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Burgwedel Dieses Ehepaar aus Burgwedel ist seit 65 Jahren verheiratet
Aus der Region Region Hannover Burgwedel Dieses Ehepaar aus Burgwedel ist seit 65 Jahren verheiratet
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00:18 01.03.2019
Ursula und Günter Schöneweg sind seit 65 Jahren ein Ehepaar. Quelle: Patricia Chadde
Großburgwedel

Ursula und Günter Schöneweg sind im Ruhestand, leben in Großburgwedel und freuen sich auf einen Ehrentag, den nur wenige Hochzeitspaare erleben. Am 27. Februar sind sie 65 Jahre miteinander verheiratet. „Irgendwie unvorstellbar, oder?“ fragt die 85-jährige Ursula ihren bald neunzigjährigen Mann und kann sich erinnern, dass sie schon die Goldene Hochzeit ihrer eigenen Großeltern damals sehr unwirklich fand und da war sie noch ein Kind.

Ursula und Günter Schöneweg mit ihrer Hochzeitsgesellschaft im Februar 1954. Quelle: Patricia Chadde

Kennenlernen in zwei Etappen

Schönewegs gegenseitiges Kennenlernen fand in zwei Etappen statt. Die beiden Hannoveraner, sie stammt aus Waldhausen, er lebte in der Südstadt und später in Oberricklingen, wurden beim Tanztee aufeinander aufmerksam. „Wir fanden uns sympathisch, verabredeten uns immer wieder, aber haben gar nicht daran gedacht, unsere Adresse auszutauschen“, berichtet Günter Schöneweg. Aufgrund eines schweren Autounfalls konnte er nicht zum verabredeten Treffpunkt an der Kröpcke-Uhr kommen, der Kontakt der jungen Leute brach dann schnell wieder ab. „Ich konnte mir das zwar nicht erklären, aber was sollte ich machen“, berichtet Ursula Schöneweg und zuckt mit den Schultern.

Nach dem Tanzen wurden Adressen ausgetauscht

Zwei Jahre später trafen sich beide bei einer Tanzveranstaltung zufällig wieder und dieses Mal wurden Adressen getauscht. Aber näheres Kennenlernen war zu den damaligen, prüden Zeiten gar nicht leicht, denn spätestens bis 22 Uhr hatte man als junger Herr das Haus wieder zu verlassen. „Um die knarzenden Treppenstufen zu umgehen, bin ich einfach das Treppengeländern heruntergerutscht“, verrät Günter Schöneweg und lächelt. Das Hochzeitsfoto kann er nicht erkennen, denn er ist erblindet. Aber er weiß noch, dass er seiner Verlobten den golddurchwirkten Stoff des Hochzeitskleides zum Geburtstag schenkte. „Die Schneiderin brauchte so lange, dass ich das Kleid nicht Weihnachten, sondern erst zwei Monate später zur Hochzeit anziehen konnte“, weiß Ursula Schöneweg und der Blick auf das Erinnerungsfoto macht sie ein bisschen melancholisch: „außer uns beiden sind alle schon tot“, seufzt sie.

„Das Beste daraus machen“

Trotzdem geht es in ihrer Familie lebendig zu, denn das Eiserne Paar bekam zwei Töchter, später kamen Schwiegersöhne, Enkelkinder und Urenkel dazu. Alle sind natürlich zu einem festlichen Essen anlässlich ihrer Eisernen Hochzeit eingeladen. „Wir haben uns ein Buffet-Restaurant ausgesucht, dann geht es nicht so steif zu“, findet Ursula Schöneweg und ist ihren Töchtern für die Unterstützung im Alltag besonders dankbar. Das Rezept ihrer langen Verbundenheit fasst ihr Mann zusammen: „egal was kam, wir haben uns immer Mühe gegeben, das Beste daraus zu machen“, so Günter Schöneweg und so konnten sie gemeinsam auch die größeren Hürden gut meistern.

Von Patricia Chadde

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