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Burgwedel Großer Frühjahrsputz im Freibad Großburgwedel
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00:17 18.04.2019
Auch das Reinigen des Beckenrandes erfolgt mit dem Hochdruckreiniger. Quelle: Thomas Oberdorfer
Großburgwedel

Es ist ruhig, als ich das Freibad Großburgwedel betrete. Der Himmel ist leicht bewölkt, der Spielplatz ist leer und auch auf den Wiesen liegen keine Handtücher oder Decken. Vom üblichen Trubel ist nichts zu sehen. Denn noch hat das Freibad offiziell geschlossen. Doch ganz still ist es auch wieder nicht – das leise Surren eines Kompressors zu hören, dazu das blecherne Geräusch eines Hochdruckreinigers. Der große Frühjahrsputz ist in vollem Gange.

Putzen, Putzen und nochmal putzen

Seit Mitte März bereiten vier städtische Mitarbeiter das Bad auf die neue Saison vor. Zum Start am 1. Mai soll nicht nur die Technik laufen, sondern das Bad sich auch blitzeblank den ersten Gästen präsentieren. Darum heißt es jetzt: putzen, putzen, putzen. Da ist jede Hand willkommen, und deshalb lege ich jetzt Stift und Block beiseite und greift zu Wischmopp und Kärcher.

Los geht es im und am großen Schwimmbecken. Um die finnischen Überlaufrinnen rund um das 50-Meter-Becken zu reinigen, muss zunächst die Abdeckroste abgenommen werden. Ganz schön schwer sind die Dinger und unhandlich. Sie sind ungeheuer lang und biegen sich beim Herausnehmen in alle Richtungen, nur nicht in die, in die sie eigentlich sollen. Irgendwann ist aber auch das geschafft.

Hochdruckreiniger mit 200 ATÜ

Also Ohrenschützer und Schutzbrille auf und ran an den Hochdruckreiniger. Was sich im ersten Moment noch ziemlich einfach anhört, ist weit schwerer als gedacht. Denn der Druck, mit dem das Wasser aus der Düse gepresst wird, ist hoch. „Das sind rund 200 ATÜ“, erklärt Christos Diamantidis, der als Fachangestellter im Freibad arbeitet. Der Rückstoß schmeißt mich fast um, ich brauche einen Moment, um den richtigen Halt zu finden. Irgendwann läuft’s dann und der Wasserstrahl lässt das alte Laub in der Luft wirbeln.

Glück mit dem Wetter

Doch das war nur der erste Schritt. Das angesammelte Laub ist weg, sauber ist die Rinne deswegen aber noch lange nicht. Jetzt muss Chemie ran. Ein starker Industriereiniger sorgt für saubere Kacheln. Während sich Diamantidis darum kümmert, putze ich schon einmal das Abdeckrost. Mit einem Besen, den ich vorher in einen Eimer mit Wasser und Putzmittel tauche. „Dieses Jahr haben wir Glück mit dem Wetter. Denn wenn das Putzmittel schnell trocknet, kriegt man es kaum noch von den Fliesen ab“, erzählt mir Bademeister Nick Rau.

Nach der Rinne kommt das Becken dran. Besser gesagt: Es geht an die Fliesenwände. Mit Putzmittel und einem Wischer ausgestattet, versuche ich den groben Dreck von den Fliesen zu bekommen. Schnell merkt man die Arbeit in den Armen. Und auch die immer mal wieder durchkommende Sonne macht es nicht einfacher. Zum einen blendet sie, zum anderen heizt es sich doch ganz schön auf.

Kletterpartie zwischen dicken Rohren

Daher bin ich ganz froh, als es zur Filteranlage geht – diese ist nämlich unterirdisch, gleich neben dem Sprungbecken. Dort müssen die Verschlüsse der sogenannten Mannlöcher der Anlage wieder angebracht werden. Um dort hinzugelangen, geht es über und unter Rohren hindurch –eine kleine Klettereinlage und schon bin ich am Ziel. Alleine bekomme ich den Verschluss aber nicht ab – Diamantidis packt mit an. Im Pumpenraum muss ein riesiger Filter in das System eingesetzt werden. Der fischt Haare und Fasern bei der Wasseraufbereitung aus dem Beckenwasser. Auch das ist alles andere als leicht. Hier sind Muckis gefragt. „Während des Betriebs müssen wir den Filter mehrmals am Tag säubern“, erklärt mir Diamantidis. Wahrscheinlich bin ich in meinem Job deutlich besser aufgehoben.

Ab Donnerstag läuft das Wasser

Mein Arbeitstag neigt sich dem Ende entgegen. So langsam blitzt das Bad auf Hochglanz. Und das ist auch gut so. Denn am Donnerstag steht die wichtigste Aufgabe der Saisonvorbereitung auf dem Programm –zumindest aus Sicht der Badegäste. „Dann öffnen wir die Hähne und lassen das Wasser in die Becken ein“, erklärt Nick Rau. Drei Tage heißt es „Wasser marsch!“ bis das große Schwimmbecken voll ist – aber dann kann die Badesaison endlich beginnen.

Der Eintritt für das Freibad Großburgwedel, Auf der Ramhorst 3, beträgt für Erwachsene drei Euro, für Kinder und Jugendliche zwei Euro. Eine Saisonkarte für Erwachsene ist für 72 Euro zu erwerben, ermäßigt kostet sie 36 Euro. Kinder und Jugendliche zahlen für eine Saisonkarte 35 Euro, ermäßigt 17,50 Euro. Der Preis für eine Saisonkarte für Familien beträgt 120 Euro, ermäßigt 60 Euro.

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