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Burgwedel Oldhorst: Hartmut Lübbe leitet nun die Feuerwehr
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Oldhorst: Hartmut Lübbe leitet nun die Feuerwehr
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16:24 29.05.2019
Hartmut Lübbe ist der neue Chef der Oldhorster Feuerwehr. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Oldhorst

Fotografieren lässt sich Hartmut Lübbe nicht gern. Auf Familienfotos ist er auch kaum zu sehen, weil er vor der auf ihn gerichteten Kamera schnell geflüchtet sei. „Das ist einfach nicht mein Ding – und lachen kann ich vor der Linse erst recht nicht“, gesteht der 58-Jährige und schmunzelt doch ein wenig.

Aber Fotos wird der Oldhorster künftig über sich ergehen lassen müssen. Der Grund: Hartmut Lübbe führt jetzt die Ortsfeuerwehr mit 21 Aktiven. Den Posten übernimmt der dreifache Vater am 1. Juli. Vorab wird der gebürtige Celler vom Rat der Stadt Burgwedel offiziell ernannt. Vorerst führt er das Amt kommissarisch. „Ich muss noch zwei Lehrgänge als Gruppenführer absolvieren“, sagt der erfahrene erste Hauptfeuerwehrmann. Möglicherweise könne er den ersten Gruppenführerkurs noch in diesem Jahr absolvieren.

Lübbe engagiert sich gleich in zwei Feuerwehren: In Großburgwedel betreut der Hobbylandwirt die Jugendfeuerwehr. „Ich möchte die Arbeit in Großburgwedel fortsetzen“, sagt Lübbe und hofft, dass sich beide Ämter miteinander vereinbaren lassen. In Oldhorst mit 140 Einwohnern arbeitet der Aha-Mitarbeiter bei der Stadtreinigung seit Jahren ehrenamtlich als Gerätewart. Und sollte in beiden Ortschaften der Alarm losgehen, piept es bei Lübbe eben auch doppelt.

Die Vakanz ist damit in der kleinsten Ortschaft Burgwedels beendet: Lübbe löst Walter Rockahr als Ortsbrandmeister ab. Bei der jüngsten, außerordentlichen Versammlung hatten die aktiven Mitglieder Lübbe einstimmig zum neuen Ortsbrandmeister gewählt. „Wenn ich eine Zusage gebe, dann stehe ich dazu“, sagt der Vater von zwei Söhnen und einer Tochter. Aus der Angst heraus, die Feuerwehr in Oldhorst könnte ganz geschlossen werden, hat Lübbe den Chefposten übernommen. Er ist ein Mann der direkten Worte. Seine Meinung plaudert er frei heraus. Manchmal gehe er mit dem Kopf durch die Wand. „Da stehe ich zu.“

Walter Rockahr beendet Ehrenamt nach 30 Jahren

Nach 30 Jahren im Ehrenamt hatte Rockahr bereits Anfang des Jahres angekündigt, seinen Posten aus gesundheitlichen Gründen abgeben zu wollen. Bei der Jahresversammlung im Januar hatte sich kein Nachfolger gefunden. Der bisherige langjährige Amtsinhaber hatte seit 1989 – und damit 30 Jahre lang – in einer für Burgwedel einzigartigen Kontinuität den Chefposten wahrgenommen. Rockahr kündigte aber an, auch weiterhin der Feuerwehr mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

So lange wie Rockahr wird Lübbe die Oldhorster Feuerwehr nicht führen können. Allerhöchstens bis zu seinem 67. Lebensjahr. Der 58-Jährige tritt seine erste, sechsjährige Amtszeit an. Und Ideen hat er auch schon: Ihm schwebt vor, im Dorf ein Plakat nach dem Muster aus Isernhagen H.B aufzuhängen, auf dem zu lesen ist: „Stell dir vor es brennt, und keiner kommt.“ Auch die Aktion der Feuerwehr Steinwedel, die rote Eimer mit Wasser gefüllt aufgestellt hatte, um mehr Mitglieder zu gewinnen, könnte sich Lübbe in Oldhorst vorstellen.

Wenn sich Lübbe nicht um Angelegenheiten der Feuerwehr kümmert, fährt er zu Oldtimer-Trecker-Treffen. Allerdings chauffiert er ein nicht ganz so altes Schätzchen. Der Deutz 100 ist gerade 28 Jahre alt. Zudem schraubt er an einem 58 Jahre alten Trecker D 40. „Der gehörte meinem Schwiegervater, und den will ich wieder zum Laufen bringen.“

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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