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Burgwedel Wochenmarkt-Händler trotzen der Hitze mit spezieller Kühlmaschine
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Wochenmarkt-Händler trotzen der Hitze mit spezieller Kühlmaschine
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18:53 25.07.2019
Gisela Fritz kauft bei Petra Berkhahn ein Rotbarschfilet. Quelle: Stephan Hartung
Großburgwedel

Dieser Donnerstag gilt als der bislang heißeste Tag des Jahres – und Großburgwedel trotzt der Hitze. Denn während Wochenmärkte in den Nachbargemeinden Wedemark und Isernhagen abgesagt wurden, öffnen die mobilen Händler an der Von-Alten-Straße wie immer donnerstags. Gleichwohl: Am Sonnabend, 27. Juli, fällt der Landmarkt auf dem Domfront-Platz wegen des Wetters aus.

Bereits am Donnerstag kapitulierten die Händler in Wedemark-Bissendorf: Bei diesen Temperaturen könnten die Waren in den Verkaufswagen nicht mehr richtig gekühlt werden, sagt der Vorsitzende des Landmarkt-Vereins, Carsten Dettmers, am Dienstag. Die Qualität der Waren könne bei solch einem Wetter von den Beschickern nicht mehr gewährleistet werden. Eine gute Kühlung sei auf den Verkaufswagen nur bis 30 Grad Außentemperatur möglich.

Tropische Kühlung sichert frischen Fisch

Auch wenn die Standbetreiber ihre Waren von A wie Äpfel bis Z wie Zander anbieten: Es kommen deutlich weniger Kunden als an anderen Tagen. Dabei haben sich die Händler auf das Wetter eingestellt. Schließlich erfordern tropische Temperaturen eine entsprechende KühlungPetra Berkhahn vom gleichnamigen Fischhändler aus Isernhagen hat in ihrem Verkaufsfahrzeug dafür gesorgt. „Wir haben eine Tropenkühlung, die heißt wirklich so“, sagt sie. Diese Technik gehe über die normale Kühlung hinaus, mit der der Fisch sonst kalt gehalten wird. „Die Tropenkühlung schafft es, bei Außentemperaturen von bis zu 40 Grad alles bei vier bis sechs Grad zu halten“, sagt Berkhahn.

Entsprechend frisch ist das Rotbarschfilet, das Gisela Filz kauft – obwohl die Temperatur schon am Vormittag die 30-Grad-Marke überschritten hat. „Die Hitze ist nicht mein Ding. Donnerstag ist für mich aber immer Markttag – egal bei welchem Wetter. Dennoch bin ich froh, wenn ich wieder zu Hause bin“, sagt die Seniorin. Hinter ihr in der Schlange wartet Nadine Volgmann. Die junge Mutter verstaut fünf Bratheringe im Einkaufsnetz des Kinderwagens, Obst hat sie auf dem Markt auch schon gekauft. „Ich bin früher losgegangen als sonst, um die Hitze etwas zu umgehen“, sagt die Großburgwedelerin.

Fleischer kühlt Verkaufswagen herunter

Ebenfalls vorgesorgt hat Siegfried Hoppe. Der Chef der Mellendorfer Fleischerei hat seinen Verkaufswagen komplett heruntergekühlt: „Das reicht bis zum Marktende um 13 Uhr“, sagt er. Hinter ihm stehen Wasser und Ventilator – für sich selbst. Die Wurst unten am Tresen hat noch Kühlschranktemperatur, doch von außen dringt Wärme ein und steigt nach oben, sodass auch Hoppe ins Schwitzen kommt. Und das nicht wegen zu vieler Kunden: An diesem Donnerstag seien weniger Käufer unterwegs. „Viele Leute bleiben wegen der Hitze zu Hause, andere sind verreist“, sagt er. Aber das sei nicht überraschend – es sei eben Sommer, solche Dinge erlebten Marktverkäufer in jedem Jahr.

Händlerin legt Waren ins gekühlte Auto

Auf eine Kühlung während der rund sechs Stunden auf dem Wochenmarkt muss nebenan am Stand des Hofs Dierking nicht geachtet werden. „Schließlich lagern Eier im Supermarkt ja auch nicht im Kühlschrank“, sagt Ulrike Dierking und lacht. Die Chefin des Betriebs aus Niedernstöcken betont aber: „Wir haben die Eier am Mittwochabend besonders spät geladen und auf ein gekühltes Auto geachtet.“ Die Kunden kaufen Eier, aber auch Blaubeeren und Dosenwurst, „aber es sind weniger hier als sonst, das merkt man schon“.

Und dann ist da noch ein junger Mann, der sich mehrere Stunden auf dem Wochenmarkt aufhält – aber nichts kauft. Hannes Hoefs ist in Salzgitter Student der Hochschule für angewandte Wissenschaft. Er macht in der Von-Alten-Staße eine Umfrage zum Thema Mobilität und Carsharing in der Region Hannover. Ist dieser heiße Tag nicht genau der falsche? Hoefs lacht. „Das stimmt. Aber in Kürze steht meine Masterarbeit auf dem Programm. Ich brauche dazu viele Personen, die mitmachen. Und die meisten Leute trifft man eben auf Wochenmärkten.“ Dabei klappert er die Region ab. In Neustadt war er schon, am Freitag geht es nach Springe und am Sonnabend nach Gehrden.

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Zu heiß: Landmarkt in Bissendorf fällt aus.

Der Landmarkt erweitert sein Angebot bis nachmittags.

Von Stephan Hartung

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