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Burgwedel 3. Kinderrechte-Preis für Bauwagen-Projekt
Aus der Region Region Hannover Burgwedel 3. Kinderrechte-Preis für Bauwagen-Projekt
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00:15 26.09.2018
Jetzt wird's bunt: Erzieherin Andrea von Thünen (rechts) darf mitpinseln. Quelle: Chadde (Archiv)
Großburgwedel

„Ein kreatives Projekt als Paradebeispiel, wie viel Potenzial junge Menschen entfalten, wenn sie die Möglichkeit dazu bekommen“: Dafür ist die Großburgwedeler Pestalozzi-Stiftung jetzt vom Land Niedersachsen und dem Landesverband des Kinderschutzbundes beim „Niedersächsischen KinderHabenRechte-Preis 2018“ ausgezeichnet worden. Zum Wettbewerbsmotto „Wir bestimmen mit!“ passt das mit dem dritten Preis prämierte Bauwagen-Projekt tatsächlich wie die Faust aufs Auge, denn: Die Idee, sich einen Rückzugsort zum Chillen und Für-sich-Sein zu schaffen, kam von den Teilnehmern der ersten Kinder- und Jugendkonferenz der Pestalozzi-Stiftung selbst. Im Februar 2016 formulierten sie den Wunsch nach einem Platz für gemeinsame Treffen und für Auszeiten außerhalb ihrer Wohngruppen.

15 Monate später – im Mai 2017 – war aus der Idee Realität geworden. Der Großburgwedeler Marcus Fortmüller hatte einen Bauwagen aus dem Bestand seines Gartenbaubetriebs spendiert, und die Nutzer griffen zu Farbe und Pinsel, um ihren neuen Treffpunkt mit Unterstützung von Erzieherin Andrea von Thünen selbst zu gestalten. Ein besonderes Highlight sind die Außenwände, die auf 23 Sprachen das Wort „Willkommen" zeigen. Dies war ausdrücklicher Wunsch der Kinder, die aus verschiedensten Nationen stammen. „Gelebte Eigenverantwortung“ sei ein wichtiger Aspekt der Aktion, erklärte damals Andrea Bohm-Ziemba vom Beratungsdienst der Pestalozzi-Jugendhilfe.

Die Gemeinde Algermissen und das DRK Neustadt sind die Erst- und Zweitplatzierten des landesweiten Wettbewerbs. Der dritte Platz für Pestalozzi ist mit einem Preisgeld von 2000 Euro verbunden. Die Jury hat außer dem Bauwagen-Projekt selbst ebenso überzeugt, dass die Kinder- und Jugendkonferenz – kurz KIKO – mittlerweile monatlich tagt und zur Grundlage der Beteiligung und Mitbestimmung in der Stiftung geworden ist. In der Laudatio hieß es, die Pestalozzi-Jugendhilfe unterstütze die Kinder und Jugendlichen mit Informationen, wie sie ihre Rechte im Alltag verwirklichen können. Auf die künftigen Ideen der KIKO sei die Jury gespannt. „Wir sagen: Weiter so!"

Von Martin Lauber

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