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Burgwedel Stadt plant Baugebiet Glockenberg in Wettmar
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17:06 09.09.2019
Hier sollen neue Einfamilienhäuser und Wohnungen entstehen: Das Baugebiet Glockenberg in Wettmar. Quelle: Thomas Oberdorfer
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Wettmar

In Wettmars Süden soll ein neues Baugebiet entstehen. Die derzeitigen Planungen sehen vor, auf dem Areal südlich der Straße Glockenberg und westlich des Dr.-Hesseken-Rings 22 Ein- und einige Mehrfamilienhäuser mit 15 Wohnungen zu bauen. Doch noch stecken die Planungen in den Kinderschuhen, und Bürger können auf das Verfahren Einfluss nehmen. Diese Gelegenheit nahmen zahlreiche Anwohner jetzt während einer Ortsratssitzung wahr.

Und es gab Skepsis: Ob berücksichtigt werde, dass das Gelände stark ansteige, fragte ein Bürger, der direkt an der Pferdekoppel am unteren Ende des Baugebiets wohnt. Wenn die neuen Häuser mehrgeschossig gebaut würden, „würden wir auf eine Wand gucken“, gab der Mann zu bedenken. So ganz konnten die Ortsratspolitiker und der Vertreter der Verwaltung dem Anwohner die Angst nicht nehmen. „Da wird es zu Einschränkungen kommen“, sagte Malte Zurek, Ortsratsbetreuer der Stadt Burgwedel. Doch noch steht die Höhe der neuen Gebäude nicht fest.

Quadratmeterpreis soll unter dem Bodenrichtwert liegen

Ziemlich sicher sei man sich indes, dass es bei der geplanten Ringzufahrt zu dem neuen Wohngebiet bleiben werde. Eine zweite Zufahrt, so Zurek, würde vermutlich Zusatzkosten von rund 750.000 Euro nach sich ziehen. Diese müssten, so der Mitarbeiter der Stadt, zu hohen Teilen auf den Grundstückspreis umgelegt werden – was man vermeiden wolle. Gefragt nach dem Quadratmeterpreis der Grundstücke wollte sich Zurek nicht festlegen. Die Stadt bemühe sich, unter dem Bodenrichtwert zu liegen, der sich bei etwa 170 Euro bewege.

Auch die genaue Anzahl der Mietwohnungen, in denen „bezahlbarer Wohnraum“ entsteht, steht noch nicht fest. Zurek betonte, dass es sich dabei nicht um sozialen Wohnungsbau handele, der bestimmten Kriterien unterliege. Mit einer Vermarktung der Grundstücke rechne er frühestens im Frühjahr 2020.

So können Bürger ihre Wünsche zum Bebauungsplan vorbringen

Ortsbürgermeister Erwin Fette wurde auf der Sitzung nicht müde zu betonen, dass etwaige Bedenken von Anwohnern ernst genommen würden. „Wer Fragen, Anmerkungen oder Einwendungen zum Bebauungsplan hat, kann diese bei der Stadt Burgwedel persönlich oder formlos per Brief vorbringen“, sagte er. Alle Hinweise würden in dem laufenden sogenannten Verfahren der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung aufgenommen und beantwortet. Die Bebauungsplanentwürfe sind auf der Website der Gemeinde auf www.burgwedel.de unter Bebauungsplan Nr. 136 und im Rathaus einsehbar.

Neubau von Wohnungen am Spielplatz Heierdrift

Auch auf dem ehemaligen Spielplatzgelände Heierdrift wird der Bau eines Hauses mit bezahlbarem Wohnraum diskutiert. „Doch das kann sich die Stadt nur unter zwei Bedingungen vorstellen“, sagte Zurek. „Gebaut wird nur in Kombination mit einer Obdachlosenunterkunft und nicht auf der ganzen Fläche.“ Zur Vorhaltung einer Unterkunft für Wohnungslose in dem Ortsteil sei die Stadt verpflichtet. Noch habe sich die Stadt nicht mit der weiteren Planung befasst. Andere bauliche Maßnahmen hätten derzeit Priorität. Der Ortsrat bekräftigte sein Interesse an einem zügigen Prozedere. Er beschloss einstimmig, die Stadt dazu aufzufordern, dem Ortsrat die für eine Behandlung des Themas nötigen Schritte aufzuzeigen.

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