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Burgwedel Trecker-TÜV in Thönse lockt 35 Traktoren an
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Trecker-TÜV in Thönse lockt 35 Traktoren an
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00:15 27.02.2019
Kerstin Meyer vom TÜV-Nord schaut sich mit einer Taschenlampe eine Lenkstange an. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Thönse

 Es tuckert, es knattert, es röhrt: 35 Traktoren, darunter alte Schätzchen wie auch neuere Ackerschlepper, haben am Sonnabend den Trecker-TÜV in Thönse in Anspruch genommen. Das seien 15 mehr als noch im vergangenen Jahr, resümierte Heiner Müller, der seinen Hof zum fünften Mal für die Hauptuntersuchungen zur Verfügung gestellt hatte. „Das kann man schon als Rekord bezeichnen“, meinte Müller zufrieden, der gleichzeitig Mitglied bei den Treckerfreunden Thönse ist, die das beliebte Angebot auf die Beine gestellt hatten. Der rege Klub organisiert auch schon mal Wettkämpfe. 

In Thönse nämlich kommt der TÜV zu den Treckern und nicht umgekehrt. Deshalb nehmen Besitzer von Traktoren das Angebot gern an. Auf der Einfahrt zum Hof Müller bildeten sich zwischenzeitlich sogar Schlangen. Drei Stunden lang hatten Kerstin Meyer und ihr Kollege Helge Trapp vom TÜV Nord alle Hände voll zu tun.

Trecker der Marken Fendt und Deutz fahren vor

Langsam tuckerte Hennig Kühl aus Großburgwedel mit seinem Gefährt der Marke Fendt aufs Gelände. Regelmäßig alle zwei Jahre fährt er mit seinem Trecker vor, um nach eingehender Prüfung dann eine neue TÜV-Bescheinigung zu bekommen. „Das ist eine gute Einrichtung“, attestierte er. Genauso handhabt es Karl Lindemann aus Großburgwedel. Sein Deutz Baujahr 1950 war ebenfalls dran mit der Hauptuntersuchung. „Ich fahre nirgends anders hin. Hier kommt man auch noch mit Leuten ins Gespräch“, beschrieb Lindemann den doppelten Nutzen.

Vor einigen Jahren hatte der von den Thönser Treckerfreunden organisierte alljährliche TÜV-Termin noch auf der Kippe gestanden. Damals war kaum noch einer zum Schützenhaus gekommen, weil der Prüftermin mitten in der Woche lag. Dadurch hätten die Berufstätigen keine Zeit gehabt, berichtete Vereinschef Bernd Pfeiffer. Seit der Treckerklub die Veranstaltung sonnabends auf dem Hof Müller organisiert, sei der Ansturm hingegen groß. „Den Termin nutzen aber nicht nur Besitzer von Liebhaberstücken, sondern auch Landwirte, deren Traktoren auf dem Acker richtig arbeiten müssen“, sagte Pfeiffer.

An manchem Traktor hat der Zahn der Zeit genagt

Einen Oldtimer besitzt hingegen Aki Goldbaum. Der Thönser kämpfte am Sonnabend mit einem qualmenden Motor, einer kaputten Hupe sowie einer defekten Lichtanlage. „Mein Hanomag muss erst einmal aus dem Winterschlaf aufwachen“, scherzte er beim Wechseln einer Sicherung. Doch er war zuversichtlich: „Das kriege ich schon hin.“

Meyer und Trapp kontrollieren Licht, Hupe, Lenkung und Bremsen. Das müsse 100-prozentig stimmen. Nicht entscheidend sei hingegen, ob das Fahrzeug öle, sagte Meyer. Weil manche älteren Traktoren etwa poröse Reifen oder einen geplatzten Bremsschlauch aufwiesen, seien insgesamt sechs Trecker bei der Sichtung durchgefallen, berichtete Trapp. Spätestens nach zehn Jahren müssten Schläuche gewechselt werden, weil sie dann zu alt seien. Um das festzustellen, „dafür sind wir da“.

Nächster TÜV-Termin im Februar 2020

Keinen Anlass zum Durchfallen gab es hingegen für Carina Sophie Brösemeyer. Die 18-Jährige ließ den Porsche Diesel Standard ihres Großvaters Erwin Ruhm von den Experten untersuchen – ohne Beanstandungen. Auch für Familie Wiekenberg aus Engensen lief alles glatt. Nach der Prüfung durch Helge Trapp erhielten Heinrich Wiekenberg, sein Sohn Henning sowie seine Enkel Jonas und Tim eine neue Plakette. Sohn und Vater nutzen den Trecker im Nebenerwerb für die Forstwirtschaft. „Wir fahren lieber die alten Trecker, weil sie kleiner und wendiger sind als die neuen“, erklärte Henning Wiekenberg.

Diejenigen, die in diesem Jahr beim Trecker-TÜV in Thönse waren, kommen erst in zwei Jahren wieder. Wer aber im nächsten Jahr zur Hauptuntersuchung muss, „der hat wieder am letzten Sonnabend im Februar die Gelegenheit“, kündigte Treckerfreunde-Chef Bernd Pfeiffer an.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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