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Burgwedel TSG macht sich fit für die Zukunft
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16:22 19.12.2018
Der TSG-Vereinsvorsitzende Uli Appel (von links), Pressewartin Britt Buvrin-Wolff und Geschäftsführer Nils Budde präsentieren im Aktivcenter das neue Logo. Quelle: Sandra Köhler
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Großburgwedel

 „Meine Stadt. Mein Sport. Meine TSG“: Mit diesem Slogan will der mit aktuell 2950 Mitgliedern stärkste Verein Burgwedels, die Turnerschaft Großburgwedel sich künftig darstellen: frisch und bestens für die Zukunft gerüstet. Zur Außendarstellung als größter Sportanbieter der Kommune, fernab von verstaubter Vereinsattitüde, gehört auch ein neues Logo, das sowohl den Gesamtverein als auch alle Abteilungen vertritt. Und somit für noch mehr Gemeinschaftsgefühl bei den Mitgliedern sorgen soll.

Über das neue Logo der TSG Großburgwedel konnte im Internet abgestimmt werden. Quelle: privat

In Zeiten, in denen Menschen lieber Seminare besuchen, als in einen Verein einzutreten und Kinder nachmittags statt auf dem Sportplatz in der Ganztagsbetreuung der Schulen zu finden sind: Da steht es einem Sportverein gut zu Gesicht, wenn er sich grundsätzliche Gedanken über seine Ausrichtung macht. Wie die TSG. „Wir wollten schauen, wo wir in fünf, acht, zehn Jahren stehen“, sagt Vereinschef Uli Appel. Unter den Schlagwort „TSG 2025“ haben Vorstand, Abteilungsleiter und hauptamtliche Mitarbeiter in einer vom Landessportbund unterstützten Zukunftswerkstatt den Verein, seine Strukturen und Stärken genau unter die Lupe genommen.

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Neben den Kindern und Jugendlichen seien vor allem die Menschen jenseits der 50 ein wichtiger Faktor für den Verein mit seinen 29 Abteilungen, sagt Pressewartin Britt Buvrin-Wolff. „Gesundheitssport ist ein großes Thema. Zu uns kommen auch ganz viele Menschen mit Verordnungen.“ 400 Mitglieder sind älter als 70, 100 sogar älter als 80, sagt Vereinschef Appel: „Die treiben alle aktiv Sport.“ Und schätzen zusätzlich den Gemeinschaftsaspekt, den der Verein bietet. Allein die Herzsportgruppe zählt 180 Mitglieder, deren Durchschnittsalter beträgt 75 Jahre. So sei das vereinseigene Fitnessstudio, das Aktivcenter, gerade vormittags gut besucht. Eine absolute Notwendigkeit seien für alle Abteilungen gut ausgebildeten, lizensierten Übungsleiter. Um diesem eigenen Qualitätsanspruch Nachdruck zu verleihen, hat der Verein ihn in seiner Satzung verankert.

Übungsleiter aus den eigenen Reihen gewinnen ist das Ziel: So können Jugendliche bereits ab 12 Jahren eine Sportassistentenausbildung absolvieren, später den Trainerschein machen. So sorgt die TSG dafür, dass bereits der Sportlernachwuchs sich für die Gesellschaft engagiert. Und zudem dem Verein verbunden bleibt. Ohnehin sei aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung Nachwuchs kein Selbstläufer, sagt Appel: „Früher begann es beim Mutter-Kind-Turnen, dann entwickelten sich eigenen Neigungen und die Kinder gingen in die Abteilungen.“

Über das neue Logo der TSG Großburgwedel konnte im Internet abgestimmt werden. Quelle: privat

Heutzutage verbrächten insbesondere Grundschüler den Nachmittag eher in der Ganztagsbetreuung als im Sportverein. Darum geht der Verein in die Schulen. „Wir haben aktuell zehn Angebote für die Ganztagsbetreuung, im nächsten Halbjahr sind es zwölf“, sagt Geschäftsführer Nils Budde. Oberstufenschüler des Gymnasiums können das Fitnessstudio nutzen: „Es ist doch besser, die kommen in einer Freistunde zu uns und trainieren, als dass sie im Edeka abhängen“, sagt Appel.

Mit den Anfängen als Turnverein im Jahre 1912 hat die TSG heute nicht mehr viel gemein. Außer den Vereinsfarben grün und weiß. Kein Wunder also, dass das neue Selbstverständnis als wichtiger Sportanbieter in Burgwedel sich auch in einem neuen, dynamischen Logo wiederfindet. Das soll abteilungsübergreifend das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken, die vier alten Logos restlos ersetzen und bei potentiellen Neumitgliedern Lust machen auf mehr. Demokratie war übrigens auch dabei Trumpf: Wer wollte, konnte über die TSG-Website abstimmen, wie ihm der Logo-Vorschlag gefiel.

Von Sandra Köhler