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Burgwedel 40 Nachbarn schauen sich Sechs-Familien-Haus an
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14:15 22.05.2017
Nachbarn schauen sich die neuen Häuser für Flüchtlinge in Kleinburgwedel an. Quelle: Jarolim-Vormeier
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Kleinburgwedel

"Das sind schöne und helle Wohnungen", lobte ein Besucher aus der Nachbarschaft nach der Besichtigung der Häuser. Gemeinsam mit seiner Frau nahm er die sechs Neubauwohnungen auf dem Grundstück an der Wallstraße 38 in Augenschein. Viele Nachbarn hätten den Termin der Stadt genutzt, um sich die Räumlichkeiten genau anzuschauen, sagte Bürgermeister Axel Düker, der mit Ordnungsamtsleiterin Andrea Stroker vor Ort war. "Wir haben bezahlbaren Wohnraum mit Qualität geschaffen."

Zwölf Monate hat der Bau der drei Häuser mit einer Fläche von insgesamt 555 Quadratmeter gedauert. Das Ensemble besteht aus drei versetzt aneinander gebauten Gebäuden. Jedes Haus verfügt über jeweils zwei Wohnungen. Lediglich in einer Einheit gibt es eine Vier-Zimmer-Wohnung. Alle anderen haben drei Räume. Die Küchen sind möbliert. In jeder Einheit ist die Toilette vom Bad, ausgestattet mit Dusche und Waschbecken, separiert worden. "Die Flüchtlingsfamilien sind groß, deshalb haben wir den WC-Raum extra gelegt", erklärte Architekt Rainer Rudolf. Eine Terrasse gehört zu den Parterrewohnungen – Balkone gibt es im Obergeschoss. Eine Heizung versorgt alle Wohneinheiten, eine Solaranlage auf dem Dach wärmt einen 1000-Liter-Wassertank. "Wir haben darauf geachtet, die Außenfassade an das Ortsbild anzupassen", erklärte der Bürgermeister. Mit dem Klinker sei das erreicht worden, sagte Düker. Auf dem Areal stand vorher ein Einfamilienhaus, das abgerissen wurde.

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"Der Neubau ist mir zu groß", monierte eine Nachbarin, die lieber Einfamilienhäuser an dieser Stelle gesehen hätte. Ihr missfällt, dass von den Balkonen aus direkt in die benachbarten Gärten geschaut werden könne. "Wir hoffen auf ein gutes Verhältnis und nicht auf soviel Krach", sagte sie, denn sie und ihre Familienangehörigen müssen morgens früh heraus. "Gehen Sie auf die Leute zu", riet Düker, "oder melden Sie sich am nächsten Morgen im Rathaus."

Am 1. Juni ziehen die ersten Bewohner ein. "Uns sind alle Familien gut bekannt", erklärte Stroker. Laut Otto Krull, Sozialarbeiter der Stadt, werden er und seine Kollegen die Flüchtlingsfamilien künftig in Kleinburgwedel betreuen. Die Stadt hat 1,3 Millionen Euro in das Ensemble investiert. Auch in Engensen entsteht ein Doppelhaus für Flüchtlinge in einem ähnlichen Standard, das sich später ebenfalls gut anderweitig vermieten lassen werde, ist Düker sicher.

Von Katerina jarolim-vormeier

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