbäume stehen den gesamten Tag über in der prallen Sonne. Der nächste Baum ist zumeist etliche Meter entfernt, Schatten gibt es für sie nicht. Das stresst die Pflanzen obendrein“, sagt Oehlschläger. „Darum sind Birken, die in Gruppen mit anderen Bäumen im Wald stehen, zumeist widerstandsfähiger.“

Christian Oehlschläger ist der für Burgwedel zuständige Bezirksförster. Quelle: Thomas Oberdorfer

Birken kommen mit sandigen Böden gut zurecht

Zurück zu den Bäumen an der L 381: Da sie an einer Landesstraße stehen, ist für sie die Straßenmeisterei in Burgdorf zuständig. Deren Mitarbeiter beobachten die Bäume sehr genau. Im Herbst werden sie noch einmal einer genauen Untersuchung unterzogen. „Danach entscheiden wir, was mit ihnen passiert“, sagt Sarah Zeidler, Leiterin der Burgdorfer Straßenmeisterei. Aber schon heute ist für sie klar: „Einige der Birken sind abgestorben, die werden wir fällen. Sie könnten umfallen und stellen dann eine Gefahr dar.“ Entstehen am Straßenrand größere Lücken, werden neue Bäume gepflanzt. Ob das wieder Birken sein werden, ist offen. Allerdings: Sie sind wenig anspruchsvoll und kommen mit den sandigen Böden in dem Bereich gut zurecht. „Neuanpflanzungen geschehen in Absprache mit der zuständigen Gemeinde“, sagt Zeidler. Doch nicht nur die Birken an der L 381 bereiten ihr Sorgen. „An den Straßen rund um Sehnde gibt es ähnliche Probleme.“

Auch erste Eichen und Kiefern gehen ein

Und es droht in diesem Jahr eine Wiederholung. Die Niederschläge in den vergangenen Wochen waren nicht allzu ergiebig. Die ersten Birken fangen bereits an, ihre Blätter abzuwerfen. „Gelingt es den Bäumen bis August, Knospen für das nächste Jahr auszubilden, dann haben sie eine Chance. Sonst nicht“, sagt Oehlschläger. Er berichtet von einer weiteren Beobachtung: „Vereinzelt sind mittlerweile auch Eichen und Kiefern betroffen. Noch sind es wenige, aber auch sie sterben ab.“

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