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Burgwedel Spargel: Die Saison in Fuhrberg beginnt am Montag
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Spargel: Die Saison in Fuhrberg beginnt am Montag
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00:16 27.03.2019
Ab Montag wird auf den Feldern des Spargelhofes Heuer gestochen, doch parallel dazu sind die Helfer wie hier auch damit beschäftigt, neuen Spargel zu pflanzen. Quelle: Sandra Köhler
Fuhrberg

Genießer und Freunde der edlen weißen Stangen müssen nicht mehr lange warten: Am Montag 24. März, beginnt die Spargelernte auf dem Hof Heuer in Fuhrberg. Voraussichtlich ab dem letzten März-Wochenende gibt es das heiß begehrte Saisongemüse dann an den Verkaufsständen zu erstehen, im Hofladen bereits ab Donnerstag oder Freitag. Wer sich lieber in der Spargelwirtschaft in Fuhrberg bekochen lassen möchte, muss noch bis zu deren Eröffnung am 5. April warten.

Spargel: Die Hochsaison liegt im Mai

Auf 12,5 Grad beläuft sich die Bodentemperatur am Sonnabendmorgen laut Wetterapp. „Das ist viel“, sagt Juniorchef Jörg Heuer: „Jetzt hält den Spargel nichts mehr auf“. Und das ist auch gut so. Schließlich warten viele Feinschmecker bereits auf den heimischen Spargel. Und der mag es nun mal kuschelig warm. Unter zwei Folien, einer schwarzen und einer weißen, wächst das königliche Gemüse in einer Art Treibhaus heran. „Damit können wir das Wachstum beeinflussen“, sagt Heuer. Unter der Folie ist der Spargel früher dran als im Freiland. Wird es zu früh zu warm, können die Folien zwar heruntergenommen werden. Trotzdem sei die Branche extrem wetterabhängig. „Die zwei Wochen Sturm haben uns sehr zu schaffen gemacht. Und wenn es im Februar bereits so warm ist, dann kommt der Spargel zu früh“, sagt Heuer. Die Hauptzeit für Verbraucher sei nun einmal der Mai.

Seit Wochen Vorbereitungen auf die Spargelsaison

Auf 20 Feldern baut Heuer seinen Spargel an. „Wir haben zehn frühe und zehn späte, damit der Ertrag auch über die ganze Saison passt“, sagt er. Mehrere Hundert Tonnen des Edelgemüses werden bis zum Johannestag am 24. Juni gestochen und verkauft. Danach nicht mehr, denn die Pflanzen müssen sich regenerieren, um wirklich bis zu neun Jahre lang Ertrag zu bringen. Heuer verkauft an Restaurants und Markthändler, im Hofladen und an rund 40 Verkaufsständen bis nach Göttingen und Wernigerode. Und bereits verarbeitet im eigenen Gastrozelt, der Fuhrberger Spargelwirtschaft. Kein Wunder, dass die Vorbereitungen auf dem Spargelhof bereits seit Wochen in Gange sind. Denn die entsprechende Logistik ist groß. Das Zelt muss aufgebaut und eingerichtet, die Erntehelfer und Verkäuferinnen in ihre Arbeit eingewiesen werden, Tourenpläne für die Lieferwagen wollen geschrieben sein.

Spargelernte: Die Helfer sind bereits da

35 Erntehelfer sind bereits da. Insgesamt beschäftigt der Spargelhof, der auch Erdbeeren und Heidelbeeren anbietet, etwa 250 Saisonkräfte. Dazu kommen noch einmal 150 Verkäuferinnen und 40 Fahrer. Untergebracht sind die Helfer, die überwiegend aus Rumänien stammen, in Containern in Fuhrberg und in einem ehemaligen Landschulheim in Ovelgönne, das Heuer extra für diesen Zweck erworben hatte. „Wir zahlen ordentliche Löhne und bringen sie gut unter. 70 Prozent unserer Helfer kommen immer wieder.“ Während hauptsächlich Männer den Spargel stechen, wird das Waschen und Sortieren überwiegend von Frauen erledigt. „Das hat sich so eingebürgert“, sagt Heuer.

Bis zu 15 verschiedene Qualitäten an Spargel

Die halbautomatische Sortiermaschine ist bereits in der neuen Halle aufgebaut, die Kühlung funktioniert auch. „Wir mussten investieren, und das war teuer“, sagt Heuer. Zehn bis 15 verschiedene Qualitäten werden angeboten: von der Kategorie 1 mit geraden, weißen, 22 bis 26 Millimeter starken Stangen bis hin zu krummen Stangen, Spargel mit braunen Flecken oder leicht geöffneten Köpfen. Auch die letzteren sind einwandfrei zum Verzehr geeignet – nur eben mit optischen Makeln, und deshalb sind sie günstiger.

Spargelpreis zum Saisonbeginn steht noch nicht fest

Zu welchem Preis er den ersten Spargel anbieten wird? Das will sich Heuer noch überlegen. „Der erste Spargel aus Süddeutschland liegt meines Wissens nach bei 12 bis 14 Euro pro Kilogramm.“ Es sei nicht sinnvoll, den ersten Spargel mit 15 oder 16 Euro zu teuer anzubieten. „Wir wollen ja schließlich, dass die Leute ihn auch kaufen.“ Sorgen machen Heuer trotzdem die steigenden Produktionskosten. Neben immensen Ausgaben für die Bewässerung in trockenen Sommern sei langfristig die Vorgabe des Mindestlohnes problematisch. „Die Lohnkosten sind in den vergangenen sechs Jahren um 60 Prozent gestiegen. Das kann ich über den Preis nicht weitergeben.“

Von Sandra Köhler

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